Bildung im Stammesgebiet
Was früher in der gesamten Region entlang der Godavari kaum zu finden war, gibt es jetzt in allen größeren Dörfern: Eine Dorfschule. Auch weiterführende Schulen sind inzwischen erreichbar. Dennoch ist es erforderlich, viele Kinder in Kinderheimen unterzubringen. Zuhause werden sie allein gelassen, da die Eltern als Kulis auf dem Feld arbeiten und sich nicht um ihre Kleinen kümmern können. Viele der Familien haben zu wenig Geld um mehrere Kinder zu ernähren. Manche Kinder werden nach wie vor aufs Feld geschickt oder an Großgrundbesitzer oder Tabakfabriken usw. als billige Arbeitskräfte vermietet. Noch immer sind Eltern Analphabeten und können ihre Kinder somit nicht bei den Hausaufgaben unterstützen.
Es gibt also viele Gründe, Hostel zu betreiben. Die Kinder werden versorgt, betreut und in Gemeinschaft mit anderen erzogen, bekommen Impulse des christlichen Glaubens, entwickeln sich durch Musik, Sport und Spiel, lernen soziales Verhalten ... viele gute Gründe machen Kinderheime in dieser Region unverzichtbar.
Die Heime arbeiten mit den Schulen zusammen. Durch die Elternarbeit der Hostel in enger Kooperation mit dem Ortspastoren und der Kirchengemeinde können christliche Impulse ins Dorf kommen - eine riesige Chance für eine ortsbezogene Missionsarbeit.
Hinzu kommt seit 2011 ein Programm der Jugendarbeit: Junge Leute führen 2-5 mal in der Woche s.g. "Studygroups" in den z.Zt. 20 Dörfern durch. So werden 300 Kinder und Jugendliche durch eine Hausaufgabenhilfe beim Schaffen ihrer Schulabschlüsse unterstützt.