Shalom-Foundation

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Gerade haben sie ihr 25 Jähriges Jubiläum gefeiert. 1981 begann die Arbeit der Shalom-Foundation durch einen Mann: Jayapaul. Der damals knapp 40 Jährige hatte bei der Kindernothilfe Indiens viel Erfahrung mit Hilfsprojekten gesammelt. Nun sammelte er Freunde um sich, Lehrer, Banker, Angestellte und gründete die Shalom-Foundation.

Heute ist aus dem kleinen Anfang eine sichtbare und segensreiche Bewegung geworden. Die Shalom-Foundation kümmert sich um die ärmsten der Armen. Zu den Projekten gehören

  • Das "Shalom Home", ein Kinderheim in Vellore mit 20 Jungen
  • Die Vergabe von Stipendien und die Begleitung für mehr als 250 Jugendliche
  • Das Yelligiri-Centre, ein Freizeitheim in den Bergen
  • Eine Lebensschule für junge Männer
  • Medical-Camps in abgelegenen Dörfern mit medizinischer Versorgung
  • Hausaufgabenhilfen in z.Zt. sechs Zentren mit je 50-120 Kindern
  • Eine Altenhilfe in abgelegenen Dörfern
  • Diverse Camps für Kinder und Jugendliche
  • Betreuung von Kindern, deren Eltern Aids haben und/oder daran gestorben sind
  • Hilfe für Frauen zur Existenzgründung
  • Katastrophenhilfe (z.B. Tsunami)

Und immer wieder laden die Mitarbeiter ein: Komm und sieh! Wer immer nach Südindien fährt, sollte sich diese Arbeit ansehen und kann im Yelligiri-Zentrum ein paar sehr erholsame Tage erleben. "Wie im Paradies!" war immer wieder der Kommentar der BesucherInnen.

Die Ärmsten der Armen

Auch im indischen Bundesstaat Tamil Nadu, in dem die Shalom-Foundation arbeitet, ist Hilfe dringend nötig. Die meisten der Kinder, Jugendlichen und Familie, die von den Projekten der Shalom-Foundation profitieren, kommen aus Hindu-Familien, meist von Dalits, den Unberührbaren.

In den Yelligiri-Bergen haben die Menschen aber auch (wie in der GSELC in Andhra Pradesh/Telangana) Adivasi-Hintergrund. Sie haben sich der hinduistischen Kultur zwar weitgehend genähert, pflegen jedoch auch alte Stammesriten.

Allen, die eine Förderung durch die Shalom-Foundation erfahren haben dies gemeinsam: Sie sind sehr, sehr arm, oft Waisen, alt und auf jeden Fall hilfsbedürtig.

Mission gelebt

Auf dem Gelände des Yelagiri-Zentrums gibt es ein Taufbecken. Fast in jedem Jahrgang lässt sich einer der Lifetrainees taufen, manchmal auch mehrere. Genutzt wird das Becken auch bei Camps und besonderen Veranstaltungen. Die "Mission" von Shalom ist allerdings eher still. Sie besteht in gelebter Gastfreundschaft, im Dienst für die Armen, in bedingungsloser Annhame jedes Menschen ohne Ansehen gesellschaftlicher oder religiöser Stellung. Das Team der Hausgemeinde und die Kinder im Shalom-Home feiern ihre täglichen Andachten. Christliche Lieder und Tänze werden eingeübt. Nichtchristen - und das sind die Meisten im Kontext von Shalom - werden einfach aufgenommen und integriert. Und Gott treibt seine Mission. 

Shalom arbeitet überregional (mit Schwerpunkjt in der Region um Vellore und in den Yelagiri-Bergen). Es wird mit bestehenden Kirchen und Gemeinden aller Konfessionen zusammen gearbeitet. Shalom versteht sich ähnlich dem FMD als Dienstgemeinschaft für andere, nicht jedoch als eigene Kirche.

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Jayapaul, begnadet und gesegnet

Jayapaul ist als Kind armer Eltern aufgewachsen. Seine Mutter hat im Haushalt von Lüder Lührs, des Gründers und Leiters der Kindernothilfe, gearbeitet. So hat Jayapaul von klein auf gelernt, wie christliches Leben aussieht: Im Dienst für Arme und Schwache. Nach seinem Studium arbeitete er als Sozialarbeiter bei der Kindernothilfe und war später Ausbilder für Betreuer von Kinderheimen.

Dann hat er sich entschieden, noch einmal zu studieren: Theologie. Dies hat er in Singapur gemacht. Seitdem wird er auch von dort durch enge Freunde unterstützt. Im Rahmen seiner Orientierungsphase war er für drei Wochen im MZ Hanstedt und hat dort das Konzept des Zentrums mit Hausgemeinde usw. kennen gelernt. Dies hat er auf sein Land übertragen und das Yelagiri-Zentrum aufgebaut.

Bei der Rodung des Geländes dort haben ihn Arbeiter aus dem Dorf gefragt, ob er ihren Kindern zu Bildung verhilft. Dies hat Shalom gemacht - und so sind diverse Projekte entstanden, durch die junge Menschen und indirekt inzwischen auch deren Familien Perspektiven für eine gute Zukunft bekommen haben.

Jayapaul hat zwar sehr klar, aber nie authoritär geleitet. Er hat ein Team von sehr qualifizierten Leuten um sich versammelt. Inzwischen sind ehemalige Kinder aus dem Hostel darunter oder jene, die durch Stipendien gefördert wurden. Viele geben an Shalom zurück, was sie empfangen haben und unterstützen die Initiative durch ihre Mitarbeit oder durch Geld. So finanziert Shalom seine Projekte nicht nur aus Spenden von Übersee, sondern auch durch indische Freundinnen und Freunde.