Geschichte

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Hier die Geschichte der GSELC - von der "Samaritan" zur "Shepherd". Hier auch die Geschichte der Partnerschaft des FMD mit dieser jungen Kirche.

Vieles ist bis heute in Bewegung - deshalb ergänzen wir von Zeit zu Zeit und informieren über aktuelle Entwicklungen.  

 

Foto: Pastor Pauleiah mit seiner Frau gehört zu den Gründern der GSELC. Er und einige seiner Freunde hatten bereits viele Gemeinden gegründet, die dann von Paul Raj zur Good Samaritan ev. luth. Church verbunden wurden. Links: Gloria, die erste in Hyderabad ausgebildete Pastorin.   

Zeitleiste einer Partnerschaft ....

Um 1970 Einzelne Adivasis werden Christen, darunter Pauleiah, Prabudas. Erste Gemeinden entstehen (Kukunuru, Rudramakota).

1971 Taufe Paul Raj, des Gründers (geb.14.11.1942)

1972 Beginn der Missionsarbeit Bhadrachalam / Godavari. Zeitgleich entstehen Missionsgemeinden durch Prabudas, Pauleiah (siehe Foto oben rechts), Johann und Esther Rani. Diese werden in den Folgejahren von Paul Raj in die GSELM integriert.

5.10.1977 Paul Raj heiratet Katakshamma aus Nayudupeta 

1978 erste Kontakte mit dem Evangelisch Lutherischen Missionswerk in Hermannsburg und Pastor Krause in Hanstedt

Okt.1978 Besuch von Ehepaar Krause in der GSELM
Nov.-Dez.1978 Aufenthalt Pastor Ulrich Kruse in GSELM

Dez.1979 Ordination von Pastor Paul Raj, Poshn Rao, Rajaratnam und Sathyanadan 

1980 – 81 sind Prabudas, Pauleiah und K.Manoharam durch die Dörfer gezogen. Prabudas war der Anfang. Er gewann Pauleiah. Zusammen gründeten sie in diesen beiden Jahren die Stammgemeinden der GSELC: Kukunuru – Arukuru – Repaka – Rayagudem - V.R.Puram- Moddikunta - Lachigudem - Rudramakota – Chakkarapalli – Rapagommu – G.K.Padu - Kashavaram. Aussage von Pauleiah (Jan.2011): "Keine dieser Gemeinden wurde von Paul Raj gegründet. Er führte vielmehr die durch uns gegründeten Gemeinden zur Kirche zusammen."

Mai - Juli 1980 erster Aufenthalt von Paul Raj und zwei Pastoren in Deutschland
Jan.1981 erste Gruppenreise in die GSELC (U.Kruse, H.Brünjes)

Jan.-Feb.1983 Zehnjähriges Bestehen der GSELM, Besuch H.Grafe, Asienreferent des ELM und U.Kruse, Hanstedt

17.Jan.1984 Unterzeichnung des Kooperationsvertrages GSELM und ELM

1986 Ordination weiterer Pastoren und Diakone der GSELM

Aug.1986 schwere Überschwemmungen, 14 Mitglieder der GSELC sterben, weitere Gemeinden entstehen als Resonanz auf die umfassende Fluthilfe durch die GSELM (aus Mitteln der Landeskirchen/FMD)

Jan.1992 erste internationale Jugendbegegnung in Indien (Leitung: H.Brünjes)

Juni 1992 Paul Raj besucht das Pfingstcamp, "Teachers for Tribals" Projekt wird angeregt und von 80 Jugendlichen unterstützt
1992 - 1996 Aufnahme der GSELC in das APCC (Kirchenbund Andhra-Pradesh), die UELCI ( Vereinigte Evangelisch Lutherische Kirchen Südindien), Partnerschaftsvertrag mit dem ELM (1996)

Dez.1993 erste Pastorenkonferenz in der GSELM (E.H.Krause, B.Krause, H.Brünjes), Video-Film wird gedreht, außerdem Frauenkonferenz und Einweihung Hostel Kukunuru

1.April. 1994 offizieller Beginn von 6 Zentren "teachers for tribals"

März - April 1995 erste Jugendkonferenz GSELC mit ca. 2.000 Teilnehmenden in Kukunuru, 8 Delegierte aus Deutschland leitet H.Brünjes

Jan.1996 Frau Katakshamma Paul Raj wird zur Präsidentin gewählt, die Kirche in Kachavaram eingeweiht (H.Brünjes)

Mai 1996 Jugendbegegnung in Deutschland mit 8 TN aus Indien (Leitung Katakshamma Paul Raj)
Juli 1996 Beginn der Kontakte CVJM Eßlingen, Indienbesuch
1996: Der Inder Pastor P.Manoharan wird Asienreferent des ELM und sein Vorgänger, Dr. Grafe geht in den Ruhestand
27.10.1996 Frau Katakshamma Paul Raj wird zur ersten Bischöfin geweiht
(Delegierter Deutschland: E.H.Krause)

1997 Gründungsjahr Paul Raj Engeneering-College, Bhadrachalam

März 1997 Jugendbegegnung mit Musikgruppe in Indien (Leitung H.Brünjes)
12.Oktober 1997 Bischöfin Katakshamma Paul Raj stirbt in Eßlingen,
wird nach Indien überführt und dort beigesetzt (delegiert: E.H.Krause, G.Proß, M.Claus)
Nov.97 - März 98 Erster dienstlicher Aufenthalt des ELM-Pastors Uwe Hesses in der GSELC.

März-April 1998 25 Jähriges Bestehen wird gefeiert, weitere Pastoren und Diakone ordiniert u.a. Esther Rani zur Pastorin (Delegierte E.H.Krause, H.Brünjes)

November 1998 Erste Studien- und Erlebnisreise, öffentlich ausgeschrieben mit 7 Teiln. (Leitung H.Brünjes)

6. Januar 1999 Pastorin Esther Rani wird zur Präsidentin gewählt

Januar 2000 Jugendbegegnung Goslar in Indien (Leitung H.Brünjes), Partnerschafts-Sondierungsgespräche werden wegen Unstimmigkeiten über Anzahl und Zukunft der Kinderheime abgebrochen (E.H.Krause, H.Brünjes)

Frühjahr 2000 diverse Gespräche über Weiterführung der Partnerschaft.
Juni 2000 Gründung eines Arbeitskreises in Indien für die Bildungsprojekte (vom FMD gehören Marianne Claus und Ehepaar Mittmann dem AK an, die GSELC vertreten Abraham, Johnson und Philip). Die Arbeitsgruppe besucht alle Projekte und erstellt eine Prioritätenlisten mit einem dazugehörigen Budget.
September 2000 Marianne Claus (CVJM / Esslingen) beginnt 1jährigen Aufenthalt in der GSELC. Katastrophale Überschwemmung des Godavari. Mehr als 200.000 DM Spenden werden gegeben.
Oktober 2000 E.H.Krause besucht Gemeinden, überbringt Katastrophenhilfe und schult Pastoren, Esther Rani tritt aus persönlichen Gründen von der Präsidentschaft zurück und Paul Raj übernimmt wieder die Leitung. Zur Unterstützung von Marianne Clauss reisen Mittmann´s wieder in die GSELC und leiten die Arbeitsgruppe. Die Ausstattung in den Hostels wird verbessert. Die Kinder erhalten Schuluniformen.  

Juni 2001 Ehepaar Mittmannbesucht alle Projekte, verbessert die Infrastruktur mit Brunnen und Wasserfiltern und kürzt nach Überprüfungen das Budget für das Haushaltsjahr 2001-2002.

Oktober 2001 Eine 1. grosse Konsultation in Hermannsburg bringt die Partnerschaft voran. Aus Indien nehmen Paul Raj, Philip und Timothy daran teil. Zukünftig soll es jährliche Konsultationen geben.

Februar 2002: Ehepaar Mittmann deckt auf, dass Gelder aus dem TfT-Budget nicht zweckbestimmt verwendet wurden.


März 2002 Die 2. Mitarbeiterschulung der Jugendarbeit mit 140 TN findet in Dugutta statt. H.Brünjes und 2 Mitarbeiter gestalten große Teile des Programms.
Oktober 2002:  H. Mittmann leitet die Wiedereröffnung des Hostels in Sarapaka ein und erstellt das Budget für 2003-2004. 


November 2002 In Chennai und Bhadrachalam findet die 2.Konsultation statt. Dir. Lüdemann, Manoharan und E.H.Krause nehmen aus Deutschland daran teil. OLKR Peter Kollmar, Braunschweig besucht die GSELC. Zeitgleich sind H.Brünjes und 4 TN anlässlich der 3. Studien- und Erlebnisreise in der GSELC.
Ende 2002 Pastor Philip verlässt die Kirche, da ihm eine Zusammenbarbeit mit Paul Raj nicht mehr möglich ist. Etwa ein Jahr später gründet er in Kovvur die Emmanuel-Kirche.

Januar 2003 die GSELC wählt eine neue Leitung: Rev. Amos wird Präsident, Esther Rani Vizepräsidentin. E.H.Krause nimmt an der Convention teil.

April 2003 Paul Raj und Rev.Amos besuchen Deutschland. Amos wird als Präsident vorgestellt.
April 2003 Jugendkonferenz in Arukuru mit 1.500 TeilnehmerInnen (mit H.Brünjes)
Oktober 2003 Es kommt zu Problemen in der Kirchenleitung. Paul Raj erkennt die neue Leitung nicht mehr an. Es entstehen zwei Parteiungen in der Kirche. (E.H.Krause und P.Manoharan sind anwesend)

2004 Versöhnungsversuche: In London Treffen mit Paul Raj (E. Krause, H. Mittmann), in Chennai unter Leitung der UELCI (Krause), dann im Oktober in Chennai (E.H.Krause, H.Brünjes)

Juli 2005 Treffen mit Paul Raj in Frankfurt (E.Krause, H.Brünjes), Planung Runder Tisch

Oktober 2005: Ehepaar Mittmann, H.Brünjes und D.Pintatis in den Gemeinden. Der runde Tisch zur Versöhnung in Bangalore scheitert (E.Krause, H.Brünjes, Mittmanns). Mit der 5. Studienreise (5 TN) werden die Gemeinden der Amos-Gruppe besucht. Maßnahmen wegen der Bedrohung durch den Polavaram-Staudamm beginnen.

März/April 2006: Pastorentreffen auf Einladung der UELCI in Bangalore (H.Brünjes und E.Krause nehmen teil, Paul Raj kommt trotz Zusage nicht), Dorfbesuche im Süden durch H.Brünjes 

Juli 2006: Konsultation in Chennai mit GSELC-Executive, UELCI (Dr. Augustin), ELM (Manoharan, OLKR Kolmar, Herr Hampe), Vorlegen eines Reports über die Kirche.
August 2006: Schlimmste Überschwemmung am Godavari seit 1962, umfangreiche Hilfsmaßnahmen durch FMD, Landeskirche und ELM. 
September 2006: Besuche durch Jayapaul (Shalom-Foundation) in Kinderheimen. Ende Oktober berichtet er darüber während eines Deutschlandaufenthaltes.
Oktober 2006: Treffen der GSELC-MitarbeiterInnen mit ELM (Missionsdirektorin Helmer-Pham Xuan und Asienreferent Manoharan) in Chennai.
November 2006: Ehepaar Mittmann visitiert die TfT-Projekte und veranlasst den Bau diverser Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur (z.B. sanitäte Anlagen). Timothy, Chakaripalli, wird aus Lebensgefahr wegen nicht erkannter Malaria gerettet, weil Mittmanns ihn nach Hyderabad ins Apollo Hospital auf die Intensivstation bringen.
Jahreswechsel 2006/07: Weihnachtsbesuche in Gemeinden durch ehemalige Hausgemeindler (H.Brünjes), anschließend erste internationale Begegnung als Silvesterfreizeit in den Yellagiri-Bergen (ExHausgemeinde, GSELC Mitarbeiter und Shalom-Team mit je ca.11 Personen), dann Polavaram-Recherchen und erste Kontakte NGOs (Hermann + Jürgen Brünjes)

15.-18. Januar 2007: Delegiertenversammlung (E.Krause, H.Brünjes) in der GSELC, Nominierung und Wahl einer neuen Kirchenleitung unter Präsidentin Rev.Esher Rani. Rev.Philip wird FMD-Delegierter. 
1.-15. Mai 2007: Präsidentin Esther Rani und Rev.Philip besuchen Deutschland (4 außerdem eingeladene Gäste bekommen kein Visum). Verabredungen mit ELM/FMD über Kürzungen im Budget, Kirchenreform und rechtliche Absicherung.
13. Juni 2007: Convention der GSELC mit neuer Namensgebung (Good Shepherd Evang. Luth. Church). In Chennai T.N. wird eine Gesellschaft zur rechtlichen Absicherung eingetragen.
Juni/Juli 2007: Gemeindebesuche H.Brünjes und D.Pintatis, Mitarbeiterschulung Jugendarbeit.
Sommer 2007: Der ELM Asienreferent Pastor Manoharam wird Leiter des Gurukul-College in Chennai. Sein Nachfolger in Deutschland wird Pastor Helmut Grimmsmann, vorher in Südafrika.
September - November 2007: Hans Mittmann lebt im Office Ashwaro Peta, ordnet die Administration der GSELC, schult 2 Personen im Umgang mit dem PC in Word und Excel und einer einfachen Ein- und Ausgabenbuchhaltung.

Oktober-November 2007: Ehepaar Mittmann konzipiert einen Kirchen-Trust für die Absicherung von Kirchengrundstücken und lässt ihn in Borgampadu registrieren. Dann erwerben sie für die GSELC einen Steinbruch hinter dem Hostel in Sarapaka und lassen ihn im neuen Trust registrieren. Die Lizenz für den Abbau erhalten die armen Einwohner von Sarapaka. 35 Familien des Dorfes haben nun dauerhaft ein menschenwürdiges Einkommen. Saibabu wird zum Office-Leader ernannt. Die Kinder der Engl. Med. School erhalten eigenes Hostel mit Premkumar als Warden.

Oktober 2007: Studienreise "Gewinner und Verlierer der Globalisierung" mit 8 Teilnehmern unter der Leitung von H.Brünjes. Parallel werden Pastorentreffen durchgeführt (E.Krause).
Januar 2007: Gemeindebesuche, Mitarbeiterschulung Jugendarbeit (H.Brünjes, A.Heitmann), Konsultation GSELC, UELCI, ELM, FMD und Convention (Grimmsmann, Krause, Brünjes)

März/April 2008: H.Mittmann in der GSELC. Zur Schaffung von "local income" werden in Pastorentreffen vereinbart, dass jeder Pastor mtl. 10% seines Gehaltes opfert. Der Betrag wird abgezogen und nicht ausgezahlt. Gehalt bekommen nur Pastoren, deren Kirchen im Trust eingetragen sind, nachdem sie das neue Kirchenbuch mit allen Ein- und Ausgaben vorgelegt haben. Harte Verhandlungen mit Amos, K.Daniel und Timothy. Sie sträuben sich, die von Paul Raj auf ihren Namen eingetragenen Grundstücke im Kirchentrust zu registrieren.

April 2008: Wegen des Beschlusses, alle Ländereien im Tribaltrust einzutragen, kommt es zu neuen Spaltungen. Mitarbeiter um Timothy trennen sich von der Kirche. Das Kinderheim Chakkaripalli zieht aus den bisherigen Gebäuden aus und siedelt sich neu an.
Juni 2008: Ein Gruppenbesuch in Deutschland scheitert, weil die Visa vom deutschen Konsulat nicht bewilligt werden. Nur Esther Rani und Rev. Philip können kommen.
Juli 2008: Besuch H. Brünjes in Indien, Neubeginn Chakkaripalli Hostel, 40 Häuser des niedergebrannten Dorfes Kollapadu werden neu errichtet. Das Projekt „seek the lost“ wird begonnen, die Geschichte als „Coconut“ dargestellt.
Aug. / Sep. 2008: Besuch E. Krause in Indien, Pastorenschulung in Arukuru, Arbeit an der Kirchenstruktur
Oktober 2008: Besuch Präsidentin Esther Rani und Generalsekretär N.Daniel in Deutschland. Konferenz der Partnerkirche des ELM in Hermannsburg und Gemeindebesuche (Ostfriesland, Bremen).

November 2008:  Ehepaar Mittmann schließt mit dem Grundstückseigentümer von Gullavai einen langfristigen Mietvertrag für die Kinder von Chakaripalli und leitet die Reparatur der Gebäude, den Bau von Sanitär-Anlagen und den Bau eines Frischwasserbrunnens mit Pumpe. Nach schwierigen Verhandlungen mit den Pastoren sind jetzt alle Hostel, bis auf Chakaripalli, im Trust eingetragen. Erst Jahre später erfahren wir, dass Amos uns und die GSELC betrogen hat und die Nr. des wertlosen Nachbargrundstückes registrieren ließ.

Januar 2009: 10.-12.1. Jugendleiterschulung Vinnayakapuram (410 TN,  Brünjes), 16.1.Kirchentag mit Störung durch fundamentalistische Hindus (4.500 Teilnehmer, Krause, Brünjes), 17.1.Convention ( H.Grimmsmann, Brünjes, Krause).

Juli 2009: Streitigkeiten in der Leiterschaft erfordern einen Vermittlungsbesuch E.Krauses
Oktober 2009: Studienreise mit 10 Teilnehmern unter Leitung von H.Brünjes (Delhi, Taj Mahal, Hyderabad, GSELC, Shalom, Bangalore) Dürrehilfe für 300 Familien wird initiiert.
November 2009: Mittmanns begleiten weiter die Kinderheime und Administration. Diesmal ziehen sie zur Buchführung einen externen Buchhalter dazu. Er soll Saibabu trainieren, mit einem von der Regierung anerkannten Buchhaltungsprogramm zu arbeiten. Gemeinsam mit E.Krause führen sie Gespräche über die Zukunft der Kirche und deren Struktur. E.Krause führt Gespräche über die Zukunft der Kirche und deren Struktur.

8. - 10. Januar 2010: Jugendfestival in Vasanthavada mit ca. 500 Teilnehmenden. Prediger: H.Brünjes, Gloria (ACTC), Miriam, Rev. Jayapaul. Thema: "Life is beautiful!"

15. - 17. Januar 2010: Convention (Synode) erstmals mit Delegierten von 10 neu eingeteilten Kirchenregionen. (Gäste: Krause, Brünjes). Anschließend diskutiert E.Krause mit den Mitarbeitern der GSELC die Überlegungen zur Kirchenstruktur, Altersversorgung, finanzielle Selbstständigkeit der GSELC, Berufsbild. All diese Themen prägen auch die Synode.
Januar 2010: H.Brünjes besucht das abgebrannte Kinderheim Koyda und leitet nach Abstimmung mit den Eltern den Wiederaufbau ein. Am 14.1. besuchen E.Krause und H.Brünjes den schwer erkrankten Paul Raj in Bhadrachalam. Der will zwar, dass sich die Gruppen aufeinander zubewegen - scheint dafür jedoch nichts zu tun oder hat dazu nicht mehr die Authorität. Ende des Monats besucht H.Grimmsmann (ELM) die Kirche und informiert sich über die inzwischen gut organisierte Administration.
24.3. – 13.4.2010: Hans Mittmann in Indien. Er stellt seinen Entwurf eines Rentensystems vor, welches mit der Bezahlung der Pastorengehälter verbunden ist und eine Eigenbeteiligung von 10 % des Gehaltes erfordert. Das soll in den nächsten 10 Jahren durch die Kürzung der humanitären Hilfe um 10% vom jetzigen Betrag erreicht werden. Das Hostel Koyda wird nach Plänen und Begleitung durch H.Mittmann wieder neu aufgebaut. Durch Verhandlungen mit den örtlichen Politikern und dem Landtagsabgeordneten erreicht er, dass das Hostel von Kukunuru zum Schulbeginn wieder der Good Shepherd zurück gegeben wird.

April 2010 Delegierte der Shalom-Foundation fertigen einen Report über die Hostelarbeit TfT. Außerdem läuft in Vijayavada die 2. Schulung der Wardens und einiger Lehrer. Der Generalsekretär N.Daniel hat einen Motorradunfall, den er mit schwerer Verletzung übersteht.
Juni/Juli 2010: Die Regierung übergibt das Kinderheim in Kukunuru der Good Shepherd. Die Gruppe um Paul Raj und K.Abraham bekommen Schwierigkeiten mit dem Finanzamt. Pastoren der Gruppe um Rev.Johnson bekommen keine Gehälter mehr. Der Sohn Paul Raj, Dschinni (Sekretär des Engeneering-Colleges, Bhadrachalam) prozessiert gegen seinen Vater und stellt sich auf die Seite der mißachteten Pastoren. Eine Menschenrechtsorganisation in Hyderabad wird angerufen und ermittelt gegen Paul Raj und K.Abraham.
20.07. - 10.08.2010: Die Präsidentin Esther Rani und der Vizepräsident G.Paul Raj kommen nach Deutschland. Aufnahme in den Lutherischen Weltbund und Besuch der Generalversammlung des Luth. Weltbundes in Stuttgart, dann sind sie bei der Nachbereitung der Versammlung durch das ELM, danach im AK Weltmission und in Fördergemeinden.
Ehepaar Mittmann sorgt für die Renovierung von Kukunuru; Serapaka und  Arukuru. In Yedavalli pachten sie für die Kirche langfristig ein Grundstück und errichten einen Neubau. G.K.Padu erhält einen Küchenanbau. Gemeinsam mit E.Krause erreichen sie, dass die MitarbeiterInnen nach zum Teil kontroversen Diskussionen den Reformvorschlägen für die Struktur und deren Finanzierung zustimmen. Das bedeutet: die jährliche Kürzung der Humanitarian Help um 10% wird mit Beginn des neuen Haushaltsjahres umgesetzt.

15.-31.10.2010: Partnerschaftsreise des KKrs. Rhauderfehn/Ostfriesland. H.Brünjes begleitet 9 Delegierte in die GSELC. Fast 100 Taufen. Erstes Bewerbungsgespräch für einen Direktor of TfT-Programm. 

10.-12.01.2011: Jugendleiterschulung in Kukunuru mit 270 MitarbeiterInnen aus 48 Dörfern. H.Brünjes gibt Impuls zu neuem Programm der Jugend. Unter Teachers for Tribals wird es installiert: Study-Groups - Hausaufgabenhilfe in Kirchdörfern.

16.-17.01.2011: Convention mit Wahlen. Präsident wird Pastor John Kant, Generalsekretär Saibabu (geheime Wahlen). Eine neue Executive wird gewählt, N.Daniel zum Treasurer berufen. Esther Rani bleibt als "Founder-Präsident der Good Shepherd" im Executive. Beschlossen werden u.a. Sozialtrust für Absicherung von Mitarbeitern, System für Umgang mit Eigenmitteln, Direktor für TfT. Anwesend: Krause, Grimmsmann, Brünjes, Dr.Augustin (UELCI) und Dr.David Raju.
Februar 2011: Dr.David Raju übernimmt die Aufgabe des Direktors von TfT auf Honorarbasis. Der Warden Prämkumar wird sein Assistent.
März 2011: H. Mittmann weist David Raju in seine Aufgaben ein und gründet einen Trust, welcher den Pensionsfond für die Mitarbeiter der GSELC verwalten wird. Er stellt der Pastorenkonferenz die von ihm ausgearbeiteten Änderungsvorschläge für die Constitution und den Bylaws vor und erläutert und diskutiert mit ihnen die Einzelheiten. 


März 2011 Beginn des TfT-Programms: Study-Groups in 17 Dörfern mit 48 jugendlichen MitarbeiterInnen. Im Executive und zwei Pastorenkonferenzen diskutiert H. Mittmann die Constitution und ByLaws mit den neuen Strukturen.
20.5.2011 Paul Raj stirbt, wird wenig später neben seiner Ehefrau Katakshamma auf dem Gelände der Alina-School in Bhadrachalam beigesetzt.
Oktober 2011 Studienreise (Leitung H.Brünjes). Eckard Krause und Hans Mittmann diskutieren in 5 Regionaltreffen mit den Gemeinden und Pastoren die neuen Strukturen und die Steigerung des Kircheneinkommens. 

11.10. - 08.11.2011: Ehepaar Mittmann veranlasst und leitet Renovierungen in den Hostels und den Küchenanbau in Vinayakapuram und kümmert sich um David Raju. Gemeinsam mit E. Krause stellen sie in 4 Regionaltreffen allen Pastoren, Kirchenältesten, Vorständen und Delegierten die neue Kirchen- und Gehaltsstruktur vor.

Januar 2012: Jugendleiterschulung (250 TN/Delegierter Brünjes), weitere Study-Groups in Dörfern (insgesamt 21), Convention (Krause, Brünjes), Erstes Gespräch seit Jahren mit K.Abraham

Jan/Feb 2012 Besuch H.Mittmann, Kritik an Hostelführung und Administration. Neben den Unregelmäßigkeiten bei den Finanzen und Kinderzahlen in den Hostels deckt er eine enorme Veruntreuung beim Buffalo-Programm der UELCI auf.


Juli 2012: H. Mittmann wird während des Besuches in Indien krank und wird nach dem Krankenhausaufenthalt zurück geflogen. E. Krause und H.Brünjes kümmern sich um die Neuordnung der TfT Arbeit und ernennen die neue TfT-Leitung: Direktor: Siva Kumari , Assistenten: Prasad und Srinivasa. Nach intensiven Verhandlungen schließen sie mit der GSELC die schriftliche Vereinbarung über TfT „in der Kirche aber nicht unter ihr“.


24.9. - 3.10.2012: Besuch von Präsident John Kant und Saibaba auf Einladung vom ELM. Mitteilung des AK Weltmission über Begleitung der GSELC durch Kommitee Rev. Philip
20.10. - 3.11.2012: Studienreise (E.Krause, 6 TN), E. Krause bleibt länger zur Klärung von Unstimmigkeiten.

25. - 27.1.2013: Jugendtreffen mit 230 Jugendlichen in V.R.Puram (vom FMD H.Brünjes, D.Pintatis, A,Tuttas).

27. - 29.1.2013: Convention mit Delegierten der UELCI, vom FMD E.Krause, Ehepaar Mittmann. Ergänzungswahlen Kirchenleitung, Ordination von Pastorin Gloria und Hannah und Pastor Isaak. Beschluss Convention zu TfT-Direktoren und Vereinbarungen mit FMD.
Februar 2013: Nach langer, schwieriger Verhandlung gelingt es Mittmanns die 1 Million Rupies des Rentenfonds von der UELCI für die Unterhaltung der Hostels in den kommenden 3 Monaten zurück zu erhalten.

April 2013: K. Abraham beansprucht Hostel Kukunuru und legt Gerichtbescheid vor. Durch Einspruch und ständige Präsenz kann eine Übernahme verhindert werden. Ein Sommercamp mit 30 Kindern wird durchgeführt.
9. - 24.6.2013 Gäste in Ostfriesland: Anlässlich 25Jährigem Jubiläum sind JohnKant, Saibabu und Rev. Philip zu Gast. Außerdem: Gespräche wegen Partnerschaft und Hermannsburger Missionsfest.
18.6.2013 Sitzung AK-Weltmission. Rev. Philip wird TfT-Direktor, die 3 vorigen Direktoren wegen Unvermögen entlassen.
Juli 2013 Schwere Überschwemmungen. FMD leistet Hilfe.
5.7.2013 ELM beendet Zusammenarbeit mit FMD. Die Partnerschaft ELM / GSELC wird weiter geführt. 
Sep. / Okt. 2013: Besuch A.Viebrock, J.Kühn und E.Krause mit Ziel, K.Abraham für friedliche Zusammenarbeit zu gewinnen. Leider erfolglos.
Oktober bis Januar: H. Mittmann überprüft eingehend die Abrechnungen und Belege der Fluthilfe. Er ist sich sicher: Sie wurde manipuliert. Ein schwerer Missbrauch trotz bestehender Vertrauenskrise in der Partnerschaft.

18. - 29.11.2013: Besuch Rev. Philip auf Einladung des AK. Absprachen und Training zur Finanzverwaltung. 20.11. AK Weltmission mit Vereinbarungen der Zusammenarbeit mit Emmanuel Church (z.B. Geldtransfer).

5. - 20.1.2014: Reise H. Brünjes, F. Schirmer. Jugendkonferenz G.K.Padu mit 300 TN, neue Study-Groups (jetzt 20 Dörfer)

24.1.2014: Eine Convention platzt. Neues Machtgerangel entsteht. Eine Gruppe (zunächst 8 Pers.) um K.Daniel spaltet sich ab. 
Febr. / März 2014: Die UELCI verweigert die Zusammenarbeit mit Philip. Leider hält auch Rev. S.Philip Verabredungen nicht ein. Es werden keine Gelder für die Administration der Kirche mehr überwiesen, weil Abrechnungen fehlen bzw. nicht akzeptabel sind. Kircheninternes Machtgerangel (auch unter Beteiligung der UELCI) zerstören Zusammenarbeit und Vertrauen vollends.
5.4.2014 AK Weltmission: Es wird ein Moratorium für 1 Jahr beschlossen und alle Zahlungen des FMD eingestellt.
3. - 10.5.2014 Einführung Moratorium: E.Krause, E.Pollmann und H.Brünjes reisen nach Indien. 5.5.2014 das Konto bei der UELCI wird aufgelöst, das restliche Geld zur GSELC transferiert. 7.5.2014 Mitarbeitertreffen Kukunuru. Moratoriums-Brief in Telugu wird übergeben, die Wardens bekommen soziale Absicherung. Parallel demonstrieren 18 Pastoren der Abraham-Gruppe und besetzen am Abend Hostel Kukunuru. Das Treffen wird aus Sicherheitsgründen überstürzt beendet.
30.5.2014 AK Weltmission: Der Kirchenkreis Rhauderfehn hat eine eigene Partnerschaft mit der GSELC. Nun beschließen die ostfriesischen Geschwister, drei Hostel für Kinder, die nicht untergebracht werden konnten, weiterzuführen. Die Gelder laufen über Emmanuel-Church und werden vom Sozialarbeiter Krishna, der die Interimszeit begleitet, verwaltet.                              

6.6.2014 Die Freunde in Deutschland werden durch einen Brief und in weiteren Veröffentlichungen informiert und gebeten, trotz des Moratoriums zur GSELC zu stehen.
7.7.2014: Die alte Kirchenleitung mit John Kanth, die Mehrheit des Exekutive und viele Pastoren (insgesamt 26) sprechen sich für die weitere Zusammenarbeit mit dem FMD und der Weiterführung der 3 Hostels mit Krishna als Direktor aus. Der Besuch der Ostfriesen im Oktober wird von der Kirchenleitung begrüßt. Nur die starke Gruppe um K.Daniel ist strikt dagegen.
25.10.-10.11.2014 Die Ostfriesen-Reise mit 10 Personen, wegen der starken Polarisierung der Gruppen im Vorfeld in Frage gestellt, findet nach offizieller Einladung statt. Die K.Daniel-Gruppe lehnt Begegnungen ab und es werden nur Gemeinden der J.Kant/Saibabu- Gruppe und die Hostel besucht.

14.1.2015 s.g. Convention Sarapaka. 7 Mitglieder der Executive treten zurück, laufen zu K.Daniel über. Diese Gruppe wählt wieder offen K.Daniel zum Präsidenten und eine neues Exekutive. Die alte Leitung um John Kant ist isoliert, aber nicht bereit, wegen des erneuten Putschversuches zurückzutreten. Der AK Weltmission beschließt, weiterhin mit der 2013 nach Wahllisten gewählten Leitung zu korrespondieren, die zur Macht geputschte Leitung nicht anzuerkennen und besteht auf einer demokratisch gewählten Führung. Die UELCI wird einbezogen. Es gibt Streit zwischen Dr. Augustine und John Kant. E.Krause bietet Sondierungsgespräche während einer Privatreise an. Der AK setzt Konditionen. Es wird nach Hin und Her ein Treffen in Hyderabad verabredet.
18.3.2015 Peacetalks ACTC Hyderabad. Aus jeder Gruppe nehmen 5 Delegierte teil, dazu E.Krause und H.Brünjes vom FMD. Mediator ist Dr. Emmanuel, Principal ACTC. Es kommt zu einer Einigung auf das Papier des AK Weltmission hin und dem Beschluss, eine Convention mit Neuwahlen durchzuführen. Beide Gruppen sollen mit Leitungsplätzen vertreten sein.
20. - 26.3.2015 Evaluierung Bildungssituation durch H.Brünjes in 20 Dörfern, Gemeindebesuche. Es wird erreicht, dass auch Gemeinden der K.Daniel-Gruppe besucht werden, darunter die Studygroups. Spaltung und Isolation der alten Leiter sind deutlich spürbar, die alte Leitung soll um jeden Preis abgesetzt werden. Gleichzeitig besteht diese auf ihrem demokratischen Mandat und will auf keinen Fall weichen. Der von H.Brünjes vorliegende Bildungsbericht macht Empfehlungen für die Weiterarbeit und schlägt deutliche Veränderungen vor.
27.3.2015 Sonder-Convention in Vinnayakapuram unter der Leitung von Dr. Emmanuel. Dank seiner Pendeldiplomatie sieht es zunächst nach gelingenden Neuwahlen aus – dann zeigt sich, dass beide Gruppen nicht zu Kompromissen bereit sind. Es kommt zum Eklat mit Schlägerei. Die John Kant-Gruppe verlässt den Ort. Die FMD-Delegierten (Krause, Brünjes) und der Mediator reisen ab, da sie bei Wahlen nicht parteiisch werden wollen. Die viel größere Fraktion von K.Daniel wählt im Beisein von Founder President Esther Rani in offener Wahl K.Daniel erneut zum Präsidenten. Im Anschluss wird K.Daniel von Esther eingesegnet. Diese "Wahl" wird von uns ebenfalls nicht akzeptiert.
20.4.2015: AK Weltmission beschließt, sich nicht mehr am Friedensprozess der Gruppen zu beteiligen und verweist diese auf die UELCI. Gleichzeitig bieten Ostfriesland und Elstorf an, das Hostel G.K.Padu wieder zu eröffnen und sich um die Mitarbeiterkinder inkl. der Eng.Medium Schüler zu kümmern. In der GSELC wird dies zwar von der John Kant-Gruppe positiv aufgenommen, die K.Daniel- Fraktion jedoch will nur zustimmen, wenn TfT wieder in die Verwaltung der Kirche kommt. Der AK besteht eindeutig auf die Einhaltung der Vereinbarung vom August 2012: „In aber nicht unter“ der Kirche und mit Leitung von Sozialarbeiter Mr. Krishna.
April 2015: K.Daniel versucht erfolglos, mit einer Gruppe von Pastoren einige Kirchen und die von den Ostfriesen geförderten Hostel zu besetzen. Nur mit Hilfe der Polizei und der örtlichen Gemeinden kann dieses verhindert werden. Um den Geldtransfer für die Hostels zu unterbinden, bedrohen sie auch Rev. Philip, Kovvur. Die Spaltung des Kirchengebietes in Telangana und Andhra Pradesh kompliziert den Geldtransfer zusätzlich.
Mai 2015: E.Krause schreibt im Auftrag des AK-Weltmission mehrfach an die Gruppen in der GSELC und fordert sie auf, die Hilfe der UELCI in Anspruch zu nehmen. Der AK sieht darin die einzige Möglichkeit, den Streit und die Machtkämpfe in der GSELC zu beenden; sonst wird der FMD die finanzielle Partnerschaft beenden.
Juni 2015: Georg Collmann bietet der GSELC an, außer Serapaka und Vinnayakapuram auch das Hostel in G.K.Padu mit zu verantworten und darüber hinaus auch den Mitarbeiterkindern gegen Nachweis der Kosten den Besuch einer English Medium School zu ermöglichen. Die Finanzierung wurde vorher im AK beschlossen und geht finanziell nicht zu Lasten der Ostfriesen (G.K.Padu wird von den Gemeinden Elstorf/Moisburg finanziert.)
12.6.2015 Der Kirchenkreis Rhauderfehn und ELM beschließen, in Sachen Hostel-Förderung zukünftig zusammen zu arbeiten. Ute Penzel wird gebeten, bei ihrem nächsten Indienaufenthalt auch die GSELC zu besuchen, sich einen Überblick zu verschaffen und danach konkrete Vorschläge zu machen.
15.6.2015 Vereinbarung der Fraktionen unter Leitung der UELCI in Chennai. Man bildet ein Komitee als Interimsleitung. Beide Gruppen stellen 4 Mitglieder, den Vorsitz hat Dr.Augustine. Dieses Komitee übernimmt die Leitung der Kirche bis zur Convention im Januar und bereitet diese mit demokratischen Wahlen vor. Es folgt intensiver Schriftverkehr zu von Dr. Augustine unterstützten Forderungen nach finanzieller Unterstützung und TfT unter kirchlicher Administration. Der AK Weltmission lehnt dies deutlich und kategorisch ab.
23.6.2015 Georg Collmann schreibt an die GSELC und die UELCI deutlich, unter welchen Konditionen die Förderung der Mitarbeiterkinder wieder aufgenommen werden kann. Interims-Leitung und Pastoren beschließen auf Pastoren/Mitarbeitertreffen in Sarapaka entgegen aller klaren Statements des FMD, dass sie TfT wieder selbst kontrollieren wollen, Finanzen selbst verwalten, pauschale Stipendien für Mitarbeiterkinder haben wollen und die Wiederaufnahme der Zuschüsse zu den Gehältern verlangen. Sollte dies nicht geschehen, soll die Interims-Leitung nicht anerkannt werden.
26.6.2015 AK Weltmission. Es wird auf die Beschlüsse in Indien sofort reagiert und ein Ende der Partnerschaft zum 30.6.2015 angekündigt, falls es bei dem o.g. Beschluss bleibt.
In Indien verfestigen sich die Lager. Die offizielle Kirchenleitung garantiert den Fortgang von TfT und bittet um Aufschub. Nach und nach scheint es zu gelingen, die zum Teil nicht informierten Pastoren zu mobilisieren.
September 2015. Die GSELC lenkt ein. Das Vermittlungsgremium schickt eine Liste jener, die weitermachen wollen. Es fehlen viele der Mitarbeiter darauf – und somit auch Gemeinden. Es ist deutlich: Die Gräben zwischen den Fronten sind tief. Die K.Daniel-Gruppe arbeitet offenbar mit einem Pastor der AELC aus Rajamundhri zusammen, der auch Sponsoring für Pastorenkinder betreibt. Vermutlich auch deshalb gibt es keinen konkreten Antrag auf Stipendien für die in Aussicht gestellte Hilfe für Mitarbeiterkinder.
Oktober 2015. Ute Penzel (ELM) hat die Hostel besucht und einen Report darüber gemacht. Am 7.1.2016 soll auf Grund der modifizierten Liste von 2013 unter der Begleitung der UELCI gewählt werden. Den Antrag, für die Convention Geld zu geben, lehnt der FMD ab. Noch bis Ende des Jahres ist wegen diverser Reibereien der Gruppierungen fraglich, ob es zur Convention kommt.

7. Januar 2016 Im fernen Rajamundhri wird gewählt. 2 Beobachter der UELCI sind dabei, dennoch sind es keine geheimen Wahlen. K.Daniel wird Präsident, John Kant, Saibabu und Philip sind in der Exekutive. Beide Gruppen sind also vertreten. Die AK Exekutive empfiehlt, die Leitung anzuerkennen, wenn andere Kirchen und die UELCI dieses vorab tun. Sozialarbeiter Krishna wird als TfT-Direktor entlassen, da er unter Druck Geld aus TfT für die Convention herausgegeben hat. Ein Brief mit Gratulation vom AK wird abgeschickt und dem Angebot über die Zukunft zu reden, wenn TfT-Vereinbarung von 2012 ("in, nicht unter der Kirche") akzeptiert wird. Dazu ist die Exekutive nicht bereit und lehnt es mehrfach ab. Erst am 31.1. lenken sie per mail ein, betrachten das aber als ein Entgegenkommen ihrerseits und erwarten, dass der FMD bereit ist, über die Wiederaufnahme der "humanitären Hilfe" (= Gehaltszuschuss mit Mitarbeitende), Förderung der English-Medium-Schüler und Studenten, sowie die Finanzierung der Kirchenadministration zu verhandeln.
10. Februar 2016 AK Weltmission. Wieder ist die Kirchenleitung umgeschwenkt: Es liegt das Protokoll vom 8.2. vor. Die GSELC-Führung wird von der UELCI anerkannt. GSELC-Leitung und UELCI haben gemeinsam getagt und beschlossen, dass ab sofort alles über die UELCI abgewickelt werden soll und nur die Kirchenleitung der GSELC das Recht hat, Finanzen und Projekte zu verwalten. Somit hat die Kirchenleitung sich gegen die vom FMD geforderten Konditionen gestellt und will die Vereinbarungen von 2012 nicht einhalten.
Der AK beschließt einstimmig, dem FMD e.V. zu empfehlen, die finanzielle Partnerschaft zu beenden. Dies wird der GSELC umgehend mitgeteilt. Es kommen diverse Bittbriefe, den Beschluss rückgängig zu machen. Es wird schnell deutlich, dass die Beschlüsse ohne Kenntnis der meisten Pastoren gefallen sind und auch nur Teile der Exekutive daran beteiligt sind.
Der Kirchenkreis Rhauderfehn wird am selbst entscheiden, ob er die Hostel eigenständig weiterführt.
5. März 2016. Der FMD e.V. beschließt das Ende der finanziellen Partnerschaft.
Eine geistliche Partnerschaft mit Gebet, Informationen, Besuchen und punktueller Unterstützung von Mission und Gemeindeentwicklung wird der GSELC angeboten.
16. März 2016. Der Missionsausschuss im Kirchenkreis Rhauderfehn beschließt die Weiterführung der Hostel Serapaka, Vinnayakapuram und G.K.Padu. Yedavalli soll wiedereröffnet werden, wenn die GSELC es wünscht. Alle Gelder werden über das ELM und von dort über die UELCI zur GSELC transferiert. Begleitet wird die Arbeit vor Ort vom ELM.
5. Oktober 2016. Der AK Weltmission diskutiert weiteren Umgang mit der GSELC. Eine Reise von H.Brünjes kann erfolgen, wenn diese gänzlich ohne finanzielles Engagement in der GSELC erfolgt und die Weiterführung G.K.Padu mit altem Budget akzeptiert wird. Beide Konditionen werden nach Zögern akzeptiert.

4. – 20. Januar 2017. H.Brünjes und D.Pintatis mit zwei ExHGlern (Linda und Annika) reisen in die GSELC. Geistliche Partnerschaft soll definiert werden. D.Pintatis besucht das G.K.Padu-Hostel. Ein Jugendtreffen in Sandragunta wird in Eigenregie durchgeführt, finanziert durch den zur GSELC zurückgekehrten ehemaligen Präsidenten Rev. Amos.
Ein Ergebnis der Reise: Die geistliche Partnerschaft soll weitergehen. Am 9.2. beschließt der AK Weltmission darüber hinaus die Förderung von Projekten der Shalom-Foundation.
4. - 21.Oktober 2017 Im Rahmen der Studien- und Erlebnisreise besucht eine Gruppe von 13 Erwachsenen unter Leitung von H.Brünjes für 5 Tage die GSELC. Die Kirchenleitung bemüht sich weiter um Integration bisher distanzierter Pastoren. Die Umsiedlungen durch das Polavaram-Projekt bedrohen immer mehr die Existenz von Gemeinden, Pastoren und Kirche. 

23. - 28.Oktober 2017. Eckard und Torsten Krause besuchen viele Gemeinden und nehmen in Regulapadu am Kirchentag 500 Jahre Reformation teil. 700 Teilnehmer sind dabei. Toschi, der vor langer Zeit ein Jahr in der GSELC gelebt hat und seitdem nicht dort war und ebenfalls E.Krause, waren von der gesitlichen Kraft der Kirche beeindruckt.                                                   

24.11.2017. Der AK Weltmission beschließt, die Lifetrainees der Shalom-Foundation finanziell zu unterstützen, soweit möglich. In der GSELC soll die Jugendkonferenz im Januar 2018 durch Besuch und Zuschuss gefördert werden.

5.-21.1.2018. D.Pintatis und H.Brünjes besuchen GSELC und Shalom. Das Hostel G.K.Padu läuft nach Eindruck D.Pintatis gut. Serapaka wird als voll besetzt vorgeführt, es gibt Streit wegen dieses Fakes. Die Jugendkonferenz in Nandipadu mit max. 400 Besuchern ist erfolgreich, jedoch mit nur einer  Übernachtung zu kurz. Über Rev. Philip bitten 50 Pastoren aus Odisha um Hilfe. Außer einer Spende für jede Familie kann der FMD leider nichts tun, außer Partner in Indien zu suchen.

7.4.2018. Der AK beschließt, die GSELC mit einem Blockgrant für Gemeinde- und Missionsarbeit jährlich zu fördern. April bis Juli läuft ein Hilfsprojekt für Polavaram-Opfer. Es wird von SEEWA (Krishnas NGO) durchgeführt. Gearbeitet wird in 20 Orten mit 2.028 Familien.                               

7.8.2018. Durch einen Rundbeschluss des AK wird die 2.Phase der Polavaram-Hilfe eingeleitet. 2019 folgt noch eine 3. Phase.  

August 2018. In Kerala gibt es einen Jahrhundertmonsun mit über 400 Toten. A.P. und Telangana sind auch, jedoch weniger betroffen. Der Staudamm der Patwagu läuft über. 7 Dörfer (darunter Kammarigudem) werden überschwemmt. Die Regierung entschädigt für Land und Häuser. Die GSELC und SEEWA (Krishna) leisten Soforthilfe. 

28. - 31.10.2018. Im Rahmen der Studienreise besuchen E.Krause und H.Brünjes die GSELC. 25 Evangelisten werden in G.K.Padu als „Diakone“ ordiniert. So haben sie einen offiziellen Status auch gegenüber anderen Kirchen. Die Kirchenleitung leidet unter Gerüchten über illegale Geldzuwendungen. Sie steht unter Druck, die Kontakte mit dem FMD gegenüber der UELCI, aber auch eigenen Pastoren, zu begründen. Deshalb beschließen die Officers, das Polavaram-Hilfsprojekt (über SEEWA), die externe Ausbildung von 7 Pastoren (über ACTC) und den Besuch einer FMD-Gruppe im Feb. 2019 auszusetzen.

26.2.2019. Die Kirchenleitung kommt mit President und drei Delegierten nach Chennai und trifft auf Arne Hildebrand, Sven Kahrs und Hermann Brünjes. Die Verstimmung über die Absage des Besuches der Ex-HG-Gruppe (12.-28.2. in Indien) ist groß und man will die Wogen glätten. Die weitere geistliche Partnerschaft wird vereinbart. Im Anschluss arbeitet der AK Weltmission eine Vereinbarung aus, die GSELC berät darüber und im Januar 2020 soll sie unterzeichnet werden.   

Sommer 2019. Das Polavaram-Hilfsprojekt wird nach der 3. Phase abgeschlossen. Ein Hilfsprojekt für eine Überschwemmung wird durchgeführt – beides durch SEEWA in Kooperation mit GSELC. Auch die 6 ACTC-Studenten werden angemeldet.

7.1.2020  Es wird eine neue Executive berufen und Officers gewählt. Zunächst soll die Jugend einbezogen werden, dann schwenkt man um und bindet die Opposition ein. Das Ziel für die nächsten Jahre: Einheit der Kirche. Danach soll die Jugend übernehmen (Naveen, Ratna Kumari u.a.) 

19.01.2020 Die Vereinbarung einer geistlichen Partnerschaft wird unterschrieben 

16. - 31.1.2020 Eine FMD-Delegation besucht Gemeinden (E. Krause, H.Brünjes, A.Hildebrand, E.Pollmann). In Kovvur gibt es eine Begegnung mit der Fischergemeinde. Bei Shalom werden Verabredungen zur vertieften Partnerschaft mit der Hausgemeinde vereinbart.

April bis September 2020: Die Corona-Pandemie trifft Indien hart. Im Juni rückt das Land mit über 10.000 Toten an 3. Stelle nach USA und Brasilien. Kulis und Tagelöhner sind von heute auf morgen arbeitslos. Die Pastoren haben kein Einkommen mehr durch Kollekten, da alle Veranstaltungen ausfallen. Der FMD setzt Zeichen der Verbundenheit durch Hilfen in der GSELC (durch SEEWA/Krishna), durch Shalom und durch Emmanuel in Odisha (Rev. Philip). Während eines weiteren Lockdown im Stammesgebiet im August hilft der FMD ein zweites Mal. Jetzt verzeichnet Indien bereits 66.333 Tote und täglich werden es mehr.

15.7.2020: Die Umsiedlung wegen Polavaram beginnt im Velerupadu Mandal mit 15 Dörfern. Die Gemeinden werden zerrissen. Trotz der Pandemie werden 7.000 Familien in große Siedlungen (Townships) umgesiedelt. Weitere Dörfer südlich der Godavari folgen. Die GSELC ist mit 1.626 Familien aus 24 Dörfern betroffen. Außer der Unterstützung der Deportierten ist eine Neuordnung der gesamten Kirche erforderlich.

17.8.2020: Die Godavari überschwemmt unzählige Dörfer. Der FMD startet eine Hilfsaktion und schickt 7.000 € an SEWAA, die NGO von Krishna Rao. 815 Familien in 31 Dörfern profitieren davon. Leider verursacht die Verteilung der Hilfe wieder Streit unter den Gruppen in der GSELC.

31.8.2020: Die GSELC registriert sich in Kothagudem als Trust (Verein/NGO). Dies entlastet die Leitung. Man muss jetzt nicht mehr ständig nach Chennai fahren und kann mit den Behörden in Telugu kommunizieren.

3.2.2021: Convention der GSELC in Vinnayakapuram soll Probleme klären, endet jedoch in einem Gruppen-Streit ohne Ergebnisse. Die Kirche ist leider wieder zerstritten. Unter Begleitung der UELCI wird um Einheit gerungen.

19.04.2021: President Rev. K.Daniel verstirbt mit 56 Jahren an Herzinfarkt. Die Executive übergibt S.Paul Raj bis zur nächsten Convention die Leitung.

April-Juni 2021: Schwere Corona-Pandemie in Indien. Auch Pastoren der GSELC werden krank, einige Mitarbeitende und Gemeindeglieder sterben, darunter Evangelist Chilakarao aus Chiravalli.

Juni 2021: Erste Umsiedlungen beginnen in Gemeinden der Region Koyda. Wegen staatlicher Regeln (neues Konto in Dehli, Überpfrüfung der FCRA) können Hilfen nicht transferiert werden.

29.06.2021: Der Mitbegründer Poshn Rao, Pastor i.R. und zuletzt wohnhaft in Bhadrachalam,  verstirbt ebenfalls an Corona.

06.2021 Die externen Studenten im ACTC konnten wegen Corona nur Teile ihres Studiums machen. Vier weitere Kandidaten werden von der GSELC benannt. 21/22 machen nun 10 ihre externe theologische Ausbildung.

8.7.2021 Rev. S. Paul Raj, Pastor aus Manguvai, wird während einer Convention als neuer Präsident gewählt. Die 87 Delegierten bestätigen ihre gesamte Kirchenleitung und beschließen, dass deren Amtszeit bis zum 7.1.2024 besteht. Die rivalisierenden Gruppen in der Leitung vereinen sich und wollen gemeinsam die großen Aufgaben bewältigen (Umsiedlung, Corona).

13.8.2021 Rev. Philips Frau Jyothi verstirbt nach langem Krebsleiden, währenddessen der FMD (durch Fam. Viebrock) deren medizinische Behandlung unterstützte. Die GSELC-Leitung kondoliert und eine neue Zusammenarbeit entsteht. Rev. Philip bietet der GSELC an, ausländische Gelder für Hilfsprojekte über seine NGO „Emmanuel Ministries“ zu transferieren.

10.2021 Die ersten Umsiedlungen wegen des Staudamms beginnen, obwohl viele der Siedlungen nicht fertig sind. Es wird ein kleineres Beratungsprogramm für Polavaram-Opfer aufgelegt und durchgeführt.

31.10.2021 Zum Reformationsfest versammeln sich in Rajiv Nagar mehr als tausend Menschen. Es werden 10 Pastoren + 1 Pastorin und 6 Diakone + 1 Diakonin ordiniert. Eine Diskussion über Ordinationspraxis schließt sich an, wenn auch die Gründe für diesen Schritt verständlich sind (die GSELC verliert Gemeindegliedern, wenn nur 2-4 die Rituale durchführen dürfen).

11.2021 Der FMD leistet weitere Hilfe für Polavaram-Opfer und eine Weihnachtshilfe für arme Mitarbeiterfamilien. Der neue Präsident bekommt ein Motorrad. Für Christen in Odisha wird ebenfalls eine Weihnachtshilfe geleistet.