Die Godavari tritt über ihre Ufer
Wie so oft und immer höher steigt in Monsun-Zeiten und z.Zt. der Pegel der Godavari und seiner Zuflüsse. Besonders im Gebiet um V.R.Puram, dort wo die aus den Gebirgen des Nordens kommende Sabari in die Godavari mündet, werden hunderte Dörfer samt der Felder überschwemmt. Die Menschen müssen ihre Häuser und Hütten verlassen und in höher gelegene Gebiete ausweichen. Einige Dörfer sind wegen des bald ohnehin den Lebensraum vernichtenden Stausees vom Polavaram-Staudamm bereits umgesiedelt worden, andere nicht. Am 1.8.2026 waren 24.000 Menschen von den Überflutungen betroffen. 1.683 von ihnen wurden in Notunterkünfte evakuiert. Todesopfer gab es keine. 44 Straßenverbindungen, darunter auch die Brücke von Kunavaram nach V.R.Puram, sind unterbrochen.
Nicht nur durch den Klimawandel, auch wegen des stärkeren Rückstaus durch den Staudamm steigt der Wasserpegel häufiger in den Bereich, wo Katastrophenalarm ausgelöst wird. Im Moment haben uns die Partner 'nur' um Gebet gebeten ... es kann gut sein, dass wir auch noch um andere Hilfen angefrgt werden. Zwar können die Familien ihre Häuser meist wieder beziehen, wenn das Wasser abgelaufen ist, aber sie brauchen dann Geld für Reperaturen und vor allem für das Herrichten der mit Sand aus dem Fluss bedeckten Felder.
Solche Hilfsprogramme haben wir zwar in der Vergangenheit als FMD schon geleistet, halten uns jetzt jedoch zunächst zurück. Zum Einen übersetiegen sie unsere Möglichkeiten, zum anderen hat die Kirche im Moment keine Administration, um so etwas zu leisten. Nur wenn die UELCI oder dafür geeignete NGOs Hilfsprogramme auflegen, können wir uns beteiligen. Dies geht natürlich nur, wenn wir Spenden für "Kathastrophen" bekommen. Zum Glück gibt es auch staatliche Hilfen. So wurden jetzt Boote für Evakuierungen bereitgestellt und 150 Notlager errichtet.
Noch ein Satz zur Lage in der GSELC: Wegen diverser Probleme in der eingesetzten Interims-Leiterschaft hat der Leiter der UELCI, Rev. Joshuwa Peter, die Leitung der Executive in der GSELC übernommen. Spätestens im Herbst soll eine ordentliche Registrierung abgeschlossen sein und Anfang 2027 gewählt werden. Leider bekommen wir über den Prozess dorthin nur wenig Informationen.