Indien im lockdown

Nachricht 01. Mai 2020

Ein Zeichen der Solidarität ...

Der AK Weltmission hat beschlossen, unseren indischen Freunden ein kleines Zeichen der Solidarität zu schicken. Der mit uns und der GSELC verbundene Sozialarbeiter Krishna Rao hat mit seiner Organisation diese Hilfe an 64 Mitarbeiterfamilien der GSELC verteilen können. Jede Familie hat Reis, Gemüse und Öl bekommen, dazu ein Handgeld von 500 Rupien. Das ist nicht wirklich viel - aber eben doch ein Zeichen. 

Wir haben die Hilfe aus den allgemeinen Spenden genommen - wenn Sie die Lücke wieder auffüllen, freuen wir uns sehr! (Stichwort "Corona-Hilfe")

Die Situation in der GSELC: Durch den Corona-lockdown liegt alles brach. Die Leute dürfen nur noch am frühen Morgen das Haus verlassen um einzukaufen. Es finden keine Veranstaltungen mehr statt. Für die Mitarbeiter und deren Familien bedutet dies: Keine oder fast keine Einkommen mehr. Die Pastoren, Bibelfrauen und Evangelisten leben auch sonst von der "Hand in den Mund" und sind vor allem auf die Kollekten bei Gottesdiensten, Gebetstreffen, Hausbesuchen, Taufen usw. angewiesen. All dies darf jetzt nicht sein. 

Der Staat hilft den Tribals und Dalits mit einem einmaligen Festbetrag um die 1.000 Rupien. Das ist gut, aber viel zu wenig, um eine Familie zu ernähren. Eine weitere Hilfe vom Lutherischen Weltbund wird erwartet - aber der Transfer gestaltet sich schwierig. 

Das Reisen, auch im Nahbereich, ist streng verboten. Es verkehren keine Busse oder Bahnen. So kann auch die Kirchenleitung die Gemeinden nicht besuchen - deshalb hat sie Krishna Rao gebeten, die Hilfe zu verteilen. Mit seiner NGO namens SEEWA hat er dazu die Genehmigung. Unsere kleine Hilfe ist also (im doppelten Sinn), "angekommen".

Was gelungen ist: Die GSELC hat das für Verpflegung der Hostel ausgezahlte Geld den Familien der Kinder zukommen lassen. Diese sind jetzt zu Hause. Meistens sind die Eltern bitterarme Kulis, die große Probleme haben, ihre Familien zu ernähren.

Was beeindruckt: Die Hausgemeinschaften der GSELC-Christen treffen sich regelmäßig zu Gebet, Lob und Bibellesen. Die Geschwister beten dabei auch regelmäßig für uns hier in Deutschland.

Shalom Yelagiri

Auch die Shalom-Foundation befindet sich im zwangsverordneten Corona-Stopp. Die Hausaufgabenhilfen und andere Projekte laufen nicht - die Schulen sind geschlossen. Man hilft sehr armen Familien. Das Team der Lifetrainees lebt weiterhin gemeinsam im Yeligiri-Zentrum. Für den Juni ist ein Wechsel geplant - wer allerdings dann kommt, steht noch nicht fest. Auf jeden Fall danken wir im Namen von Shalom allen Paten, die "ihren Lifetrainee" regelmäßig versorgen. Das läuft alles prima.

Einzige Bitte: Helfen Sie mit, noch 4 weitere Paten zu finden. Wir haben für den nächsten Jahrgang bisher nur drei Paten, die monatlich 55 € spenden. Diese Summe ist nötig, damit die jungen Männer das Jahr in der Hausgemeinde (Lifetrainees) erleben und danach für ca. 3 Jahre eine Ausbiuldung machen können. Danke!

Odisha leidet

Unser Freund Philip hat dringend gebeten, den Evangelisten in Odisha wegen der Corona- Situation zu helfen. Auch dazu haben wir Geld nach Indien geschickt, wenn auch nur einen symbolischen Betrag.

Hinzu kommt die Meldung aus Odisha, dass ein Gewittersturm mit riesigen Hagelkörnern große Schäden angerichtet hat. Nur damit wir mal sehen, wie eisig es auch im heißen Indien werden kann, hier einige Fotos ...