Corona in Indien - die aktuelle Situation

Nachricht 08. September 2020

Rückgang der Infektionen

Ende Oktober 2020: Rückgang der Infektionen

8 Millionen Infizierte und 120.000 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus - das sind schlimme Zahlen! Jetzt berichten unsere Partner, dass die Infektionen zurückgehen. Die Einschränkungen sind aufgehoben. Es wird Winter. In Indien bedeutet dies eine trockene und recht stabile Jahreszeit. In den Dörfern gibt es nur noch vereinzelt Infizierte. Unsere Partner bitten um Gebet, dass dies so bleibt und schnell auch langfristige Lösungen zum Umgang mit dem Virus gefunden werden. 

Dank für 2. Coronahilfe

Die 2. Corona-Hilfe ist angekommen - im Doppelsinn des Wortes: Einer der Pastoren postet seinen Dank umgehend über Facebook. Heute wurde die 2. Corona-Hilfe des FMD für die GSELC verteilt. SEWAA, die NGO unter Leitung des Sozialarbeiters Krishna Rao hat in Zusammenarbeit mit einem Kommitee aus der GSELC die Verteilung übernommen. 65 Mitarbeiter-Familien, denen es wegen des erneuten Lockdown und den abgeriegelten "red zones" besonders schlecht geht, haben Reis und je ein kleines Taschengeld bekommen. So werden die fehlenden Einnahmen bei Gottesdiensten, Hausbesuchen usw. ein wenig ausgeglichen. Der Arbeitskreis Weltmission im FMD hat aus allgemeinen Spenden 2.000 € bereitgestellt. Nun hoffen und beten wir, dass die inzwischen auch wegen der Überschwemmung in große Not geratenen Familien etwas Hoffnung bekommen - und hoffentlich auch weitere Hilfe.

https://www.facebook.com/hermann.brunjes.7

Zahlen vom 29.10.2020

Corona-Hilfe durch SHALOM

Jayapaul berichtet von der Corona-Hilfe durch die Shalom-Foundation. Am 16.8. wurde eine Predigt von ihm digital in den Gottesdienst von CVJM e/motion nach Essen übertragen. Dort erzählte er, dass sie beim Anblick der Situation so vieler Leidender durch den Lockdown begriffen hatten: Wenn wir nun nichts tun, versündigen wir uns! Folglich begannen die Shalom-Mitarbeiter aus eigenen Mitteln, Bedürftige zu versorgen. Spenden von Freunden aus Übersee, so auch von e/motion und FMD, ermöglichten dann eine spürbare Ausweitung der Hilfe. Im Namen des Teams und vor allem der Hilfsempfänger dankt Jayapaul allen Betern und Gebern herzlich. 

Hier findet ihr ein Video vom Gottesdienst in Essen mit Jayapauls Predigt.

Update 19.8.: Inzwischen werden aus Indien täglich zehntausende neu positiv getestet. Zuletzt waren es 45.000 an nur einem Tag. Heute sind über 2,7 Mill. Infektionen bekannt. 51.797 sind in Zusammenhang mit dem Virus in Indien gestorben. Hier ein lesenswerter Bericht der Tagesschau vom 15.8.:

Indien meldet mittlerweile täglich Zehntausende neue Corona-Fälle. Vielerorts gibt es kaum ärztliche Versorgung. Doch die Regierung sieht sich gewappnet und setzt auf eine ganz spezielle "Heilung". 

Jeden Tag sei er in seinem kleinen Tempel und bete das Coronavirus an. Das erzählt Anilan im indischen Fernsehen - und sitzt mit seiner goldenen Gebetsklingel vor einem Ball aus Styropor mit roten Noppen, der das Virus darstellen soll. 

Er bete vor allem für die Corona-Kämpfer an der Front, sagt Anilan, für die Ärzte und das Pflegepersonal. Die kommen jetzt auch in den Dörfern an ihre Grenzen.

Dankbrief von SHALOM

Liebe Freunde von Shalom,

Ich grüße Sie im Namen unseres Herrn Jesus Christus.

Ich schicke euch einige Fotos der Coronahilfe von Shalom. Wir haben bisher 805 Familien geholfen, 461 bekamen Bargeld. Reis und Lebensmittel verteilten wir an 344 Familien von Tagelöhnern und Wanderarbeiter, die keine Arbeit und kein Einkommen haben. Wir machen weiter mit unsere Hilfsarbeit. Die Sperrung wird um einen weiteren Monat bis Ende August verlängert, was bedeutet, dass es mehr als 5 Monate sein wird. Wir wünschen und beten das es bald vorbei ist.

Wir danken Ihnen für Ihre großzügigen Beiträge und Gebete. Mit freundlichen Grüßen, Ihr in seinem Dienst,

M. Jayapaul, SHALOM!

Zahlen am 19.8.2020 (Google)

Wieder Lockdown

Update 28. Juli: Weitere Gebiete geschlossen.

"Red Zone" sind Gebiete, in denen das Virus sich verbreitet hat und die von der Regierung gesperrt werden. 48 Einwohner sind in den Kreisen Velerupadu, 38 in Buttaigudem, 20 in Polavaram und 14 in Jeelugumilli im Bezirk West Godavari mit Covid19 infiziert. Zu Velerupadu gehört auch die Region Kukunuru. Unser Freund Saibabu berichtet, dass sein Ort abgeriegelt ist. Vom 25.Juli bis 25. August sind keine Versammlungen erlaubt, also auch keine Gottesdienste. Das Gebiet ist gesperrt und steht unter Quarantäne. Damit geraten auch die Pastoren und Evangelisten der GSELC in erneute Not, da sie keine Kollekten mehr bekommen. Alle Versammlungen, Gottesdienste und auch Hausbesuche fallen weg.

Update 23. Juli 2020.

Rev. Philip schreibt heute von der neuen Entwicklung. Es sieht schlecht aus:

Jetzt ist die Situation in Andhra Pradesh in Kovvur sehr kritisch. Wir befinden uns seit letzter Woche erneut im Lockdown. Letzten Sonntag hatten wir keinen Gottesdienst. Die positiven Fälle sind auf fast 50 in der Stadt Kovvur gestiegen und viele der Straßen werden gesperrt. Zur Zeit ist nur noch ein Weg übrig, um zu meinem Haus zu gehen. Die Situation ist im Moment am schlimmsten. Es sind keine Kuli-Arbeiten erlaubt, Geschäfte öffnen von 6 bis 10 Uhr. Reges Treiben  herrscht nur in Läden für Lebensmittel-, Milch- und Küchenwarengeschäfte wie Reis, Gemüse und andere Proviantläden. Nur solche Geschäfte sind geöffnet. 

Die finanzielle Situation in meiner Familie ist nicht gut und wir sehen zum Herrn auf. Ich brauchte heute etwas Geld. Da kam ein Geschäftsmann aus dem nahe gelegenen Dorf zu mir, den ich kenne. Er bat mich, für sein Geschäft zu beten. Er gab mir Rs. 2000 / -, was einige meiner Bedürfnisse abdeckte. Bis und solange die Kirchen nicht öffnen, wird die Situation der Pastoren schlimmer sein als zuvor. Bitte betet für uns.

In Rajahmundry, der Stadt auf der anderen Seite des Flusses, gab es in der letzten Woche fast 500 positive Fälle, aber jetzt ist es verdoppelt. Die Brücke zwischen Kovvur und Rajahmundry ist geschlossen. Die Sperre wurde bis Ende dieses Monats angekündigt, aber es besteht die Möglichkeit, sie auch im August zu verlängern. Bitte betet für uns.

Erstmals wieder Gottesdienste

Indien lockert seinen Corona-Lockdown. Auch in den Bundesstaaten Andhra Pradesh und Telangana darf unter strengen Regeln wieder Gottesdienst gefeiert werden. Die Fotos zeigen den ersten Gottesdienst in der Emmanuel-Church in Kovvur. Rev. Philip schreibt dazu: "Es war alles sehr fremd - aber wir freuen uns riesig, dass wir wieder Gemeinschaft haben dürfen."

Auch in der GSELC wurde wieder Gottesdienst gefeiert. Rev. N.Daniel dazu: "Endlich! Aber wir haben auch erlebt, dass Gott uns durch schwere Zeiten führt. Besonders die Hausandachten in unzähligen Familien waren ein großer Segen."

Beten wir dafür, dass die Lockerungen bestehen bleiben können. Indien ist mit 332.424 Infektionen und 9.520 Toten (15.6.) inzwischen auf Platz 4 (nach Amerika, Brasilien und Rußland) der im Land gemessenen Corona-Infektionen gestiegen. Dabei muss man natürlich sehen: 1/5 der Menschheit, nämlich 1,3 Milliarden Menschen, leben auf dem Subcontinent.

Stand 13. Juni: 878.254 positiv getestet, 23.174 Todesfälle. Es wird deutlich, wie rasant sich das Virus verbreitet. Indien hat inzwischen mehr bestätigte Infizierte als Russland. 

Erste Hilfen im Lockdown

Unsere Meldung vom 1. Mai 2020: Der AK Weltmission hat beschlossen, unseren indischen Freunden ein kleines Zeichen der Solidarität zu schicken. Der mit uns und der GSELC verbundene Sozialarbeiter Krishna Rao hat mit seiner Organisation diese Hilfe an 64 Mitarbeiterfamilien der GSELC verteilen können. Jede Familie hat Reis, Gemüse und Öl bekommen, dazu ein Handgeld von 500 Rupien. Das ist nicht wirklich viel - aber eben doch ein Zeichen. 

Wir haben die Hilfe aus den allgemeinen Spenden genommen - wenn Sie die Lücke wieder auffüllen, freuen wir uns sehr! (Stichwort "Corona-Hilfe")

Die Situation in der GSELC: Durch den Corona-lockdown liegt alles brach. Die Leute dürfen nur noch am frühen Morgen das Haus verlassen um einzukaufen. Es finden keine Veranstaltungen mehr statt. Für die Mitarbeiter und deren Familien bedutet dies: Keine oder fast keine Einkommen mehr. Die Pastoren, Bibelfrauen und Evangelisten leben auch sonst von der "Hand in den Mund" und sind vor allem auf die Kollekten bei Gottesdiensten, Gebetstreffen, Hausbesuchen, Taufen usw. angewiesen. All dies darf jetzt nicht sein. 

Der Staat hilft den Tribals und Dalits mit einem einmaligen Festbetrag um die 1.000 Rupien. Das ist gut, aber viel zu wenig, um eine Familie zu ernähren. Eine weitere Hilfe vom Lutherischen Weltbund wird erwartet - aber der Transfer gestaltet sich schwierig. 

Das Reisen, auch im Nahbereich, ist streng verboten. Es verkehren keine Busse oder Bahnen. So kann auch die Kirchenleitung die Gemeinden nicht besuchen - deshalb hat sie Krishna Rao gebeten, die Hilfe zu verteilen. Mit seiner NGO namens SEEWA hat er dazu die Genehmigung. Unsere kleine Hilfe ist also (im doppelten Sinn), "angekommen".

Was gelungen ist: Die GSELC hat das für Verpflegung der Hostel ausgezahlte Geld den Familien der Kinder zukommen lassen. Diese sind jetzt zu Hause. Meistens sind die Eltern bitterarme Kulis, die große Probleme haben, ihre Familien zu ernähren.

Was beeindruckt: Die Hausgemeinschaften der GSELC-Christen treffen sich regelmäßig zu Gebet, Lob und Bibellesen. Die Geschwister beten dabei auch regelmäßig für uns hier in Deutschland.

Ergänzung: Zeitgleich beginnt die Shalom-Foundation mit Hilfsaktionen. Auch sie wird aus Spenden des FMD unterstützt. Eingesetzt wurden als Ersthilfe für Opfer der Pandemie: 2.000 € für die GSELC, 2.000 € für Shalom und 1.000 € für Odisha.