Aktuelles aus Odisha

Nachricht 07. September 2020

Sturm, Regen, Corona - viele nicht erreichbar

Rev.. Philip aus Kovvur schickt uns einen Hilferuf: Die von ihm begleiteten Christen in Odisha sind in großer Not. Auch dort hat es viel geregnet und Überschwemmungen gegeben. Dazu kamen Stürme und Unwetter. Nun sind viele der Evangelisten in den einsamen Berggegenden seit Wochen nicht erreichbar. Die Jahreszeit mit kälteren Temperaturen naht. Decken und warme Kleidung werden unbedingt benötigt. 

Der AK Weltmission hat beschlossen, so gut es geht zu helfen und überweist jetzt etwas Geld. Die immer noch verfolgten und bedrängten Geschwister sollen wissen: Wir denken im Gebet an euch und setzen wenigstens ein Zeichen unserer Verbundenheit.

Das Foto zeigt ein Pastorenehepaar, das im Sturm sein Haus verloren hat.

Brutal zusammengeschlagen

Am 29.7.2020 bekommen wir ein Video aus Odisha. Es zeigt eine einseitige Schlägerei: Hindu-Fanatiker verprügeln Christen. Jemand steht ihnen zur Seite und wird ebenfalls brutal verprügelt. Polizei ist nirgendwo zu sehen.

Unser Freund bittet uns, das Video nicht zu veröffentlichen, um die Christen dort nicht zu gefährden. Wie es dazu kam? Junge Christen begegnen sich und grüßen sich mit "Praise the Lord!", dem dort üblichen Gruß vieler Christen. Radikale Nationalisten hören das, rotten sich zusammen, diskutieren lautstark mit den Christen und schlagen dann auf sie ein. Schnell ist ein Knüppel zur Hand. Es wirkt zunächst spontan, dann jedoch geplant und vorbereitet.

Bitte betet für die Christen in Odisha.

Brandanschlag auf Christen in Odisha

25.05.2020: Wir erfahren von Rev. Philip, dass es wieder Repressalien gegen Christen in Odisha gab. Getroffen hat es diesmal Pastor Susant Patro und seine Familie. Um Mitternacht wurde ein Brandsatz in sein Haus geworfen. Der Brand entstand im Vorraum und hat dann das ganze  Haus verwüstet. Die Geschwister in Odisha bitten um unser Gebet.

Der FMD e.V. unterstützt die NGO Emmanuel von Rev. Philip bei der Hilfe für Christen in Odisha. In den vergangenen Jahren mussten diese viel aushalten. Angefangen mit Diskriminierung bis hin zu körperlicher Gewalt und Vertreibung leiden besonders Evangelisten und Pastoren kleiner, freier Gemeinden unter den Angriffen durch extremistische Hindus. Da die Nationalisten politisch den Ton angeben, finden die wegen ihres Glaubens Bedrängten kaum Hilfe bei Polizei, Gerichten und Offiziellen. So bekommen Kinder christlicher Familien kaum Unterstützung, die Ausgaben für Schule und Bildung zu bestreiten. 50 Familien werden deshalb von der NGO Emmanuel unterstützt. Der FMD hat dies in den letzten Jahren finanziell unterstützt. Wenn Sie zweckbestimmt spenden, kann dies auch weiterhin geschehen – allerdings sind wir da wirklich auf Ihre Spenden angewiesen.

Auch während des Lockdown hat der FMD einen Betrag für mittellose Evangelisten zur Verfügung gestellt.