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"Teachers for tribals" nennt unser indischer Partner dieses spannende Bildungsprojekt unter Koyas und Lambadis. Neunzig Prozent der Menschen in den Dörfern entlang des Godavari sind Analphabeten. Viele Hindernisse bauen sich auf, dieses Defizit zu beheben: Die Schulen der Regierung arbeiten gar nicht oder schlecht. Eine behördliche Kontrolle fällt in den abgelegenen Dörfern schwer oder wird durch Korruption manipuliert und verhindert. Großgrundbesitzer sind an billigen Arbeitskräften interessiert - nicht an Mitarbeitern, die gesetzlich garantierte Mindestlöhne verlangen. Eltern sind auf den Mitverdienst der Kinder angewiesen, um die Familie zu ernähren. Alles in allem: wer den Menschen Bildung bringen möchte, hat an vielen Fronten zu kämpfen.

Aber ohne Bildung haben die Stammesleute keine Zukunft, die sie in Würde und Freiheit leben lässt. Sie müssen lesen und schreiben können, wenn es um Verträge und Rechnungen geht. Sie müssen ihre gesetzlichen Rechte kennen und einfordern, wenn sie nicht weiterhin als Leibeigene leben wollen. Und sie brauchen Perspektiven für eine berufliche Zukunft und die Gestaltung gesellschaftlichen und kirchlichen Lebens. Bildung - nach Auffassung unserer Partner ist sie Schlüssel für die Zukunft dieser Region. Deshalb legt die GSELC besonders auf ihre Bildungsprogramme großen Wert.

In einigen Dörfern werden seit 1994 zwischen 30 bis 100 Kinder unterrichtet. Sie leben in einfachen, ortsüblichen Hütten, bekommen Unterricht in Lesen, Schreiben, Rechnen, handwerklichen Kenntnissen und werden verpflegt. Manche gehen am Wochenende zurück zu ihren Familien. Dieses Projekt hat inzwischen Modellcharakter bekommen: Bildung geschieht hier nicht "abgehoben" in städtischen Schulen, sondern dort, wo die Leute leben. Eltern und DorfbewohnerInnen werden einbezogen.

Gesellschaftliche Verantwortung und religiöse Erziehung gehen Hand in Hand. Das Kulturgut der Koyas, Tänze und Lieder, wird gepflegt und weitergegeben. Schon vor vielen Jahren haben Jugendliche des Pfingstcamp Hanstedt begonnen, für dieses Projekt von ihrem Taschengeld zu spenden. Inzwischen haben sich einige Kirchengemeinden und ein Kirchenkreis engagiert und finanzieren fünf solcher Zentren.Die GSELC bittet darum, dieses Projekt für weitere Dörfer zu ermöglichen.

Ein Kind kann für 30 Euro im Monat versorgt und unterrichtet werden. Bei einem Projekt mit 50 Kindern werden also jährlich ca. 18.000 Euro benötigt. Ein neues Projekt wird nur begonnen, wenn eine Zusage auf Unterstützung für 5 Jahre vorliegt. Weiterführende Schulen mit Schulheim-Aufenthalt kosten im Nahbereich monatlich 35 Euro und Studienkosten in einer Stadt liegen bei 50 bis 100 Euro.

Wenn Sie genau wissen möchten, wie die Finanzen gehandhabt werden, können sie hier nachsehen.

Gerne können Sie sich auch einen Flyer herunterladen, die darin befindliche Spendenzusage nutzen und/oder ihn an Bekannte weitergeben. Original-Flyer bekommen Sie im FMD-Büro.

Aktuelle Informationen bekommen Sie beim jeweiligen Projekt. Darin sind auch die Planungen und letzte Anschauungsberichte ersichtlich.

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