Indien
Rückblick Studienreise (bitte anklicken): 2006/07 2009
Studien- und Erlebnisreise 2012Auch in den Herbstferien 2012 wird es wieder eine Studienreise nach Indien geben. Diesmal wird Pastor Eckard Krause sie leiten. Infos bekommen Sie von ihm und über den Flyer bzw. hier im Internet.
Und wenn Sie noch langfristiger planen: Vom 3.-19.10.2013 wird es im Jahr darauf eine solche Reise geben - wieder in den Herbstferien NdSA.
Indienreise 2011
Lesen Sie hier einige Eindrücke von der Studienreise 14. - 30. Oktober 2011 (siehe auch FMD-Impulse) und schauen sich einige Fotos an ...
Die Studien- und Erlebnisreise in den Herbstferien wurde auch diesmal wieder zu einer bewegenden und eindrücklichen Erfahrung für alle sieben Teilnehmenden unter der Reiseleitung von Hermann Brünjes. Die ersten Tage in Cochin (Kerala) machten den Einstieg in den Subkontinent leicht. Dieser Bundesstaat ist enorm fortschrittlich, wohlhabend und sichtbar christlich geprägt. Zudem begeisterte eine wunderschöne Landschaft und attraktive touristische Highlights: Eine Bootsfahrt auf dem Backwaters inmitten von Palmenhainen, Lotusblüten und geruhsam an den Ufern lebenden Menschen; ein Bummel durch das jüdische Viertel Cochins und der Sonnenuntergang mit chinesischen Fischernetzen im Vordergrund; die Fahrt durch die Nelligiri-Berge und dann durch beschauliche Teeplantagen; die Durchquerung eines Wildreservats und eine völlig überraschende Begegnung mit wilden Elefanten, merkwürdigen Affen und Dammwild und dann das Staunen über die Pracht vergangener Herrschaftshäuser in Mysore, der Stadt der Paläste.
Erste intensive Begegnungen gab es dann mit der Shalom-Foundation. Das Yelligiri-Zentrum in den Bergen mit seiner paradieshaften Vegetation und einer umwerfenden Betreuung durch die dortige Hausgemeinde und dem Leiter Jayapaul; das Kinderheim in Vellore und die Tanzeinlagen der fröhlichen Jungens dort - all das hat nachhaltige Eindrücke vermittelt. Ein kurzer Stopp in Chennai - und dann die Begegnung mit der Ev. luth. Good Shepherd Kirche, unseren Partnern. Vor allem von den sechs Tagen in den Dörfern entlang der Godavari ist die Rede, wenn Teilnehmende sich an Indien erinnern. Zurecht! Abseits aller Touristenrouten und -möglichkeiten ist die Begegnung mit den Christen im Stammesgebiet ohne Übertreibung prägend für jede und jeden, der sie erlebt.
 
Mittagspause in Laksmipuram.
Nach einem köstlichen indischen Essen hatten die Dorfbewohnen auf der „Terrasse“ eines Hauses Betten für uns aufgestellt. Die Betten haben ein Holzgestell mit einer aus breiten Gurten gewebten Liegefläche, bedeckt mit einer Baumwolldecke - sehr angenehm bei der hier herrschenden Hitze. Auch der Hausbau ist gut auf die Hitze abgestimmt, gebaut ist aus Lehm mit einem dicken, tief heruntergezogenen Palmblätterdach (wie Reet). Dadurch ist es relativ kühl innen.
Wir ruhten also. Begleitet wurden wir immer von einer liebenswerten, jungen Pastorin Gloria, die für unsere Gruppe die kulturelle und persönliche Betreuung übernommen hatte, wenn Hermann von seinen kirchlichen und kirchenpolitischen Gesprächen in Anspruch genommen wurde.
Nachdem wir nun schon lange ausgeruht waren und auch schon mit dem üblichen recht süßen Milchtee in kleinen Tässchen verwöhnt waren, begann es zu regnen bzw. zu schütten. ( Hermann hatte mit einer Dorfgemeinde am Tag vorher dafür gebetet.) Da die kirchlichen Gespäche recht lange dauerten und der sonst in solchen Situationen von uns unternommene Dorfspaziergang mit Gloria nicht stattfinden konnte, hatten wir die Idee zu singen. Die meisten der Gruppenmitglieder waren recht sangeskräftig und mit schöner Stimme ausgestattet. So brachten sie Gloria zwei englische Kirchenlieder für ihre Kinderarbeit bei und Gloria übte mit uns eines mit uns auf Telugo (ihrer Sprache) ein.
Vor uns tropfte der Regen von dem dicken Palmendach und wir verbreiteten auf der Terrasse sitzend schöne, sogar mehrstimmige Klänge.
Christiane Petran, Lehrerin, Eldingen
 
Segen spenden, Segen empfangen
Braune große runde Kinderaugen schauen mich an, kleine Hände recken sich mir entgegen, fassen mich an.
Braune erfahrene stumpfe Augen von tiefen Falten umgeben suchen meinen Blick, faltige knorrige Hände greifen nach meinem Arm mit festem Griff und lassen nicht los.
Beide wollen das Gleiche und doch nicht das Selbe.
Hoffnung, Offenheit, Zutrauen verbindet beide. Die Lebenserfahrung trennt sie. Der Wunsch nach einem Gebet für sie und dem Segen verbindet sie. Eine tiefe Gläubigkeit strömt mir entgegen, die fast mit den Händen greifbar ist.
Meine Hände auf ihrem Kopf, dem kleinen mit den schön geflochtenen Haaren und dem mit dem struppigeren stumpferen Haaren, spenden Segen und empfangen zugleich eine Hingabe, die für mich zum Segen wird.
Christine Decker-Voigt, Lehrerin, Allenbostel
 
Gottesdienst in Sitapuram
Auf dem Weg in die Gemeinden der GSELC an der Godavari haben wir den Zug und einen Kleinbus genommen und sind ziemlich geschafft im Hostel (Kinderheim) angekommen. Nach einer kleinen Ruhepause geht es dann weiter zu einer Taufe am Fluss und zum Gottesdienst in Sitapuram.
Die Gemeinde empfängt uns lautstark mit viel Musik, Fußwaschungen und Blumengirlanden für jeden von uns. Wir werden durch das Spalier einer Gruppe von Kindern, die eine Pappkrone mit der Aufschrift „Bible heroes“ und Engel-Flügel tragen, in die Kirche geleitet. Sie singen ein Begrüßungslied für uns.
Die Begeisterung der Menschen und sicher auch die Hitze mit den entsprechenden Schwitzattaken führt dazu, dass man das Gefühl hat, über dem Boden zu schweben. Auch im Gottesdienst spürt man diese Begeisterung der Leute. Es ist faszinierend, zu sehen, welche Bedeutung der Glaube hier für die Menschen hat.
Nach dem Gottesdienst möchte sich jeder von den Gästen aus Deutschland persönlich verabschieden und das machen wir auch gerne mit dem hier üblichen „Wandanalu“. Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Hände geschüttelt wie auf dieser Reise bei den Gemeinden der GSELC in Indien.
Christa Talg, Lehrerein, Wrestedt
   
Shalom - wenn Früchte wachsen
Glück hat nichts mit materiellen Dingen zu tun. Das ist mir natürlich nicht neu, wurde mir aber auf unserer Reise durch Südindien noch einmal besonders deutlich. Nach und nach haben wir unsere Ansprüche zurückgefahren, indem unsere Unterkünfte immer spartanischer wurden, bis wir schließlich in den Dörfern z.T. unter freiem Himmel schliefen und auf fließend Wasser sowie WC/Dusche verzichten mussten.
Dieser Verzicht auf den gewohnten Luxus hat mir nichts ausgemacht. Na klar könnte man denken, der Urlaub ist ja auch begrenzt und jeder kehrt wieder in sein gewohntes Leben zurück. Aber das war es nicht. Unsere Gruppe war einfach so toll, dass schnell ein fast freundschaftliches Miteinander entstanden ist.
Für uns Menschen ist das Umfeld, in dem wir leben, extrem wichtig. Daher hat mich die Arbeit von Jayapaul in der Shalom Foundation sehr berührt. Durch diese Einrichtung bekommen Waisen und Kinder der ärmsten Familien aus dem Umfeld die Möglichkeit der Schulausbildung. Nach Abschluss von 10 bzw. 12 Schuljahren können die jungen Männer ein freiwilliges soziales Jahr in der Shalom Foundation absolvieren und werden so auf ein Leben in der kultivierten Welt vorbereitet.
Da auch Mädchen die Schule besuchen können, wurde erreicht, dass sie nicht mehr mit 14 Jahren verheiratet werden. Wie wichtig es ist, dass Kinder ihre Kindheit erleben dürfen ohne durch Kinderarbeit mißbraucht zu werden oder mit 14 Jahren verheiratet zu werden, ist mir während des Rückfluges durch einen indischen Film deutlich geworden. In diesem Film wurde ein 12 jähriges Mädchen mit einem 20 Jahre älteren Mann verheiratet. Das Mädchen musste ihr Zuhause verlassen und hatte keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern. Zeitlebens hat sie darunter gelitten.
Es war schön zu sehen, welche Früchte die Arbeit der Shalom Foundation trägt.
Ingrid Bruns, Bankkauffrau, Bruchhausen Vilsen
   Wertschätzung durch die Taufe
Seit mehreren Jahren sind wir der Shalom-Foundation verbunden und durch den persönlichen Kontakt zu Jayapaul bekamen wir die Einladung nach Velore und Yelligiris.
Die Studienreise mit Hermann Brünjes ließ einen Besuch bei der Shalom-Foundation Wirklichkeit werden und sie erweiterte unseren Blick auf Indien: durch die Rundreise lernten wir Land und Leute und auch die GSELC kennen.
Die Frömmigkeit der Menschen beeindruckte uns sehr und wie sie mit Gesang und Tanz Gottesdienst feiern.
Die Taufe mehrerer Christen unterschiedlichen Alters in einem Fluss war dabei ein Höhepunkt:
Menschen erfahren eine Wertschätzung, die sie in der indischen Gesellschaft mit hinduistischem Weltbild nicht haben, weil sie von Gott geliebte Menschen sind. Als Zeichen dafür ließen sie sich taufen, jeder wurde im Flusswasser ganz untergetaucht und erhielt einen neuen christlichen Namen.
Wilhelm und Hanna von Reth, Unternehmensberater und Sozialarbeiterin, Großheide
 
Und hier noch weitere Fotos ...
                                        
Partnerschaftsreise 2010
Die Multiplikatorenreise mit 9 Teilnehmern aus Ostfriesland war, wie alle Reisen nach Indien, ein für alle eindrückliches Erlebnis. Hier drucken wir die kleinen Statements der Teilnehmenden, wie sie (in Auszügen) auch in den FMD-Impulsen abgedruckt wurden. Und hier einige (der Tausende) Fotos.
Besonders eindrücklich war für mich der Besuch des Dorfes Yedavalli, in dem unsere Kirchengemeinde das Kinderheim unterstützt.
Während des gesamten Besuches in Yedavalli war die elektrische Stromversorgung unterbrochen, so dass wir bei unserer Ankunft spät abends das Gelände des Hostels mit Taschenlampen erobert haben. Dass wir in Yedavalli direkt vor dem Hostel in unmittelbarer Nähe zu den Kindern geschlafen haben, war für mich ein überwältigendes Erlebnis. Nachts hörten wir die Kinder rascheln und am Morgen zogen sie an uns vorbei, um sich zu waschen und die Zähne zu putzen. Eindrücklich, endlich einmal die Kinder zu sehen und zu hören, die von unserer Kirchengemeinde unterstützt werden.
(Ewald Pollmann, Schwerinsdorf)
Donnerstag, 28.Oktober vormittags: Dorfschule Yelligiri Hills
Die Kinder freuen sich über unseren Besuch. Sie singen Lieder mit vielen Bewegungen und tanzen. Danach stehen einzelne Kinder auf und sagen Bibelverse auf. Die Lehrerin sagt uns die Texte und ein Kind kennt Psalm 1 auswendig. Ich bin überwältigt, besonders
nachdem ich erfahre, sie kommen aus hinduistischen Familien. Die Eltern wurden vorher informiert und erlauben den christlichen Einfluß. Ihnen ist die Schulbildung der Kinder wichtig.
Freitag, 22.10. Besuch in der Kirche Kukunuru. Frauen begleiteten uns. In der Kirche gaben sie mir zu verstehen mich hinzusetzen. Als ich mich setzte war ich im Nu umringt von Frauen. Ich konnte ihre Sprache nicht, aber eine junge Frau sprach etwas englisch. Ich bat sie zu übersetzen. Zuerst las sie die Geschichte von Hagar aus der Bibel vor, in ihrer Sprache. Danach legte ich den Text in englisch aus und
die Frauen hörten zu und waren interessiert. So einfach, so anpruchslos. Der Herr segne diese Frauen in Indien.
(Gertrud Wilken, Detern)
„Christe ku halleluja pardudi“ Diesen Ohrwurm bekam ich eine ganze Woche nicht aus dem Kopf und ich wollte es auch gar nicht! Denn dieses begeisterte und engagierte, von lautem Klatschen, Trommeln und Rasseln begleitete Singen der Koya-Geschwister verkörperte ihre und unsere Freude, die ansteckende Freude über unseren gemeinsamen Herrn! In Aussehen und Kultur so fremd und ungewohnt die Frauen in diesen wunderschönen, bunten Saris, alle mit leuchtenden Augen und strahlendem Lächeln und doch so eins mit uns in der Anbetung Jesu Christi! Von dieser Verbundenheit im Glauben, diesen Begegnungen mit meinen Glaubensgeschwistern unter den Koyas kann ich einfach nicht genug bekommen!
(Ulrike Goudschaal, Hollen)
Sie sitzen vor uns auf ihren Bastmatten und blicken erwartungsvoll auf uns „Bleichgesichter“. Ihre großen dunklen Augen leuchten wie Diamanten. Wir sehen uns freundlich an und schon ist der Bann gebrochen; ein Lächeln umspielt ihren Mund. Der Warden ruft: „Halléluja“ da wird’s lebendig. Alle Kinder reißen die Arme hoch und antworten aus voller Kehle: „Halléluja“.
Auf die Frage, ob sie denn gern zur Schule gehen, kommt ein fröhliches „Ja“ aus aller Munde. Das ist echt, nichts Anerzogenes, denn ihre Augen leuchten dabei. Wir geben ihnen die Süßigkeiten und Schreibutensilien, die wir für die Kinder mitgebracht haben. Klar, dass die Gummibärchen erst einmal ausgepackt und probiert werden müssen, sie sind auch zu süß und lecker.
Die Zeit ist zu schnell vorüber, die Schule ruft. Die Kinder stellen sich in Zweierreihe auf und gehen fröhlich lachend an uns vorbei zur Unterricht in die Dorfschule am Ort. Erst um 16.30 Uhr kommen sie zurück.
Wer einmal in diese Kinderaugen gesehen hat, wird sie nie wieder vergessen. Schade, dass zwischen ihnen und uns so viele Kilometer liegen. Wir würden sie gerne häufiger sehen und mehr Zeit mit ihnen verbringen.
(Anne und Georg Collmann, Nordgeorgsfehn)
Sonntag, 24. Oktober. Heute hat sich unsere Besuchergruppe aufgeteilt: Hermann und vier aus unserer Gruppe sind morgens schon mit dem Bus in eine Gemeinde aufs Land gefahren. Wir fünf bleiben in Vinayakapuram, um am Gottesdienst teilzunehmen. Die Kirche befindet sich gleich neben dem Hostel. Daher versammeln sich schon vor dem Gottesdienst ab 9 Uhr die Hostel-Schüler zur Sonntags-Schule, die ihre Lehrerin hält. Dann ist die Kirche wieder leer. Um 10.50 Uhr ist erst eine Frau mit ihren Kindern da dazu noch ein paar Hostelkinder. Ein junger Mann hat eine Trommel vor sich, die mich an die Trommeln der Spielmannszüge in Deutschland erinnert; er hat sie hochkant aufgestellt und schlägt sie mit beiden Händen. Jetzt stimmt jemand ein Lied an der Gottesdienst kündigt sich an. Langsam füllt sich die Kirche - Männer und Frauen sitzen getrennt auf Matten auf dem gefliesten Fußboden. Drei Ventilatoren bringen Kühlung, der Tag ist recht warm. Ein Lautsprecher überträgt den Gottesdienst nach draußen. Immer wieder stimmt eine Frau ein Lied an, dann folgt ihr die Gemeinde; alle klatschen dazu. Einige Gemeindeglieder haben ihre Telugu-Bibel mitgebracht, einige auch ein Gesangbuch. Wir Gäste sitzen auf Plastikstühlen auf den Altarstufen, mit dem Gesicht zur Gemeinde als ob wir die Kirchenvorsteher wären… Ab 11.30 Uhr übernimmt der Ortspastor, Pastor K. Daniel, den Gottesdienst. Er hat eine weiße Albe mit Stola, darunter trägt er eine weiße Hose. Zunächst stimmt auch er zwei Lieder an, in die die Gemeinde einstimmt, dann beginnt die Liturgie. Vieles ist mir aus Deutschland vertraut. Nach dem Glaubensbekenntnis verlassen die Kinder den Gottesdienst sie haben offensichtlich Kindergottesdienst. Jetzt ist es 12 Uhr, etwa 40 Frauen und neun Männer sind gekommen. Georg Collmann spricht ein Grußwort, dann wird wieder ein Lied gesungen, dann predige ich auf Englisch. Pastor N. Daniel übersetzt, der Generalsekretär der Kirche. Anschließend wird die Kollekte von einem Jungen, der durch die Reihen geht, in einem Blechgefäß eingesammelt; danach kommen einige Frauen nach vorne und geben besondere Gaben in den Klingelbeutel, den der Pastor hält. Einige bringen auch Naturalien: Reis und zwei Kürbisse wurden auf die Stufen vor den Altar gelegt.
Der Gottesdienst scheint schon auf das Vaterunser und den Segen zuzugehen, da steht für mich unerwartet eine Frau auf. Mit dem Gesicht zur Gemeinde gibt sie Zeugnis davon, wie sie von einer Krankheit geheilt wurde. Danach steht eine zweite Frau auf: Ihr vielleicht dreijähriger Sohn, den sie auf den Armen trägt, hatte schwere Malaria. Die Krankheit wurde nicht rechtzeitig erkannt,
so dass der Sohn Krämpfe bekam und bewusstlos wurde. Er wachte wieder auf, hatte
aber Gehirnschäden davongetragen. Ich merke erst jetzt, dass der Sohn unnatürlich dünne Beine hat und auch etwas unnatürlich in den Armen seiner Mutter liegt. Die Mutter dankt für viele Gebete der Gemeinde und bittet um weiteres Gebet. Dann steht eine dritte Mutter auf: Eines ihrer Kinder ist bei einem tödlichen Verkehrsunfall kürzlich ums Leben gekommen. Als sie davon redet, brechen plötzlich Tränen aus ihr heraus. Noch eine vierte Frau ergreift das Wort, eine erfahrene Bibelfrau: Sie bittet um Fürbitte für ihren Sohn, der in der kommenden Woche Abschlussprüfungen hat. Vom Ausgang der Prüfungen hängt ab, ob er eine Arbeit beim Staat bekommt oder nicht.
Pastor K. Daniel redet nun darüber, wie wichtig Gesundheitsfürsorge für die Gemeinde ist (er nimmt Bezug auf die Frau mit dem malariageschädigten Sohn). Dann nimmt er die Anliegen der Frauen in einem langen Abschlussgebet auf.
Nach dem Vaterunser, dem Segen und die gemeinsam gesprochenen Verse 1-2 aus Psalm 103 endet der Gottesdienst.
Jetzt drängen sich etliche Frauen zu uns nach vorn, darunter auch die vier, die uns vorher an ihren Sorgen haben teilhaben lassen. Sie wollen gesegnet werden. Wir beten über ihnen. Neben mir steht Remmine, die plötzlich die Frau mit dem durch Malaria behinderten Kind vor sich hat. Sie segnet die Frau und ist doch ganz erschüttert darüber: „Das kann ich doch gar nicht! Wie soll denn das gehen?“ Segnen, um Gesundung bitten, und doch ahnen, dass die Behinderung bleiben könnte, das ist nicht leicht.
(Henning Behrends, Detern)
Eine supertolle Reise von A - Z! Dann noch das i-Tüpfelchen: Unser Reiseleiter Hermann Brünjes schickt uns ein Tagebuch. Nun haben wir all die großartigen Erlebnisse schwarz auf weiss. Einfach spitzenmäßig.
Ja, was mich am meisten beeindruckt hat: Dass es Mensxchen gibt, die sich aufopfern für die armen Kinder in den Dörfern. Diese fröhlichen, hübschen Kinder, die sonst untergegangen wären, haben die Chance erhalten, zur Schule zu gehen, christlich erzogen zu werden und dadurch bestimmt mal ein besseres Leben zu führen. Es ist alles nicht so einfach zu finanzieren, zu organisieren, viele Probleme, Intrigen usw. erschweren die Arbeit, die Ihr dort ehrenamtlich und als FMD leistet.
Wir hatten das Glück, dass sich Hermann Brünjes dort in Allem so gut auskennt. Er hat uns Indien nahegebracht, wie es uns kein Reiseunternehmen anbieten kann. In den Städten der Wahnsinnsverkehr, wie ich es noch nie erlebt habe, und dann in den Dörfern das Leben wie bei uns vor 2OO Jahren, Armut, Selbstversorger (wehe, wenn das Wetter nicht mitspielt, große Hungersnot).
Mich hat die tiefe Frömmigkeit der Christen sehr beeindruckt. Auf der anderen Seite haben wir den Hinduismus hautnah erlebt. Es ist der Wahnsinn.
Von der Reise werde ich mein Leben lang zehren und erzählen. Ich freue mich sehr auf unser Nachtreffen.
(Dagmar Watzema, Breinermoor)
Sollten Sie an einem chronologischen Reisebericht interessiert sein, wenden Sie sich bitte per mail an Hermann Brünjes.
                                                 
Sollten Sie Interesse haben an einer solchen Studienreise teilzunehmen oder wenn Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich bitte an Hermann Brünjes.
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