Indien
Indienreise 2010
Für die Herbstferien 2010 ist wieder eine Reise nach Indien geplant, diesmal allerdings keine Studienreise mit offener Ausschreibung, sondern eine Multiplikatorenreise. Mitfahren werden jene, die bereits mit der GSELC verbunden sind und das Teachers for Tribals - Programm unterstützen. Primär wird die Reise für Freundinnen und Freunde aus Ostfriesland angeboten. Sollten noch Plätze frei bleiben, können Sie sich gerne noch melden - wie immer bitte bei Hermann Brünjes Tel. 05822 2829.
Studienreise 2009
So haben wir die Reise im Vorfeld beschrieben: Die Reise beginnt am 2. Oktober. Es geht über Dubai nach New Delhi. Wir erleben die Hauptstadt Indiens hautnah und machen eine Exkursion zum Taj Mahal nach Agra. Dann steht Hyderabad auf dem Programm, danach fünf Tage in der GSELC, dann ein Besuch der Shalom-Foundation in den Yelligiri-Bergen und zum Schluss Bangalore. Die Gruppe ist mit 10 Personen plus Resieleiter Hermann Brünjes recht groß. Nach Rückkehr werden wir hier berichten.
Letzteres soll nun geschehen, allerdings vor allem in einigen Bildern und Fotos. Die eindruckvollen Tage in Indien, die Begegnungen und Erlebnisse zu schildern, sprengt den Rahmen dieses Mediums. Gerne können Sie einen ausführlichen Reisebericht über Hermann Brünjes anfordern.
Hier nur einige Streiflichter: Delhi als Einstieg war für einige der Teilnehmer(innen) heftig. Abgesehen vom großzügig angelegten und grünen Regierungsviertel bot die Stadt vor allem im Bereich unseres Hotels ein typisch indisches Gewusel von Verkehr, Menschen, Abfall, Baustelle, Basaren, Geschäften und mit den Augen eines Erstbesuchers betrachtet Chaos. Der Tag in Agra mit der Besichtigung des Taj Mahal und des Roten Forts war dazu ein Kontrast. Welche Pracht, welche Schönheit und welch rührende Liebesgeschichte verkörpert das Taj Mahal. Zurecht wird es als eines der sieben Weltwunder angesehen! Aber zurück in Gegenwart und Realität Indiens: Gleich am nächsten Tag besuchten wir einen von 300 Slums und lernten eine Sozialarbeit dort kennen. Welch ein Elend! Für uns Europäer, auch mit "Hartz IV - Erfahrenen" in unserer Mitte, eine Welt voller Armut und ohne Chance des Entkommens. Seltsam, dass selbst darin gelacht und voller Vitalität gelebt wird. Unsere Kriterien für lebenswertes leben kommen ins Wanken. Dennoch: Diesen Menschen zu einer anderen Bleibe, zu Arbeit und Würde zu verhelfen, ist jeder Einsatz wert.
                 
Mit einem Inlandsflug geht es 1.200 km südlich nach Hyderabad, in die Hauptstadt Andhra Pradeshs. Die Stadt wirkt im Vergleich zu Delhi sauber und geordnet, wenngleich auch sie vor einem Verkehrskollaps steht. Wir besichtigen die Altstadt mit dem Chaminar und der Moschee, das Birla Mahir, das Golkondafort und die Tombs. Und wir besuchen das ACTC, jene Ausbildungsstätte, an der auch Absolventen der GSELC zu Pastoren ausgebildet werden.
Ein kurzer Flug in einer Propellermaschine bringt uns nach Rajamundhri. Wir übernachten in Privatquartieren und besuchen abends die Andacht einer kleinen Gemeinde. Blinde überreichen uns Rosen. Wir sind gerührt über die Freundlichkeit dieser Leute.
Mit einem rustikalen Kleinbus fahren wir dann für 6 Tage ins Stammesgebiet entlang der Godavari. Wir besuchen jeden Tag zwei Gemeinden, die Kinderheime und gönnen uns eine Flussfahrt. Überall werden wir mit Blumengirlanden und Fußwaschung begrüßt. Alle freuen sich über den Besuch und schnell sind emotionale Beziehungen zu Einheimischen und Kindern aufgebaut. Wir singen. Wir tanzen. Wir reden. Geschlafen wird in Kirchen oder draußen. Es ist heiß, manchmal auch schwül. Wir schwitzen. Wir essen mit den Fingern. Wir gehen in den Busch, wenns sein muß. Die tage in der GSELC werden zu ganz besonderen Tagen. Eine Taufe von 65 Menschen zu erleben, das ist schon etwas Besonderes! Abendliche Meetings mit Tanz und Liedern unter einem Baldachin oder in den Hüttenkirchen zu haben, das liegt sonst jenseits aller touristischen Möglichkeiten. Die Flussfahrt machen wir zusammen mit fünfzig Gemeindegliedern. Wir besuchen den Tempel Perentapalli, wo die jetzige Präsidentin Esther Rani einmal zur Priesterin ausgebildet wurde. Wir spielen mit den Kindern ...
                                                                             
Etwas abenteuerlich wird die Weiterreise in den Süden. Unsere "Betten" im Nachtzug sind bereits belegt. Dennoch bekommen wir sie und reisen (mit vier Stunden Verspätung) wie die meisten Inder in der 2.Klasse ohne AC. Wie schön, als uns Jayxapaul mit seinen Freunden von der Shalom-Foundation abholt. Welch ein Luxus in den sauberen Gästezimmern des Kinderheims in Vellore und am Abend in denen des 1.300 m hoch gelegenen Yelligiri-Zentrums! Hier erleben wir die gleiche Gastfreundschaft wie im Stammesgebiet, allerdings mit einem vielfach höheren Komfort. Am nächsten Morgen staunen wir über die Vegetation dieses kleinen Paradieses. Die Hausgemeinde sorgt für uns und wir begegnen ihnen. Ein Kochkurs in indischer Küche, ein Spaziergang durch die Hügellandschaft, gemeinsames Gebet im neuen Multipurpose-Building ... der Tag im Yelligiri-Zentrum ist schnell vorbei.
Wir fahren mit dem Zug nach Bangalore. Shopping ist angesagt. Wenn auch von manchen schon vorher begonnen, auf dem Basar in Delhi, im Sarishop eines Dorfes, in Hyderabad - hier finden sich nun Einkaufsmöglichkeiten mit westlichem Standard. Das Abschlussessen haben wir im 13. Stock eines Hochhauses, oben auf der Dachterrasse. Es ist Deevali und die Menschen unten feiern dierses Fest mit Raketen und Böllern - wie Silvester. Wir erleben das Ganze von oben: Um uns herum ein Feuerwerk an Farben, Lichtern und Raketen. Der Abschluss einer Reise, die als Ganze zwar farbig wie ein Feuerwerk war, aber sicher noch lange nachwirkt.
           
Studienreise 2007
"Das werde ich nie vergessen!" Einer der Teilnehmer unserer Indien-Studienreise bringt es auf den Punkt. Die Eindrücke Indiens, ob nun durch Begegnungen, Landschaft oder geistliche Impulse bleiben prägend für das weitere Leben. In den nächsten FMD-impulse werden einige der Teilnehmer sich dazu äußern.
Diesmal haben wir uns auf der Studienreise vor allem mit den Kontrasten Indiens befasst. Ein aufstrebender Staat in einer globalisierten Welt. Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? Wir sind dem modernen Indien ebenso wie dessen uralter Kultur begegnet; wir haben Städte und Dörfer bereist und sind Managern und Kulis gleichermaßen begegnet. Wir haben uns mit den Ureinwohnern Indiens, den Adivasi, befasst und mit den Folgen des geplanten Großstaudamms (Polavaram-Projekt).
Unser Reiseplan:
1. Tag Anreise mit Emirates über Dubai nach Hyderabad
2.- 4.Tag Hyderabad: Besichtigungen Sultangräber, Birla Mahir - Tempel, Altstadt, Charminar, Mekka Masjid Moschee. Besuch eines Slumgebietes, der High Tech City, des ACTC (christliches College) und des Globalplayers Satyam Ltd.. Lightshow in den Ruinen des Forts, einer ehemals riesigen Festungsanlage, Gottesdienst in luth.Kirche.
5.-6.Tag Vizak: Flug, Besichtigung Stadt, Strand, Bergstation. Besuch bei Manager der Stahlfabrik, Begegnung im "Lebrosy village" der Deichmann-Stiftung (AMG) und einer Schule und Kinderheim.
7.-8.Tag Rajamundhri/Kovoor: Bahnfahrt, Besichtigung Tempelanlagen, altr luth.Kirchengrundstücke, Gast bei Rev. Philip
9.-14.Tag GSELC und Stammesgebiet: Gemeindebesuche von 12 Gemeinden mit Kleinbus, Flußfahrt auf dem Godavari, Wochenmarkt, Gottesdienste, Kircheneinweihung, Besuche von 9 Kinderheimen und dem Kirchenbüro, Wahrnehmen der Auswirkungen des Polavaram-Projektes, Gespräche mit SNEHA (NGO), Besichtigung der Papierfabrik Bhadrachalam und Diskussion mit jungen Rotariern, Hausbesuche...
15.-16.Tag Hyderabad: Anreise mit Kleinbus, Einkaufsmöglichkeiten, Rückflug
Schon die Auflistung deutet die Vielfalt der Reiseerlebnisse an. Erstmalig hat sich die Gruppe auch mit dem modernen Indien befasst. Den Kontakt zur Computerdesign-Firma Satyam hat ein Mitglied der Gruppe hergestellt und wir konnten einen sonst aus Sicherheitsgründen nur schwer zugänglichen Einblick in die Entwicklungsabteilung des Globalplayers bekommen. Erstmal konnten wir die Papierfabrik besichtigen und deren riesige Ausmaße mit 4 großen Herstellungshallen, einem eigenen Kraftwerk, inzwischen funktionierender Kläranlage usw. wahrnehmen. Anregend auch die Diskussion mit jungen Mitarbeitern der Fabrik, einer Jugendabteilung des Rotary-Club. Dem gegenüber dann die Begegnung mit einem Großstadtslum, Lebrakranken und den Armen der Ärmsten. Und natürlich den Koyas entlang der Godavari und unseren nach wie vor dynamischen und geisltich sehr lebendigen Partnern. Man muss es erlebt haben! Und wenn Sie mögen, haben Sie dazu auf einer nächsten Studienreise Gelegenheit. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei Frank Jürgens,Genaue Informationen erhalten Sie auf Anfrage. Nähere Angaben zur Reise finden Sie im Flyer Studienreise E.Krause oder H.Brünjes.
Hier nun eine winzige Auswahl an Fotos...
                                                           
Reisebericht Oktober 2005
Die Studienreise vom 15. bis 30 Oktober 2005 liegt jetzt wieder hinter uns. Nicht los werden die Teilnehmenden Gedanken, Träume, Bilder, Gefühle, Gerüche und Geräusche Indiens. Bei Lesen der folgenden Eindrücke und beim Ansehen der kleinen Fotoauswahl ahnen Sie vielleicht, warum ...
Teilnehmenden der Reise haben in den FMD-Impulsen Nr.105 von der Reise berichtet. Hier ein Paar Auszüge und Fotos:
Ulrike Gerken schreibt: "Die Sinnesorgane werden stark beansprucht. Sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen sind Erlebnisse, die man so einfach nicht wiedergeben kann. Die Begegnungen mit den Kindern und Erwachsenen der Shalom Foundation und später im Stammesgebiet waren überwältigend. Herzliche, fröhliche Begrüßung mit Blumenkränzen, Liedern, Tänzen, Fußwaschungen, Segnungen und „Wandanale“ = „Gott- sei- mit- Dir“, ein Wort, mit dem sich Christen in Indien begrüßen und verabschieden."
Ihr Mann Hermann Gerken ergänzt: "Wir hatten keine Ahnung, was uns in Indien erwartete. Es ist einfach eine andere Welt. Alleine schon, dass Kopfschütteln „Ja“ bedeutet. Dann der Verkehr auf den vollen Straßen. Man hat den Eindruck, es gibt keine Regeln und doch geht es fast immer gut. Die vielen Fahrräder, Motorräder, dreirädrige Taxis und dazwischen Kühe, Ziegen, Hunde und nicht zu vergessen, die vielen Menschen. Es ist ein dauerndes Gehupe. Dann die andere Seite. Überall freundliche Menschen. Obwohl die einzigen Weißen in einer Millionenstadt, hatte man nie das Gefühl, bedroht zu sein. Und dann die Christlichen Gemeinden in den Stammesgebieten. Ein überschwänglicher Empfang wurde uns überall bereitet mit Singen, Tanzen, Trommeln und Girlanden um den Hals gehängt. Es war einfach überwältigend, zu sehen, wie fröhlich diese Menschen trotz ihrer Armut waren und wie sie durch den christlichen Glauben freier und selbstbewußter auftraten. Wir haben gesehen, wie überaus wichtig die Unterstützung durch den F M D für diese Menschen ist."
Reinhild Heitmann und ihr Mann Ralf: "Begegnungen mit Menschen in den Gemeinden der GSELC, die ich nur vom Hörensagen kannte. ... und die mich vorher gar nicht kannten. Und trotzdem: Nie habe ich ein Gefühl des Fremdseins gehabt. Nie das Gefühl „nicht dazu zu gehören“, nie das Gefühl, nicht verstanden zu werden, nie das Gefühl, unerwünscht zu sein, nie das Gefühl, nicht geliebt zu werden. Ganz im Gegenteil! Überall wurde ich so herzlich empfangen, als würde ich nach einer langen Reise nach Hause kommen. Überall gab es solch ein Essen, wie man es für gute Freunde kocht. Überall kamen Männer, Frauen und Kinder uns mit so viel Liebe und Wärme entgegen, wie ich es nicht beschreiben kann. Überall fühlte ich mich zu Hause."
Sie interessiert das Programm dieser Reise?
Hier in Kürze: Ankommen Madras und erstes "Beschnuppern" des neuen Landes. Kennenlernen der Tempelkultur und des Hinduismus in Mahabalipuram und Kancheepuram. Besuch einer Seidenweberei und einer Krokodilfarm. Übernachtung im Kinderheim der SHALOM-Foundation in Vellore und anschließend ins Tagungszentrum in die Jelligiri-Berge. Besichtigung des Tempels und einer Priesterschule in Tirumala. Zugfahrt in die GSELC. 5 Tage lang: Besuch von vielen Gemeinden, meetings mit bis zu tausend Menschen, eine Flussfahrt auf dem Godavari, Übernachten in Hütten und Kirchen, Kontakt zu vielen Stammesleuten. Zwei Tage geht es um den Dialog zwischen Hindus und Moslems in Hyderabad incl. diverse Besichtigungen. Am Ende der Reise noch shopping in Madras.
Sollten Sie Interesse haben an einer solchen Studienreise teilzunehmen oder wenn Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich bitte an Hermann Brünjes.
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