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Überschwemmung August 2006

Schon wieder eine furchtbare Überschwemmung! Es hat im West- und Ostgodavari-Destrikt tagelang ununterbrochen geregnet . 200 Notaufnahmelager wurden errichtet und 300.000 Menschen darin aufgenommen. Es sind gemäß Zeitungsmeldungen bereits knapp 100 Menschen umgekommen. 160 Dörfer sind danach überflutet und 50 vom Wasser eingeschlossen. (Das Foto zeigt ein Stammesdorf, bei dem nur die Dächer zu sehen sind.)

Auch unsere Partner sind von den der Jahrhundertflut betroffen. Der Wasserstand ist der höchste seit 1962, also noch höher als jene allen noch in schlimmer Erinnerung befindliche Überschwemmung 1986. Wieder wird Nothilfe erforderlich und später die Sanierung von Feldern und Hütten. Im Moment hat die GSELC zwei Boote gechartert und bringt damit Hilfslieferungen zu den Eingeschlossenen.

Unsere Partner haben über die UELCI Hilfe angefordert. Auch wir unternehmen zusammen mit dem ELM (Evang.Luth.Missionswerk) alle Anstreungungen um zu helfen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Wir bitten Sie dringend um Gebet und Spenden!

7. September 2006

Unsere Partner haben inzwischen über 4.000 Familien mit dem Nötigsten versorgt. Einige Fotos unserer Geschwister zeigen die Abfüllung und Übergabe der Lebensmittel.

Dafür wurden 25.000 € eingesetzt. Inzwischen haben viele Spenderinnen und Spender auf die Bitte um Hilfe reagiert und wir haben ca. 40.000 € bekommen. Allen sei ganz herzlich im Namen der Menschen entlang des Godavari gedankt! Das gesammelte Geld geht zusammen mit weiteren 30.000 € der Landeskirche Hannovers und 5.000 € der Landeskirche Braunschweig nach Indien. Es beginnt die zweite Phase der Hilfe, also das Instand-Setzen der Felder. Dies muss sehr schnell geschehen, damit die Bauern noch während der Regenfälle ihre Saat ausbringen und später vor den langen Trockenperioden ernten können.

Falls Sie nähere Informationen zum Umgang mit für die GSELC bestimmten Finanzen wünschen, lesen Sie bitte den Artikel "Die Spur des Geldes".

12. August 2006:

Präsident Amos berichtet in einer E-mail: Wir haben jetzt die Sitation recherchiert und ein sehr schlimmes Ergebnis vorgefunden. Zwar ist der Wasserstand minimal gefallen, jedoch sind viele, viele Dörfer unter Wasser. Es wird noch dauern bis das Wasser abgelaufen ist. Wir haben alle Pastoren erreichen können und können nun sagen, was als nächstes dran ist. 182 Dörfer in unserer Region sind betroffen, das sind 7.150 Familien. Unsere Kirchenleitung hat deshalb beschlossen, Soforthilfe zu leisten. Wir wollen zunächst Lebensmittel liefern: 20 kg Reis, 3 kg Linsen, 1 kg Chilli, 1 kg Öl zum Kochen, 1 kg Salz. Außerdem soll jede Person eine Decke und 1 Handtuch bekommen. Auch würden wir gerne beim Aufbau der Hütten helfen und Verlorenes wie z.B. Medizin, wiederbeschaffen. Dies wäre die 1.Phase. Da viele Orte anders nicht erreichbar sind, haben wir zwei Motorboote gemietet, um die Sachen zu den Leuten zu bringen.

In einer 2.Phase geht es dann darum 2.500 Farmern zu helfen, die Felder neu zu bewirtschaften. Sie haben durch die Überschwemmung viel verloren und sind auf Hilfe angewiesen.

Bitte erkennt die Not und helft uns, Euer Bruder in Christus, Rev.Amos

11.August 2006:

Folgenden Brief haben wir an alle Freundinnen und Freunde des FMD geschickt.

Liebe Freundinnen und Freunde unserer Gemeinden und Kinder in der Kirche des Barmherzigen Samariters,  

während wir unter einer Dürre in Mitteleuropa leiden, wurde die Gegend um den Fluss Godavari im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh von so heftigen Regengüssen heimgesucht, dass der Fluss über die Ufer getreten ist und mehr als 200 Dörfer weggeschwemmt hat. Wie viele Menschen dabei den Tod fanden, lässt sich im Augenblick noch nicht sagen, aber die Flut hat die Ausmaße der Flut von 1986 erreicht.  

Alle acht Kinderheime sind überflutet. Die Kinder konnten rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden. Sie haben so viel wie möglich an Lebensmitteln und Kleidung mitnehmen können. Aber viele Gebäude, besonders natürlich die Hütten sind total zerstört. Wie es in den Gemeinden aussieht, können wir zur Zeit noch nicht sagen. Viele Ortschaften sind nicht erreichbar. Aber wir wissen von der großen Flut 1986, dass vermutlich die gesamte Ernte, die in diesem Jahr besonders gut ausfallen sollte, zerstört ist. Kaum eine Familie lebte in festen Häusern. So ist damit zu rechnen, dass Tausende Hütten von der Flut mitgerissen wurden und Tausende Familien alles verloren haben. 

Wir werden unmöglich so viel Geld sammeln können, dass wir auch nur annähernd einen Ersatz für die verloren gegangenen Güter schaffen können. Schon gar nicht werden wir die Schmerzen lindern können, die Menschen durch den Verlust von Angehörigen erleiden.  Aber ich bitte Sie alle von ganzem Herzen: Bitte tun Sie was Sie können, damit wir die größte Not Lindern können. Vielleicht können Sie in Ihrer Kirchengemeinde anregen, dass am kommenden Sonntag ein Sonderopfer für die Flutopfer gesammelt wird. Ich bin sicher, dass auch die Landeskirchen und das ELM (Ev. Luth. Missionswerk in Hermannsburg) mithelfen werden.

Wir werden im Vertrauen auf Ihre Hilfe noch heute eine finanzielle Hilfszusage geben, damit schnell gehandelt werden kann.

Bitte überweisen Sie Ihren Beitrag auf das

Konto des Freundeskreises Missionarische Dienste (FMD) bei der Sparkasse Uelzen; BLZ 25850110, Konto Nr. 4000 915; Stichwort: Katastrophenhilfe.  

Im Namen der Kirche des Barmherzigen Samariters und natürlich auch im Namen des Arbeitskreises Weltmission im FMD bedanke ich mich schon jetzt bei Euch/Ihnen,

Ihr Eckard H. Krause

7. August 2006

Über die folgenden Links finden Sie Zeitungsberichte und Bilder der Überschwemmung. Erste Meldungen vom Ausmaß der Überschwemmung erreichten uns am 7.August 2006. Indische und asiatische Zeitungen berichten ausführlich, während diese Meldungen in Europa garnicht oder kaum wahrgenommen werden.

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