Kirchenleitung / aktuelle EntwicklungenHier lesen Sie die aktuellen Entwicklungen im laufenden Jahr. Die Infos und Fotos der Vorjahre können Sie aufrufen, wenn Sie die jeweilige Jahreszahl anklicken:2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011Januar 2012Es hat sich viel getan in der Partnerkirche. Im Januar haben Hermann Brünjes und Eckard Krause die Partnerkirche besucht. Außerdem ist Hans Mittmann wieder dort, um die Partner bei der Umsetzung der neuen Struktur und der Diskussion über die neue Verfassung zu unterstützen und zu beraten. Hier ein paar aktuelle Entwicklungen, aufgelockert mit Fotos: Die Jugend-Mitarbeiterschulung wurde vom 10. - 12. Januar in Serapaka durchgeführt. Registriert waren 280 junge Delegierte aus den Gemeinden. Am Abend, zum Kulturprogramm kamen noch ca. 100 Jugendliche hinzu, um Tanz, Musik und Theater zu genießen - eine Stimmung mindestens wie im Pfingstcamp! Thematisch ging es um "missionarische Jugendarbeit" und "Verantwortung für die Natur". Gastredner waren Hermann Brünjes, Dr. David Raju (ehemals ACTC), ein Baptistenpfarrer und der Polizeichef von Burgampadu. Wieder war es höchst spannend, die Jugendlichen im Gruppengespräch und bei höchster Konzentration während der zum Teil langen Referate zu erleben. Da konnte eine Veranstaltung schon mal über drei Stunden gehen ohne dass es bei den Teilnehmenden zu nennenswerten Ermüdungserscheinungen kam. Hier ein Auszug aus dem Sachbericht von Hermann Brünjes: "M.E. ist die Jugendarbeit nach wie vor ein Motor zu geistlichem Leben und Aufbruch in den Gemeinden. Sie ist nicht nur Zukunft, sondern vor allem auch Gegenwart der GSELC. Es gibt in mehreren Gemeinden ganz offizielle Jugendarbeit bzw. gruppen. Die Treffen im Januar sind zur festen, sehr beliebten Institution geworden und vermitteln Identität mit Kirche und Evangelium. Etwa 1⁄2 der diesjährigen Delegierten waren auch 2011 in Kukunuru dabei. Einige Delegierten haben gleich noch einige Jugendliche mehr mitgebracht. Das wirkt sich vor allem beim „Kulturprogramm“ am Abend positiv auf die enorm mitreißende Stimmung aus. Eins ist klar: Die Stammeskultur wird in die Moderne integriert. Was sich schon viele Jahre abgezeichnet hat, ist m.E. nun vollzogen. Früher habe ich beklagt, dass die Moderne (vor allem durch Verstärkeranlagen) die Stammeskultur verdrängt und vernichtet. Heute würde ich sagen, sie wird in die Moderne integriert wie alles und immer in Indien. Nicht entweder oder, sondern sowohl als auch. Man könnte in Anlehnung an „Bethoven meets Pop“ sagen: „Tribal-Culture meets IndiePop.“ Die Tänze sind teilweise samt der Schritte geblieben. Nur werden sie eben lauter, schneller, poppiger und auch vielfältiger umgesetzt. Andersherum finden sich auch in Tribaltänzen Elemente des indischen Tempeltanzes wieder. Es wird kombiniert, nicht mehr konfrontiert wie noch vor zehn Jahren. Ein Ergebnis der Jugendarbeit erweist sich als überaus zukunftsweisend: Die "TfT Study-Groups" in den Dörfern. Waren es im letzten Jahr noch 10 Gruppen, so sind es nach dieser Jugendveranstaltung insgesamt 21. Somit kommen in vielen Dörfern über 300 Kinder zusammen und werden von ehrenamtlichen Jugendlichen bei den Hausaufgaben unterstützt. Tendenz: Steigend. Sicher wird manche der Gruppen auch mal schlecht oder garnicht laufen - so ist das bei ehrenamtlicher Arbeit ja auch bei uns - aber die Jugendlichen sind als Laien-Lehrer mit großer Freude und Begeisterung dabei. Erste Früchte kann man nach einem Jahr des Projektes schon sehen. In den Dörfern, wo die Gruppen laufen, wird auch der Kontakt zwischen Kirchengemeinde und Dorfbewohnern intensiviert. Die Study-groups sind ein tolles Zeichen dafür, dass Christus und Christen sich um die Menschen kümmern. Die Kirchenleitung hat deshalb einen Lehrer und einen Assistenten angestellt, damit die Ehrenamtlichen möglichst intensiv begleitet und immer wieder motiviert werden. Finanziert wird das Projekt über Spenden (um die wir Sie herzlich bitten) und auch durch freiwillige Beiträge in den Dörfern, z.B. Bonbons für die Kinder. Hermann Brünjes hat viele dieser "Study-Groups" besucht und die Mitarbeiter motiviert. Er ist davon begeistert, wie sich die jungen Leute für die Kinder und die Verbreitung des Evangeliums einsetzen. Weiterer Höhepunkt im Januar war die Synode (Convention) vom 16.-18.1.2012 in Vinnayakapuram. Aus allen Gemeinden waren Delegierte gekommen und auch die Hauptamtlichen waren dabei. Der im letzten Jahr gewählte President Pastor John Kant, der Generalsekretär Saibabu, die Jugendpastorin Hannah, der TfT-Direktor Dr. David Raju und die Delegierten aus den Gemeinden legten Berichte aus den Arbeitsfeldern vor. Großartig, wie alles gelaufen ist! So wurden 120 Menschen getauft und die Einnahmen aus Kollekten enorm gesteigert. Ziel ist es, in 9 Jahren die Gehälter der Mitarbeitenden aus Kollekten und Abgaben der Gemeinden zu finanzieren so dass man auf Gemeindeebene nicht mehr auf Zuschüsse von außerhalb angewiesen ist. Für das Bildungsprojekt "Teachers for Tribals" wird das in absehbarer zeit leider garnicht möglich werden, denn die Gemeindeglieder sind in der Regel ärmste Kulis und die Einnahmen der Kirche entsprechend gering. Also bleiben die Partner im gesamten Bereiich diakonischer Hilfe auf unsere Unterstützung angewiesen. Sie danken ausdrücklich den Freunden im FMD und bitten herzlich um Gebet und weitere Hilfe. Besonders eindrücklich waren die Berichte der Delegierten aus den Gemeinden. Welch Freude, zu erleben, wie KirchenvorsteherInnen und Ehrenamtliche Verantwortung in den Gemeinden übernehmen! Es wurden in 5 Gemeinden Kirchengebäude eingeweiht und weitere 5 sind mit dem Bau von Steinkiurchen angefangen. Fast die gesamten Kosten haben die Gemeinden selbst aufgebracht und sich mit ihrer Arbeitskraft voll eingebracht. Gerne wollen wir jenen Gemeinden, die sich derart einsetzen, einen Zuschuss zur Fertigstellung ihrer Kirche geben - da sind wir aber auf Sie und Ihre Spenden angewiesen. Wir sind uns einig: Diese Welle von Kirchbauten zeigt ein neues "Wir-Gefühl" der Gemeinden und ist Ausdruck neuer geistlicher Bewegung. Sehr positiv war auch der kurze Auftritt des Leiters der Vereinigten Ev. Luth. Kirchen Indiens (UELCI), Dr. Augustine aus Chennai während der Convention . Er wurde überaus herzlich willkommen geheißen und versprach der GSELC, sich dafür einzusetzen, dass im nächsten Jahr die Bischofskonferenz aller Lutherischen Kirchen in der GSELC sein soll. Welch eine Ehre für unsere kleine und junge Partnerkirche! Und noch ein kleines "Wunder": Es scheint, dass sich zumindest einige der abgespaltenen Gruppen wieder auf die GSELC zu bewegen. So sind bereits auf Gemeindeebene diverse Formen der Zusammenarbeit gelaufen (z.B. Weihnachten und jetzt auch bei einer Taufe von 27 Gemeindegliedern). Nun haben auch Gespräche über eine mögliche Vereinigung begonnen. Wie genau sich dies entwickelt, ist im Moment noch offen. Klar ist nur, dass zumindest bei einigen Gemeinden und Pastoren alles in Richtung "Versöhnung" geht. Der neue Präsident hat dazu maßgeblich beigetragen, denn er baut Brücken. Allerdings konnte dies bis jetzt leider noch nicht zu jenen geschehen, die sich auf die Seite der ehemaligen Gruppe um Paul Raj halten und von K.Abraham in Bhadrachalam ihr Geld erhalten. Fazit: Das Jahr 2012 beginnt mit vielen positiven Nachrichten. Wenn auch immer wieder schmerzliche Rückschläge zu verzeichnen sind, z.B. ehemals treue und wichtige Pastoren oder auch Gemeinden in eine Krise geraten, so zeichnet sich doch eine ganz und gar positive Entwicklung ab. Auch das Projekt "Teachers for Tribals" gewinnt immer mehr an Qualität und Profil. Der Direktor von TfT, Dr. David Raju hat gute Arbeit geleistet. Er wird seine Aufgaben ab Juni an den Lehrer Srinuvas und einen jungen Assistenten abgeben und sich stattdessen um die theologische Fortbildung der Pastoren in der GSELC kümmern. Auch dies ist eine ganz positive Entwicklung. Damit wir in zuverlässiger und guter Weise weiter helfen können, bitten wir Sie um Ihre Gebete und Opfer. Ohne Ihre Unterstützung kann vieles in Indien nicht laufen. Auch wenn Sie einmal an der Studienreise im Oktober teilnehmen oder dafür werben, tun Sie der GSELC einen großen Gefallen. Jede der Gruppen und jeder Besucher wird als Botschafter der Liebe und der Verbindung durch den Glauben freudig aufgenommen und wirkt sich deshalb ganz positiv auf die Gemeinden in Indien aus. Wir zeigen, dass wir zu ihnen stehen! Und sie geben uns mehr als wir erhoffen: Impulse zum Glauben, Hoffen und Lieben. Hier der Flyer zum download. |
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