Kirchenleitung / aktuelle Entwicklungen
Hier lesen Sie die aktuellen Entwicklungen im Jahr 2009. Die Infos und Fotos der Vorjahre können Sie aufrufen, wenn Sie die jeweilige Jahreszahl anklicken:
Oktober 2009: Weiterhin Diskriminierung von Christen in Orissa
Pastor Philip hat enge Kontakte nach Orissa. Er beschreibt, wie die Christen dort weiterhin diskriminiert werden. Von der Regierung versprochene 300.000 Rs. als Entschädigung für zerstörte Kirchen kommen nur zum Bruchteil (z.B. 10.000 Rs.) bei den Geschädigten an. Viele leben immer noch in Lagern. Es fehlt am Nötigsten. Die meisten Bibeln wurden vom fundamentalistischen Hindumob verbrannt. Durch private Initiativen über den FMD konnten kleine Hilfen geleistet werden. Insgesamt haben wir immerhin 1.700 € zusammengelegt und den Geschwistern zukommen lassen. 2-3 Kirchen können damit wieder aufgebaut werden und vor allem können wir das Gefühl vermitteln, dass die Gräueltaten wahrgenommen werden und wir an der Seite der Geschwister stehen. Bitte beten Sie mit für diese Menschen. Hier einige aktuelle Bilder:
     
Januar 2009: Jugendtreffen, Kirchentag und Synode (24.01.2009)
Im Januar waren Hermann Brünjes und Eckard Krause in Indien und haben wichtige Besuche gemacht, Veranstaltungen mitgestaltet und bei Sitzungen mitgearbeitet. Bitte rufen Sie über die Verlinkungen nähere Informationen ab.
Hermann Brünjes war zunächst in der Shalom-Foundation und hat das neue Zentrum in den Yelligiribergen abgesehen und die dortige Hausgemeinde von der des MZ Hanstedt gegrüßt. Er konnte auch Spenden für die Einrichtung der Küche des Zentrums mitbringen.
Jugendtreffen: Zu einem Jugendtreffen der GSELC waren über 400 junge Leute gekommen. Das Programm des überaus fruchtbaren und fröhlichen dreitägigen Treffens hat viel Identifikation für die Kirche und Freude am Glauben gebracht. Interessant war u.a., dass die Jugendlichen bereits die zweite Generation der Kirche verkörpern.
Kirchentag: Erstmals hat die GSELC einen Kirchentag veranstaltet. Für einen Tag sind über 4.000 Gemeindeglieder nach Yelerupadu gekommen, um ihren Glauben zu feiern und ihre Kirche wahrzunehmen. Beides ist sehr gut gelungen. Leider gab es Störungen durch fundamentalistische Hindus aus der entfernten Kreisstadt, die den deutschen Gästen vorwarfen, mit einem Touristenvisum in Indien zu sein, jedoch öffentlich zu predigen. So konnte zwar Eckard Krause seine Ansprache beenden, Hermann Brünjes jedoch nicht mehr zu den Gemeindegliedern sprechen. Alle gehen davon aus, dass Paul Raj die Hindus als Störung der Veranstaltung instrumentalisiert hat. In den Zeitungen gab es anschließend kritische Bemerkungen gegen die Störer aber auch sehr sachliche Kommentare. Dennoch, oder gerade deshalb war dieser Kirchentag vor allem für die Identifikation der Christen der Shepard-Kirche ein wichtiges Ereignis.
Ein Convention bzw. die Synode der Good Shepard Kirche mit 158 Delegierten aus den 40 Gemeinden, schloss sich an. Dazu war auch der ELM-Asienreferent Helmut Grimmsmann eingeladen. Berichte der Bischöfin, des Generalsekretärs und der Pastoren zeigten, dass die Kirche geistlich und missionarische immer aktiver wird. Die Beschäftigung mit sich selbst und den Problemen durch die Krise, weicht immer mehr neuem Engagement. Die Delegierten beschlossen vor allem die Neustrukturierung der Kirche: Es gibt demnächst 10 Gemeinden mit einem (in Zukunft) ordinierten Pastoren als Leiter und jeweils einem Team von Ortspastoren, Evangelisten und Bibelfrauen. Dieses Team arbeitet in je 4-10 Orte (insgesamt zunächst ca. 60 Dörfer) an Aufbau und Begleitung der Gemeinden.
Eine Sitzung der Kirchenleitung schloss sich an. E.Krause und H.Grimmsmann nahmen daran teil. Die von der Convention beschlossenen Schritte wurden auf den Weg gebracht.
Es gilt generell : Weder zu Paul Rajs Zeiten noch in den ersten Jahren nach der Befreiung ging es dermaßen demokratisch, offen und und fair zu wie heute. Schriftliche Vorlagen (z.B. Budget, Jahresabschluss, Reports), öffentliche Anhörungen aller, Entscheidungen der Kirchenleitung erst nach Anhörung aller Positionen, Gruppenarbeit. Mit riesigen Schritten entwickelt sich eine neue Generation selbstverantwortlicher Christen. Allerdings: Rückschritte sind dabei immer wieder möglich, Grabenkämpfe um Positionen, Geld und Gewohnheiten gehören mit zum Prozess.
TfT Hostelarbeit: Die Kinderheime wurden jetzt nicht besucht, denn die Kinder waren bei ihren Eltern oder Verwandten in den Ponagal-Ferien. Aber Hermann Brünjes hat die Anlagen in Vinnayakapuram, Kukunuru, Koyda und Yedavalli gesehen und sich sehr darüber gefreut, in welch gutem Zustand sie waren. Auch die Begrünung und die Küchengärten werden sehr ernst genommen. Kukunuru bekommt gerade ein Geländer für Treppe und Dach, damit Letzteres für den Aufenthalt sicher gemacht wird. G.K.Padu hat einen neuen Anstrich von innen und außen bekommen und das zunächst als Interimshostel errichtete Gelände und Haus in Chakkaripalli/Gullavai ist nun mit Toiletten und Waschplatz ausgestattet.
Spaltungen: Die Beziehungen zu den anderen Gruppen sind unterschiedlich. Es bestehen Freundschaften zwischen Personen und auf Gemeindeebene gibt es ein streitloses Miteinander. Mit den Pastoren der Johnson-Gruppe gibt es inzwischen entspannte Beziehungen. Dagegen macht Timothy in seiner Region große Probleme. Er hat den Kirchentag durch Einfluss auf die örtliche Polizei verhindern wollen, streitet wegen Landbesitz und Kinderheim. Dennoch gehen alle davon aus, dass nicht er, sondern Paul Raj selbst hinter der Störung des Kirchentages durch fundamentalistische Hindus steckt. Die Johnson-Gruppe wollte die zuletzt abgespaltenen Pastoren um Timothy nicht auf ihrer Gehaltliste akzeptieren. Also bekommen die jetzt direkt von Paul Raj bzw. Abraham Geld. Alle gehen davon aus, dass Paul Raj diese Leute benutzt, um seine "Spielchen" zu treiben. Diese Gruppe sitzt jedoch zwischen den Stühlen und einige wünschen sich, zurück zur Shepard zu kommen. Der ehemalige Jugenddirektor Jacob ist bereits wieder aufgenommen worden.
Sehr deutlich wurde, dass im Moment niemand eine Vereinigung sucht. Die Shepard Kirche jedenfalls kämpft weiter um ihre Rechte und den gestohlenen Besitz. Auch das Reden von Paul Raj über Friedensgespräche usw. wird durch sämtliche Aktionen und Verhaltensweisen mehr als deutlich widerlegt. Der bis dato bilateral vor allem über Hermann Brünjes noch bestehende Kontakt mit ihm wird deshalb jetzt auch eingefroren bzw. abgebrochen.
Die neuesten Entwicklungen bezüglich des Polavaram-Projektes geben Hoffnung, dass dieses Projekt zumindest nicht so durchgezogen werden kann, wie die Regierung es sich vorstellt.
Christenverfolgung Orissa (24.1.2009)
Über die Verfolgung der Christen in Orissa gibt es jetzt eine interessante Dokumentation der Gesellschaft für bedrohte Völker. Sie finden das Dokument hier als .pdf-Datei. Wir haben bereits an anderer Stelle informiert (Siehe Link).
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