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Kirchenleitung / aktuelle Entwicklungen

Hier lesen Sie die aktuellen Entwicklungen im laufenden Jahr. Die Infos und Fotos der Vorjahre können Sie aufrufen, wenn Sie die jeweilige Jahreszahl anklicken:

2005 2006 2007

Weihnachten 2008 - zwischen Angst und Frieden (27.12.2008)

Von den Christen in Orissa haben wir nichts Genaues gehört. Sie haben die Weihnachtstage sicher in Angst und Sorge verbracht, haben doch die fundamentalistischen Hindugruppen mit einem weihnachtlichen Generalstreik gedroht (Siehe Link).

Unsere Geschwister in der GSELC sind von derlei Verfolgung nicht betroffen - sieht man einmal von der alle Bewohner der Region betroffenen Bedrohung durch das Polavaram-Projekt ab. Trotzdem gibt es Angst und vor allem Ärger - den allerdings machen sich unsere Geschwister selbst. Pastoren um Timothy, der mit einigen anderen die Good Shepard Kirche verlassen hat, weil sie ihr Kirchenland nicht für die Kirche registrieren wollten (siehe Bericht 11.6.08), haben versucht, das gemauerte Kirchengebäude in Kukunuru für sich zu beanspruchen. Sie hatten mit Hilfe von K.Abraham, der auf dem Gelände vor der Kirche die Alina School betreibt, die Polizei des Dorfes bestochen und dem Ortspastor wurde bei Strafandrohung verboten, die Kirche zu betreten. Daraufhin hat die Kirchenleitung einen Minister eingeschaltet und der hat sie unterstützt. Das Ganze lief recht dramatisch ab: Kirchenbesetzung durch die Abweichler, Gegendemonstration von hunderten Gemeindegliedern, Verhandlungen mit der Polizei usw. Am Ende bekamen unsere Geschwister von der Good Shepard die Kirche ausdrücklich zugesprochen und konnten dort Weihnachten feiern.

Im Dorf Rekapaka gab es kurz vor Weihnachten eine Brandstiftung: Die Hüttenkirche wurde abgebrannt. Durch wen, ist unklar. Die Kirchenleitung hat mit unserer Hilfe dafür gesorgt, dass die Kirche noch vor dem Fest wieder aufgebaut werden konnte so dass auch diese Gemeinde dort Weihnachten feiern konnte.

Diverse Telefonate während der Festtage haben uns froh gemacht, weil in allen Gemeinden wie üblich Weihnachten gefeiert wurde. Dieses Fest ist das am intensivsten begangene des Jahres, ähnlich bei uns. Es werden lange Gottesdienste gefeiert, mit Krippenspiel, Kerzenzeremonie und Weihnachtspredigt. Die Mitarbeiter ziehen durchs Dorf und singen, laden alle ein - und viele kommen auch wenn sie sich sonst Stammes- oder Hindutraditionen ausüben und noch keine Christen sind. Mitarbeitende in Gemeinden und Kinderheimen bekommen ein Kleidungsstück geschenkt, die Kinder in allen Heimen des Teachers for Tribals - Programmes erhalten eine Garnitur Schulkleidung und dieses Jahr erstmals auch Schulranzen. Und natürlich gehört auch ein gutes Essen und viel Begegnung und Spaß zum Fest.

Mittmanns aus Indien zurück (27.12.2008)

Ehepaar Mittmann ist am 23.11. nach vier Wochen aus Indien zurückgekommen und hat seinen Bericht vorgelegt. Viele Details über Zahlungen, Buchführung und Administration der Kirche haben sie ordnen können, aber auch Hilfen zur Strukur der Mitgliederbeiträge, Eigeneinnahmen usw. gegeben. Außerdem haben sie die Geschwister vor allem bei der Führung der Kinderheime unterstützt. Hans Mittmann berichtet u.a. über die Situation in der Kinderheimen:

Der Indische Staat Andhra Pradesh unterstützt arme Familien mit einem Reisprogramm. Jede Familie erhält pro Monat bis zu 20 kg. Reis für einen Sonderpreis von Rs. 2,-- pro kg. Davon profitieren auch Christen und die Kinderheime. Außerdem wird Kindern der Primary School (Klasse 1-5) ein Mittagessen kostenlos angeboten. Daran nehmen natürlich auch die Hostelkinder teil. Alle Kinder bekommen zu Weihnachten eine Schultasche. Die wird dringend benötigt, da sonst die Bücher und Hefte in kurzer Zeit verschlissen sind. Auch, wie immer, bekommen sie zu Weihnachten eine Garnitur Schulkleidung. Davon sollen sie zwei besitzten, damit jeweils eine Garnitur gewaschen werden kann.

Die Hostel laufen weiterhin gut. Im Übergangshostel Chakkaripalli wurde ein guter Brunnen installiert und die sanitären Anlagen ausgebaut. In G.K. Padu wurden die Gebäude von innen und außen gestrichen.

Christenverfolgung in Orissa geht weiter - was Sie tun können (11.11.2008)

Inzwischen gibt es viel Protest gegen die furchtbaren Zustände im indischen Bundesstaat Orissa. Über diesen Link (Amnesty International) können Sie sich weiter informieren und bekommen auch Informationen darüber, was Sie tun können.

Mittmanns in Indien (11.11.2008)

Zur Zeit halten sich Hans und Gundel Mittmann in Indien auf. Telefonisch berichten sie, dass die Registrierung des Landes voran geht und die Kinderheime einen guten Eindruck machen. Das provisorische Hostel in Chakkaripalli muss allerdings noch eine zuverlässige Wasserversorgung bekommen und Sanitäranlagen. Hans Mittmann kümmert sich darum. Ansonsten haben viele Menschen in der Region zur Zeit eine Erkältung, da der Winter anbricht und es (für südindische Verhältnisse) kalt geworden ist. Dabei gibt es wegen der Feuchtigkeit noch viele Mücken und viele Menschen haben Malaria bekommen. Ende des Monats werden Mittmanns nach vier Wochen Aufenthalt in der GSELC wieder zurückkommen. Wenn Sie Details wissen möchten, können Sie dort direkt anrufen: 0421 804913. Allerdings erfahren Sie auch hier die wichtigsten Neuigkeiten.

Besuch aus Indien Oktober 2008 (19.10.2008)

Für zwei Wochen besuchten Präsidentin Esther Rani und Generalsekretär Pastor N.Daniel Deutschland. Eingeladen wurden sie vom ELM (Evang.-luth. Missionswerk in Niedersachen) anlässlich einer Tagung in Hermannsburg, zu der alle Präsidenten und Bischöfe der Partnerkirchen eingeladen waren. Auf der Konsultation ging es um Fragen der Partnerschaft und des Missionsverständnisses und das Treffen diente der Verbindung untereinander. Die beiden Delegierten der Good Shepard Evang. Luth. Church haben sich auf der Tagung wohl gefühlt und, auch wenn es sprachlich manchmal schwierig war, einige Kontakte knüpfen können. Besonders dankbar sind sie dem Asienreferenten Helmut Grimmsmann für die Einladung und die Gastfreundschaft.
Im Anschluss an die Tagung besuchten die Gäste Gemeinden und FreundInnen, die mit der GSELC verbunden sind. Sie gestalteten Gottesdienste in Westrhauderfehn und in der Epiphaniasgemeinde Bremen mit, besuchten in Ostfriesland mehre Gruppen, machten diverse persönliche Besuche und nahmen am Arbeitskreis Weltmission teil.
Nicht nur Esther Rani, auch Pastor N.Daniel, der als Übersetzer seiner Präsidentin mitgekommen war und das erste Mal außerhalb von Indien war, haben sich sehr wohl gefühlt und danken allen, die zum Gelingen ihres Besuches beigetragen haben. Mehrfach haben sie eingeladen, einmal nach Indien zu kommen, z.B. im nächsten Jahr mit der Studienreise im Oktober 2009.

Im Arbeitskreis Weltmission am 18.10.08 wurde über einige Neuigkeiten diskutiert: So hat die Kirchenleitung beschlossen, der Convention (Synode) eine neue Struktur vorzuschlagen, die die Kirche in 10 Gemeinden gliedert, jeweils mit Zentrum und Nebenstellen. Die Zahl der Mitarbeitenden soll etwas reduziert werden und dafür müsste ein Sozialplan beschlossen werden. Im Moment hat die Kirche ca. 8.000 getaufte Mitglieder, ohne die Kinder und Studenten. Damit ist die Zahl sehr zurückgegangen, was auf Schwierigkeiten innerhalb der Mitarbeiterschaft und die Spaltung in zwei Gruppen zurückzuführen ist. Das Programm "seek the lost" ist angelaufen und zeigt erste Erfolge. Auch die erstmalige Einführung von festen Mitgliedsbeiträgen zeigt erste Früchte. Bereits 5.600 Mitglieder haben diesen Beitrag bezahlt, was keineswegs selbstverständlich ist, da die Leute sehr, sehr arm sind. Nun also ist die Kirche einen Schritt weiter auf dem Weg in die finanzielle Selbstständigkeit.

Die "Gegenseite", ganz und gar unter der Regie von Paul Raj, hat am 1.9. eine Synode veranstaltet. Dazu hat man einen richterlichen Bescheid vorgelegt, der jetzt jedoch von der Präsidentin Esther Rani angefochten wird. Noch ist nicht entschieden, wer Rechtsnachfolger der GSELC-Leitung ist. Beide Gruppen beanspruchen das - nach unserer Interpretation jedoch nur die Gruppe um Esther Rani mit Recht. Es geht bei dieser Frage nicht nur um Rechthaberei - dann würden unsere Partner längst aufhören, auf ihrem Recht zu bestehen - sondern es geht um viel Geld und die Besitztümer aus der Phase vor 2003. Vor allem Letztere benötigt die Kirche um ihr Einkommen für die Gemeinden zu sichern.

Im November werden Hans und Gundel Mittmann nach Indien reisen. Sie werden vor allem die Bildungsarbeit in den Kinderheimen und die Administration begleiten. Im Januar 2009 sind dann eine Jugendkonferenz, Pastorentreffen, die Synode, ein Kirchentag und eine Pastorenschulung geplant. Dazu sollen E.Krause und H.Brünjes nach Indien reisen.

Ihr Gebet erbitten die Gäste vor allem für das geistliche Wachstum der Kirche und alle Mitarbeitenden, die Kinderheime und die Kinder und viel Weisheit im Umgang mit der noch immer nicht ausgestandenen krise unter den Mitarbeitern.

Besuchsreise Juni 2008 (11.06.2008)

Vom 4. -19.6.2008 setzte H.Brünjes seinen Urlaub dafür ein, die GSELC zu begleiten. Der AK Weltmission hatte beschlossen, dies jetzt etwas intensiver zu machen als in "ruhigen" Zeiten. Seine Reise diente vor allem der Klärung im Bereich der Mitarbeiterschaft und der Hostelarbeit. Er brachte viele Detailinformationen mit, von denen hier nur einige genannt werden.

Die Hostel laufen, aufs Ganze gesehen, gut. Gerade sind die langen Sommerferien zuende gegangen. Die Kinder kommen danach leider oft mit Verspätung zurück, da die Eltern zu wenig auf den regelmäßigen Schulbesuch achten. Die Zahl der Kinder in drei Hosteln, in Sandrakunta, Kukunuru und Serapaka wurde etwas reduziert. In einem Treffen mit Lehrern und den "Wardens" (Betreuer und Hostelleiter) wurde angemahnt, dass viele Kinder zu schlechte Schulleistungen bringen. Der Nachhilfeunterricht am Abend wurde neu strukturiert. Baulich bedurfte es in einigen Heimen der Reparaturen. Ventilatoren wurden angeschafft, da nun, in der Regenzeit, viele Mücken kommen. In G.K.Padu war die Mauer zum Hof zusammengefallen und wurde bereits erneuert. Anstriche sollen dann erst nach der Regenzeit erfolgen. In Yedavalli wurde das Dach repariert, diverse Zäune wurden erneuert usw. In Koyda ist alles Bestens, da das Hostel zu Beginn des Jahres rundum erneuert wurde. In Arukuru hat der Warden gekündigt, da er in der Papierfabrik Bhadrachalam arbeiten kann, wo er weit mehr verdient als bei der GSELC.

Durch den Weggang einiger Mitarbeiter (siehe unten) musste in Chakkaripalli das Hostel neu platziert werden. Der Leiter Timothy wollte das Land nicht der Kirche überschreiben. Daraufhin hat die Kirche die Gebäude verlassen, die meisten Kinder bzw. deren Eltern, sind mitgegangen und nun ist im selben Ort ein schlichtes Interimshostel eröffnet worden. Die Fotos zeigen einen kleinen Teil des Geländes und die angemietete Gebäude vor- und nach dem Anstrich. Hütten für die Jungen, die Küche und Waschplätze usw. sind inzwischen errichtet und hat Hostel hat seinen Betrieb aufgenommen.

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Das Hostel der weiterführenden English Medium Schule, das in einem gemieteten Gebäude ist, wurde um einen Raum auf dem Dach erweitert. Nun haben alle genug Platz. (Foto: Neuer Raum mit Warden-Familie)

Die Stärkung der Mitarbeiterschaft war eine der Hauptanliegen des Besuches. Es haben, unter der Federführung von Timothy, 20 MitarbeiterInnen die Kirche verlassen. Sie hatten gehofft, dass sie wieder bei Paul Raj aufgenommen werden, sich darin jedoch getäuscht. Auch die Gruppe um Johnson nimmt sie nicht auf. Also wollen sie teilweise zurückkommen. Dies allerdings macht die Kirchenleitung ihnen nicht leicht. Noch bekommen sie kein Gehalt und noch sind sie nicht wieder aufgenommen worden. Es hat sich gezeigt, dass die meisten von ihnen wegen des Besitzes und familiärer Beziehungen gegen die Kirchenleitung revoltiert haben. 69 Gemeinde-MitarbeiterInnen stehen im Moment auf der Gehaltsliste der GSELC. Die Kirchenleitung versucht, für diese Mitarbeiter die Gehälter zu erwirtschaften. Leider klappt es damit noch nicht so wie geplant und so werden die Familien weiterhin auf humanitäre Hilfe aus Deutschland angewiesen sein. Wir tun, was wir können - vor allem um den Partnern zu eigenen Einnahmen zu verhelfen.

Das geistliche Leben der Kirche ist teilweise sehr lebendig. So erlebte H.Brünjes in 23 Gemeinden mehrere Gebetstreffen und öffentliche Meetings mit, einige davon zogen auch viele "Zaungäste" an. Ausgelöst durch den Wochenspruch war die Botschaft bei diesem Besuch immer gleich: "Seek the lost! Sucht das Verlorene!" Die Kirche hatte einmal 40.000 Mitglieder. Vielleicht 4-5.000 mögen bei der Johnson-Gruppe sein und ca. 12-16.000 auf "unserer" Seite (jeweils sind nur die Getauften gezählt). Sicher ist: Viele der Getauften sind als aktive Mitglieder verloren gegangen. Unter der Leitung der Präsidentin Esther Rani hat die GSELC nun ein Programm gestartet, sie zu suchen, zu finden und zurück zu gewinnen. Bitte beten Sie dafür, dass das gelingt.

Bei allen Mitarbeiter- und teilweise auch in Gemeinden hat H.Brünjes mit den Leuten über die Geschichte der Kirche gesprochen und überall deutlich gezeigt, dass wir aus Deutschland an der Seite der Good Shepard stehen. Anhand einer Palmengrafik wurde das den Gesprächspartnern sehr deutlich.Vor allem die Präsidentin Esther Rani und der Generalsekretär N.Daniel bereisen die Gemeinden und prägen sie geistlich. Bitte beten Sie für "mehr Arbeiter" in der Ernte, denn die wenigen Leute in der Kirchenleitung sind sehr stark gefordert, zumal sie all die administrativen Dinge auch noch zu bewältigen haben. Wieder ging es natürlich um Landfragen und die Registrierungen des Kirchenlandes in den Tribal-Trust. Dies schreitet voran, wenn auch nicht so schnell wie wir es uns wünschen.

Besucht hat H. Brünjes auch das abgebrannte Dorf Kullapadu. Die Feuerhilfe der GSELC (siehe unten) ist angekommen und nun stehen die Hütten wieder, die Leute haben Küchengeschirr, Kleidung usw. Insgesamt wurden 3.200 € investiert und damit 38 Familien geholfen. Die Leute dankten ganz herzlich und freuten sich sichtlich. Sie wollen jetzt eine kleine Kirche bauen.

Mit der Anreise von H.Brünjes hat wieder die Regenzeit eingesetzt. Das ist für alle ein Segen. Nun wird Bhoomi Ponduga gefeiert (siehe Sonderausgaben Indien hautnah) Die Frauen tanzen auf der Straße, die Männer gehen zur Jagd. Die Partnerkirche ist auf einem guten Weg, der allerdings noch lang sein wird. Die Spaltung von 2003 und die Mitarbeiterkrise vom April diesen Jahres müssen erst einmal bewältigt werden. Wir sind wieder einmal froh, dass die Projekte weiterlaufen können - und wenn man die fröhlichen Kinder sieht und jene Geschwister in der Mitarbeiterschaft und in den Gemeinden, die für ihren Glauben brennen, dann weiß man, dass es Sinn macht und Freude dazu!

Feuersbrunst in Kullapadu (17.05.2008)

Die Kirchenleitung meldet, dass in einem Dorf am nördlichen Ufer der Godavari (Nähe G.K.Padu) eine Feuersbrunst fast alle Hütten vernichtet hat. 40 Familien haben bis auf das, was sie am Leib trugen, alles verloren. Der Lions Club hat den Leuten Zeltplanen zur Verfügung gestellt und Verwandte helfen sich gegenseitig mit Nahrung. Andere Hilfe gibt es nicht. Die GSELC sieht sich, zumal viele Gemeindeglieder betroffen sind, herausgefordert, den Leuten für einen Neustart zu helfen. Zusammen mit dem ELM schickt der FMD jetzt ca. 3.500 € für eine Soforthilfe nach Indien. Davon werden für diese 40 Familien Palmblätter zum Decken der neu errichteten Hütten, Kleidung, Decken, Kochgeschirr und Lebensmittel angeschafft. So werden sie in die Lage versetzt, durch eigene Anstrengung eine neue Existenz aufzubauen.

Erneut Unruhe unter MitarbeiterInnen (April 2008)

Wieder gibt es Unruhe in der Kirchenleitung und unter den Pastoren. Die Kirchenleitung hat (wie unten berichtet) verfügt, dass alles Land in den dafür gegründeten Tribal-Verein übertragen werden soll. Im Moment haben einige Pastoren das Land der Kirche auf ihren Namen laufen, da es gesetzlich nur Tribals möglich ist, Land zu erwerben. Einige dieser Pastoren weigern sich nun, die Ländereien auch offiziell in den Tribal-Trust zu geben. Auch Land, auf dem Kinderheime sind, ist davon betroffen und der FMD hat strikt vorgegeben, dass die Heime nur weitergeführt werden, wenn sie auf Land, das im Trust registriert ist, stehen.

Inzwischen ist das meiste Land übertragen. Einige Pastoren allerdings haben sich, um das Land zu behalten, geweigert. Noch ist alles in Bewegung. Nach dem Besuch von Hermann Brünjes im Juni werden wir Genaueres und aktuelle Entwicklungen berichten. Bitte beten Sie dafür, dass die Kirche diesen schweren Auseinandersetzungen gewachsen ist.

Die Kinderheime laufen indessen weiter. Im Moment sind allerdings Sommerferien. Die Heime haben einen wirklich guten Standard erreicht und werden zum Segen für ihre Umgebung. Wir bitten Sie deshalb, auch wenn weiterhin Unruhe in der GSELC herrscht, unbedingt den Kindern die Treue zu halten. Wie bisher werden wir dafür sorgen, dass sie nicht auslöffeln müssen, was orientierungslose Pastoren der Kirche einbrocken. Wir halten Sie jedenfalls auf dem Laufenden!

Konsultation, Gremien und Besuche Januar 2008 (31.1.08)

Im Rahmen der Januar-Reise haben Hermann Brünjes, Arme Hildebrand, Eckard Krause und Helmut Grimmsmann diverse Gemeinden besucht, alle Hostel zumindest kurz gesehen, Projekte angeschaut, eine Konsultation durchgeführt, eine Synode erlebt, eine Mitarbeiterschulung für Jugendmitarbeiter mitgestaltet und vieles mehr. Hier und über die Links bekommen Sie weitere Infos und Fotos.

Gemeindeleben: Über 20 Gemeinden wurden besucht und viele Andachten und Gottesdienste mitgestaltet. Überall kamen, auch in den vielen kleinen Hüttenkirchen, zwischen 20 und 160 Gemeindeglieder zusammen. Die Intensität der Gesänge und Gebete war groß wie immer. In Interviews erfuhren wir von vielen schönen und erstaunlichen geistlichen Erfahrungen. Viele Menschen warten auf die Taufe. Leider gibt es zu wenig ausgebildete Pastoren, so dass die Gemeinden mit dem Taufunterricht nicht nachkommen. Dennoch sind diese Christen dynamisch und hoffnungsvoll auch wenn durch das Polavaram-Projekt ihre Existenz bedroht ist. Ein besonderer Höhepunkt war der Abendmahlsgottesdienst in Narayanapuram, an dem auch noch viele der Delegierten zur Synode anwesend waren. Wir konnten miterleben, wie vor dem Gottesdienst allen Getauften von Pastoren und Kirchenleitung die Füße gewaschen wurden. Auch die deutschen Gäste konnten sich beteiligen.

Jugendarbeit: Zusammen mit dem Missionseminaristen Arne Hildebrand, der ein halbes Jahr in Chennai (Gurukul) studiert, besuchte H.Brünjes für eine Woche 10 Gemeinden und es wurde die zweite Schulung von JugendmitarbeiterInnen durchgeführt. Diesmal kamen 165 Delegierte aus den Gemeinden südlich der Godavari. H.Brünjes thematisierte an den drei Tagen den neuen Namen der Kirche "Good Shepard" (Gottesbilder), "Evangelical Lutheran" (Lebensbiuld Luther, Reformation, reformatorische Theologie) "Church" (Biblische Bilder für Kirchenverständnis). A.Hildebrand entzückte mit Zaubertricks und Tanzkunst und eine Referentin aus der Region sprach über Selbstbewußtsein und zeugnishaftes Leben. Die Teilnehmenden waren voller Freude und Motivation als sie mit der Hanstedter Shake-Hand Kette wieder zurück in die Gemeinden gingen. Im Januar 2009 soll ein großes Jugendtreffen der Gesamtkirche durchgeführt werden.

Kinderheime: Die Hostel sind alle in einem richtig guten Zustand, wenn auch die baulichen Anforderungen für Anstriche, Reperaturen usw. niemals enden. Fast in allen Hostel gibt es jetzt feste Toilettenhäuser. Das Hostel in Koyda ist mit festen Mauern und Fußboden versehen worden. Alle Wardens (die leitenden Betreuer der Kinder) haben jeweils 1.000 Rs. für Pflanzungen bekommen und daraus einen richtigen Wettstreit gemacht. Nun gibt es Blumen, Tomaten, Auberginen, Mangobäume u.a. in allen Hostel. So trägt das bei der Schulung in den Yelligiri-Bergen und durch den Besuch von Hans Mittmann angeregte Projekt zur Versorgung bei. Zu Weihnachten haben alle Kinder eine Garnitur Schulkleidung bekommen und zu Beginn des neuen Schuljahres im Juni bekommen sie eine zweite.

Konsultation Kirchenleitung: Dr.Augustine Jaykumar (UELCI), Pastor Helmut Grimmsmann (ELM Asiensekretär), Pastor Manoharan (Direktor Gurukul College), Eckard Krause und Hermann Brünjes (FMD) und die Exekutive der GSELC haben vom 24.-25.1. gemeinsam über einen Plan für die nächsten fünf Jahre beraten und diskutiert. Viele der Punkte wurden in der Exekutive beschlossen und der Synode am 26.1. zur Abstimmung vorgelegt. Hier einige der wichtigsten Ergebnisse:

1. Die Kirche wird den bereits eingeschlagenen Kurs zur finanziellen Unabhängigkeit konsequent weitergehen. Dazu werden Mitgliedsbeiträge erhoben, von den Kollekten der Gemeinden und Pastorengehältern je 10% an die Zentrale abgeführt, die Einnahmen aus Land und Projekten eingesetzt und diverse Sparmaßnahmen durchgeführt. Ein Mitarbeiterabbau ist derzeit nicht vorgesehen, wird jedoch beim Ziel, die Gehälter in 6 Jahren ohne Zuschüsse aus Deutschland zu bezahlen nicht ausgeschlossen.

2. Ganz wichtig wird eine Strukrurreform durch die die Gemeindegrößen und deren Zahl neu gestaltet wird. Was ist eine "parish" oder "congrigation", was ein "Sub-Centre"? Auch die Ämter müssen neu und erstmals definiert werden. Was ist und was tut ein Pastor, ein Evangelist oder eine Bibelfrau? Welche Ausbildung ist jeweils erforderlich usw.

3. Es wird weiterhin versucht, das rechtmäßige Eigentum der Kirche, das sich in den Händen von Paul Raj und K.Abraham befindet, für die Kirche zurückzubekommen. Die Seite von Paul Raj hat (erstmals unter der von uns geforderten Vermittlung der UELCI) um Friedensgespräche gebeten. Darauf soll eingegangen werden, da sich die Pastoren und Gemeinden mit denen von der anderen Seite durchaus verbunden wissen. Eine Zusammenarbeit mit Paul Raj und K.Abraham wird es jedoch nicht wieder geben.

4. Zur Sicherung des Landbesitzes und der Gebäude soll alles bis Ende Mai in einen dafür gegründeten Trust überschrieben werden. Mitarbeiter, die dies mit dem der Kirche gehörenden, aber zur Zeit noch auf Einzelpersonen eingetragenen Land nicht vornehmen, bekommen kein Gehalt mehr. Nur jene Projekte, die auf Ländereien laufen, die im Trust der Kirche sind, werden mit Zuschüssen unterstützt bzw. aus Deutschland finanziert.

5. Für die rechtliche Absicherung der Kirche wurde außer dem Trust für das Land auch ein Trust für die gesamte Arbeit gegründet. Letzterer ist demokratisch auf der Grundlage der Verfassung der Kirche gestaltet und trägt den neuen Namen: Good Shepard Ev.luth. Church.

6. Ein Projekt in Serapaka gibt 41 Familien Arbeit und somit Auskommen für 10 Jahre. Der Sozialarbeiter Krishna betreut das Steinbruchprogramm und sorgt für soziale und rechtmäßige Arbeitsbedingungen aller Beteiligten. Monatlich fließen aus den Einnahmen auch Gelder in die Kirchenkasse. Ein ähnliches Projekt mit dem Abbau von Sand aus einem kleinen Fluss will die Kirche nun anstoßen.

7. Priorität in den nächsten Jahren werden vor allem Bildungsmaßnahmen der Kirche und MitarbeiterInnen haben. So gehen zur Zeit 3 Studenten (2 Frauen, 1 Mann) auf das ACTC und studieren Theologie mit Abschluss von BTh bzw. BD. Jährlich sollen 3 weitere dazu kommen. Durchgeführt wurden bereits Crashkurse in Englisch und für die Pastoren. Weitere Kurse werden folgen und sind bereits geplant. Auch das Wardenstraining wird weitergeführt.

8. Diverse Planungen und Anfragen wurden diskutiert, divrse Kommitees gegründet: Die Kirche braucht unbedingt einen PKW, vor allem für die Präsidentin Esther Rani, die unter extrem anstrengenden Bedingungen das Gebiet bereist und oft am Ende ihrer physischen Kraft ist. Das Kirchenbüro soll verlegt werden, das Geld für einen Neubau ist jedoch leider nicht da. Im Juni soll erneut eine Gruppe unter der Leitung von Esther Rani und Rev. Philip nach Deutschland kommen. Willkommen ist eine Gruppe aus Deutschland (Studienreise) im Oktober und Gäste zur Jugendkonferenz im Januar. Um die Familien auf die Folgen des Polavaram-Projektes vorzubereiten soll mit einer NGO zusammen gearbeitet werden. Hans Mittmann soll im März noch einmal kommen, um bei weiteren administrativen Schritten auf dem Weg in die finanzielle Selbstständigkeit zu helfen.

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