Indien
HintergrundDiese Seiten möchten Sie mitnehmen in ein fernes Land - und dort noch einmal in eine ganz besondere Region, ins Stammesgebiet der Koyas.
Informieren Sie sich über indien, die GSELC und den Lebensraum der Adivasis.

Folgende Texte sind
der großen Indienaustellung entnommen, die mit je 30 Foto- und 30 Texttafeln
ausgeliehen werden kann.
Die Fotos entsprechen nicht der Ausstellung. Sie sind neueren Datums, aufgenommen von Hermann Brünjes. Weitere Links mit ausführlicher Beschreibung der Adivasis finden Sie hier: 1 - 2 - 3
Und wenn Sie mehr über die Stellung der Adivasi in Hindugesellschaft lesen möchten: Hier ein guter Beitrag darüber.
Wenn Sie eine Karte der Region einsehen wollen, hier Satelitenaufnahmen oder die topographische Karte, von H.Brünjes bearbeitet (Gemeinden).
Inhalt:
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Indien: Ein Land voller Geheimnisse und exotischer Vielfalt, ein Eldorado für Abenteurer und Sinn-Sucher - und gleichzeitig Atommacht, Industriestandort und weltweit begehrter Handelspartner.
Mit 3 287 792 km2 ist Indien eines der größten Länder dieser Welt. Es reicht von den schneebedeckten Bergriesen des Himalaja bis in die subtropischen Dschungelgebiete im Süden Tamil Nadus. Verschiedene Landschaften und klimatische Bedingungen prägen das Leben der fast 1 Milliarde Menschen. Hellhäutige Indo Arier im Norden, dunkelhäutige Draviden im Süden, mongolische Stämme im Nordosten und die weitgehend in Dschungelgebiete der zentralen Bergregionen abgedrängten Ureinwohner haben völlig unterschiedliche Lebensformen entwickelt. Nur Englisch und Hindi sind landesweite Staatssprachen, sonst wird eine der 14 regionalen Hauptsprachen oder eine der vielen tausend weiteren Sprachen und Dialekte gesprochen.
Obwohl die demokratisch parlamentarische "säkulare" Republik mit bundesstaatlicher Gliederung inzwischen unter den ersten zehn Industrieländern rangiert, arbeiten ca. 70% der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Über 300 Millionen Inder leben unter der Armutsgrenze.

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Singen und Beten in unzähligen Tempeln, heilige Waschungen in Flüssen, Heiligenbilder und Hausaltäre in Geschäften, singende Wandermönche auf der Straße, lautstarke Prozessionen und viele andere Äußerungen tiefer Religiosität begegnen überall in Indien.
Vor allem von seiner Hauptreligion, dem Hinduismus, ist der Subkontinent tief geprägt. Diese, in bunter Vielfalt sichtbare Religion, prägt das alltägliche Leben von ca. 83% der Bevölkerung. Die Christen sind mit ca. 2,8% nach den Moslems (ca.11%) die drittgrößte Religionsgemeinschaft Indiens.
Der dominante Hinduismus hat ein differenziertes Kastensystem hervorgebracht, das den Umgang untereinander ordnet und vorschreibt. Dieses Kastendenken bestimmt die gesamte indische Gesellschaft. Welchen Beruf man erlernt, wen man heiratet, wo man wohnt, wen man besucht ... die ungeschriebenen Gesetze der Kaste legen alles fest. Wer keiner oder nur einer niederen Kaste angehört, hat keine Chance. Selbst die 1950 verabschiedete demokratische Verfassung und eine säkulare Gesetzgebung, ja nicht einmal die teilweise Öffnung in den Westen, hat diese Traditionen aufbrechen können. Indische Erneuerungsbewegungen und auch christliche Kirchen sehen jedoch gerade die Abschaffung des Kastensystems als Vorraussetzung für die Entwicklung Indiens - vor allem was die Gleichstellung aller Menschen angeht.

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Ohne Bildung keine Zukunft. Gemessen an seinen insgesamt 36% Analphabetentum ist der Industriestaat Indien noch immer Entwicklungsland.
Bildungsnotstand, eine hohe Geburtenrate, Bürokratismus, Korruption und Widerstand gegen soziale Veränderungen erschweren den
Entwicklungsprozess.
Zwar hat der indische Staat flächendeckend Schulen eingerichtet und deren Besuch ist theoretisch allen Kindern möglich. Aber viele der Schulen laufen schlecht: keine oder mangelhaft ausgebildete Lehrer, keine oder zu teure Busverbindungen, fehlende Ausstattung usw. Hinzu kommt, dass die Kinder oftmals durch eigene Arbeit zum Einkommen der Familie beitragen müssen und deshalb von den Eltern nicht zur Schule geschickt werden können. Eine gute Ausbildung haben nur Kinder aus wohlhabenden Familien, die private Schulen besuchen.
Die einzige Chance für arme, bedürftige Kinder, gut ausgebildet zu werden, besteht im Besuch privater christlicher Schulen, die oft durch Stipendien und Patenschaften finanziert werden. Sie haben in Indien einen guten Ruf.

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Zurück zur ÜbersichtZurückgedrängt in die einsamen Gebirgsregionen Indiens leben bis heute die Ureinwohner des Subkontinents. In insgesamt über 250 Stämmen lebend, schätzt man ihre Zahl auf mehr als 50 Millionen Menschen.
Während der Völkerwanderungen von den hellhäutigen arischen Stämmen des Nordens immer weiter in den Süden verdrängt und später auf dem Rückzug vor Einflüssen der sogenannten "Zivilisation", finden sich solche Stämme heute vor allem in den einsamen Gebirgsregionen Zentralindiens. In den Bundesstaaten Madhya Pradesh, Orissa und Andhra Pradesh leben sie am Rande der indischen Gesellschaft und kämpfen um Gleichberechtigung und wirtschaftliche Chancen.
Einige der Stämme habe sich bereits der indischen Gesellschaft angepasst und versuchen, sich mit ihrer Rolle als kastenlose Stammesbewohner abzufinden - andere kämpfen um ihre eigenständige Kultur und Gleichberechtigung. Obwohl in der indischen Verfassung als "sheduled tribes" (registrierte Stämme) geschützt, kennzeichnen Diskriminierung, Ausbeutung ihres Landes und ihrer Arbeitskraft, bedrohter Lebensraum, Verlust von Identität und Kultur und Orientierungslosigkeit die Situation der Adivasis. Wie auch die Ureinwohner anderer Kontinente kämpfen die indischen Adivasis um ihr Überleben. Der Wald wurde abgeholzt und den Stämmen damit die Lebensgrundlage entzogen.

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Zurück zur ÜbersichtIn den Gebirgswäldern und Tälern entlang des drittgrößten Stromes Indiens, der Godavari, lebt der Stamm der Koyas. Dieser Stamm mit seinen ca. 275.000 Menschen ist Teil der Gond-Stämme und siedelt im Länderdreieck Chattisgath, Andhra Pradesh und Orissa.
Jenseits von großen Städten, in der Nähe der Kreisstadt Bhadrachalam, siedeln die Koyas in vielen kleinen Dörfern. Oft sind die Siedlungen nur zu Fuß oder mit dem Jeep zu erreichen und liegen in einsamen Gebirgstälern oder entlang des Flusses. Die Familien wohnen in einfachen, Stroh- oder Blättergedeckten Hütten.
Manche der Dorfgemeinschaften halten an der alten Koya-Kultur fest: Der Rat der Dorfältesten entscheidet, Männer und Frauen haben gleiche Rechte, Religion und Kultur werden gepflegt. Die meisten der Dörfer, vor allem dort, wo es Straßen gibt, müssen jedoch um ihre ursprüngliche Identität und vor allem um ihren Lebensraum kämpfen. Reiche Großgrundbesitzer haben sich in den sechziger Jahren das fruchtbare Land angeeignet und beschäftigen die Koyas nun als rechtlose Kulis.

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Ursprünglich lebten die Koyas von dem,
was die Natur ihnen gab. In endlosen subtropischen Urwäldern gingen sie mit
Pfeil und Bogen auf die Jagd, sammelten Beeren und Früchte und bebauten mittels
Brandrodung kleine, wechselnde Flächen des Landes. Der Fluss bot genügend
Fisch, um viele Familien zu ernähren. Noch heute können sich einige Familien auf diese Weise ernähren. In den Wäldern leben Rotwild, Hasen, Wildschweine und sogar einige Tiger. Und entlang der Godavari gehen Fischerfamilien mit ihren schmalen Booten auf Fischfang.
Aber der Lebensraum ist geschrumpft. War 1947 noch die Hälfte der Fläche
Indiens mit Wald bedeckt, ist es jetzt nur noch etwa ein Zehntel. So sind die
Koyas nun gezwungen, als Kleinbauern eine eigene Existenz aufzubauen oder als
Wanderarbeiter bei Großgrundbesitzern zu arbeiten. Das Einkommen ist extrem
gering. Viele sind arbeitslos und haben außerhalb der Erntezeiten nur eine gute
Mahlzeit in der Woche.

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Zuerst kamen die Großbauern des Ostens und rodeten den Wald. Zum Abtransport
des wertvollen Holzes wurden Straßen gebaut und die ehemals autarken Dörfer
entlang des Flusses miteinander verbunden. Dann kamen die Geschäftemacher und
Geldverleiher und brachten den Koyas die Segnungen der Zivilisation. Und jetzt wird ihr Lebensraum durch das Polavaram-Projekt bedroht, einen Stausee, dem 283 Dörfer weichen sollen. .
Folge der Abholzung war nicht nur die Zerstörung des Lebensraumes der
Koyas, sondern auch die Verödung des Bodens. Die Großbauern aus dem Osten
besetzten das fruchtbare und leicht zu bewässernde Land entlang des Flusses.
Dort können sie zwei Ernten jährlich einfahren und bauen Reis, Chilli, Tabak,
Baumwolle und Bananen an. Für die einheimische Bevölkerung blieb nur
trockenes, kaum urbar zu machendes Buschland. Da dieses Land nicht künstlich
bewässert werden kann, ist nur der ertragsschwache Anbau von Hirse oder Erbsen
möglich.
Das Einkommen der Kleinbauern ist so gering, dass Familienmitglieder zusätzliches Geld als Kulis verdienen müssen. Manche
Familien sind so hoch verschuldet, dass sie zu Leibeigenen der Großgrundbesitzer
wurden. Ihre Rechte kennen sie nicht. Verträge können sie nicht lesen. Sie
sind den Gebildeten und Reichen ausgeliefert.
Hinzu kommen regelmäßig Katastrophen, die Felder oder
ganze Dörfer vernichten: Überschwemmungen, Dürrezeiten, Stürme und Brände.
Obwohl Hunderte von Dörfern dem Godavari ihr Trinkwasser
entnehmen, leitet die Papierfabrik in Bhadrachalam ihre Abwässer ungeklärt in
den Fluss. Zwar versuchen Regierung und Selbsthilfeorganisationen der Zerstörung
des Lebensraumes der Koyas entgegenzutreten doch mit wenig Erfolg.
Machtinteressen und Korruption verhindern, dass die Koyas eine Chance für den
Aufbau einer eigenen Existenz bekommen.

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Zu den Lebensgrundlagen eines Volkes gehören auch Kultur und Religion. Durch
die Zerstörung ihres Lebensraumes und den Einfluss des hinduistischen
Kastendenkens sind Kultur und Religion der Koyas bedroht und Identität und
Selbstbewusstsein der Stammesleute in eine große Orientierungslosigkeit
geraten.
Ursprünglich Animisten, werden die Koyas heute mit den Göttern des
Hinduismus konfrontiert. Und mit den Göttern kommt das Kastendenken. Viele
Hindus sehen in den Adivasis niedere Waldmenschen und diskriminieren sie
als Kastenlose, die bestenfalls dienende Funktionen ausüben können. Das
Selbstbewusstsein der einst stolzen Koyas wird langsam zerbrochen. Sie können
sich nicht durchsetzen und sie deuten dies als Versagen ihrer alten Götter
gegenüber denen der Hindus. Statt ihrer alten Stammesfeste sollen sie nun die
Feste der Hindus mitfeiern, statt ihrer eigenen Koyasprache die Landessprache
Telugu lernen, statt ihrer alten Lieder und Tänze die der indischen
Gesellschaft übernehmen. Und mit Festen, Sprache, Liedern und Tänzen geht ein
Teil der Kultur verloren. Ein ganzes Volk kann nicht zu seinen herkömmlichen
Lebensformen zurück, sich aber auch nicht auf Neues einlassen ohne die eigene
Identität zu verlieren.

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Ohne Bildung haben die Koyas in der sich wandelnden
Gesellschaft keine Zukunft. Um der Leibeigenschaft zu entgehen, für ihre Rechte
eintreten zu können, ihre Kultur zu bewahren und angemessene Arbeit zu finden,
brauchen sie eine Schul- und Berufsausbildung.
Neunzig Prozent der Koyas sind Analphabeten! Viele Schulen der Regierung
arbeiten schlecht oder gar nicht. Korruption und Interesse an billigen Arbeitskräften
behindern die Arbeit der Behörden. Jene, die Arbeit geben können, haben kein
Interesse an einer Erhöhung des Bildungsstandards. Denn mit der Bildung kommen
die Ansprüche auf gerechten Lohn und eigene Rechte.
Die Familien der Koyas sind auf jede Rupie angewiesen, um zu überleben. Für
die Alten gibt es keine soziale Absicherung also müssen auch die Kinder zum
Lebensunterhalt beitragen. Sie hüten die Herden, arbeiten auf den Feldern der
Landlords, verrichten Botendienste und werden als Kulis von Bauunternehmern
eingesetzt. Zur Schule können die Wenigsten gehen.

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Seit 1980 unterhält die GSELC Kinderheime im Stammesgebiet der Koyas. Etwa 600 Kinder werden zur Zeit in zehn Einrichtungen unterrichtet.
Diese ortsbezogene Bildungsarbeit in den Stammesdörfern eröffnet den
Kindern und ihren Familien eine Zukunft und verringert die Landflucht und das
Analphabetentum dieser Region. Das Konzept von Teachers for Tribals ist
schlicht aber wirkungsvoll und gilt in dieser Region inzwischen als gutes Modell
für die Alphabetisierung. Bildung geschieht hier nicht in den großen Zentren,
sondern dort, wo die Leute leben. Eltern und Dorfbewohner werden mit einbezogen.
Die Kinder werden unterrichtet, versorgt und betreut. Mit dem Abschluss der
Grundschule (4.Klasse) haben sie die Chance, eine weiterführende Schule zu
besuchen.
Es geht aber um mehr als um die Vermittlung von Wissen: Es geht auch um soziales lernen, um die Wahrung der Identität als Koyas, Stärkung Ihres Selbstbewusstseins und darum, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Hinzu kommt, da in den Kinderheimen auch Kinder von bedürftigen Moslem- und Hindufamilien leben, dass die Schranken zwischen den Religionen und Kasten abgebaut werden.

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Zentren des Bildungsprojektes sind die
Kinderheime in zentral gelegenen Dörfern. Jeweils zwischen 50 und 120 Kinder
bilden dort zusammen mit Lehrern, Lehrerinnen und Betreuern eine Lebens- und
Lerngemeinschaft.
Zu Beginn war geplant, die Kinder lediglich zu unterrichten, sie jedoch in ihren
Familien zu belassen. Dies erwies sich als unmöglich, da die Eltern die Kinder
immer wieder zur Arbeit einsetzten, statt sie zur Schule zu schicken und außerdem
die Wege zu lang und gefahrvoll für die kleineren Kinder waren. Also wurden
Kinderheime eingerichtet, in denen Kinder und Betreuer zusammen leben und
lernen. Mit einfachen, ortsüblichen Hütten wurde begonnen. Die Kinder sollten
sich zuhause fühlen und nicht aus ihrer bekannten Umgebung herausgerissen
werden. Inzwischen haben einige der Kinderheime feste Gebäude für Unterricht
und Unterbringung. Manchmal dient der Kirchbau als gemeinsamer Versammlungsort für
Kinder, Kirchengemeinde und Dorfgemeinschaft. Auf enge Zusammenarbeit mit den
Eltern und Dorfbewohnern wird Wert gelegt.

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Zuständig für den Unterricht sind ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, die
im Kinderheim oder im Dorf wohnen. Um den Bedürfnissen der Kinder und den
Zielen des Projektes gleichermaßen gerecht zu werden, sorgen Betreuerinnen und
Betreuer sowie ein Koch verantwortlich für das Wohl der Kinder.
Wie überall in den Dörfern beginnt der Tag vor Sonnenaufgang. Die Kinder
waschen sich und frühstücken gemeinsam. Nach einer Morgenandacht beginnt der
Unterricht. Lesen, Schreiben, Rechnen, Telugu, Englisch und Gemeinschaftskunde
sind Hauptfächer. Nach dem Mittagessen, die Köche achten auf ausreichende und
gesunde Ernährung, ist Zeit zum Spielen, für die Hausaufgaben und zum Waschen
der vom Kinderheim gestellten Schulkleidung. Nachmittags geht der Unterricht
weiter, abends ist Zeit für Sport, Spiel und Freizeitgestaltung. Nach der
Abendandacht gegen neun Uhr gehen die Kinder schlafen.
An den Wochenenden ist kein Unterricht. Die Kinder gehen in
den Gemeindegottesdienst und haben auch Gelegenheit, ihre Familien zu besuchen.
Die Ferien sind den staatlichen Ferien angepasst und die meisten Kinder
verbringen sie bei ihren Eltern.

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Im Projekt Lehrer für Stammesleute
geht es um mehr als um die Vermittlung von Wissen.
Die Kinder bekommen eine wichtige Prägung für ihr Leben und sollen später
Verantwortung in ihren Familien und für die Gesellschaft übernehmen können.
Außer den schulischen Fächern gehören auch kulturelle Angebote zum
Programm des Projektes. Die Kinder lernen die alten Tänze der Koyas und die
Lieder ihres Volkes. Immer wieder üben sie kleine Theaterstücke ein, die sie
bei Festen und Versammlungen vorspielen. Dazu gehören auch sozialkritische Stücke,
die sich mit der unrechtmäßigen Landnahme, der Ausbeutung oder dem
Analphabetentum der Tribals befassen. Spielerisch üben sich die Kinder so ein,
für ihre gesetzlich garantierten Rechte einzutreten.
Hinzu kommt die Teilnahme am Gemeindeleben der
Kirchengemeinde. Zwar sind nur ein Teil der Kinder aus christlichen Familien,
alle sind jedoch dabei, wenn die Stammeskirche ihre Gottesdienste feiert. Darin
wird die Koya-Kultur aufgenommen und mit christlichen Inhalten gefüllt. Die
Kinder bekommen so ein neues Selbstbewusstsein: Die christliche Kirche gibt
ihnen die Möglichkeit, stolz darauf zu sein, zu den Koyas zu gehören.

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Besonders qualifizierte Schüler und Schülerinnen können in der größeren Stadt Ashwaropeta eine English Medium School besuchen. Englisch ist eines der Hauptfächer dieser weiterführenden Schule. In den höheren Klassen wird auch der Unterricht in Englisch gehalten und die Kinder bekommen so beste Vorraussetzungen, später auf ein College zu gehen. Wie in allen indischen Schulen tragen die Kinder Schuluniformen. So wird die Gleichstellung auch äußerlich begünstigt.

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Inzwischen haben viele Kinder die Schulen der GSELC durchlaufen und sich für
eine weitere Berufsausbildung qualifiziert. Die evangelische Kirche unterstützt
einzelne Absolventen, damit sie an einem College studieren oder eine
Berufsausbildung finanzieren können.
Einige Kinder bekommen Stipendien für die Ausbildung an einem College. Manche der Absolventen kehren nach ihrer Ausbildung in das Stammesgebiet zurück. Leider finden dort nur einige, manche bei der Kirche selbst, Arbeit. Einige suchen sich qualifizierte Stellen in der Stadt und lassen sich nicht wieder auf das schlichte und entbehrungsreiche Leben in den Dörfern ein.

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Obwohl in Verfassung und Gesetzgebung gleichberechtigt,
obwohl in leitende Ämter berufen, obwohl gerade in Bildungs- und
Sozialeinrichtungen immer maßgeblicher die Frauen in Indien werden noch
sehr lange brauchen, bis sie gleichberechtigt mit den Männern ihr Leben
gestalten können.
Besonders die überall praktizierte Tradition der arrangierten Ehen
macht die ungleiche Rollenverteilung deutlich: Wenn jemand seine Tochter
verheiraten möchte, muss er das oft sehr hohe Brautgeld bezahlen. Also ist es
teuer, viele Töchter zu haben. In manchen Familien kommt es deshalb bis heute
zu Kindermorden an neugeborenen Mädchen.
Frauen werden in Indien vielfach diskriminiert. Zwar gibt
es, gerade durch wachsende Bildung, viele Frauen, die sich dagegen wehren
die große Mehrzahl von ihnen findet sich jedoch damit ab, dass Frauen oft mehr
und schwerer arbeiten müssen als Männer, dass sie in politische und
gesellschaftliche Entscheidungen kaum einbezogen werden, dass sie bei gleicher
Arbeit viel weniger Lohn bekommen, dass sie von ihren Männern geschlagen werden
und vieles mehr.

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In der ursprünglichen Stammeskultur der Koyas haben Männer und
Frauen eine nahezu gleichberechtigte Rolle. Arrangierte Ehen gab es nicht. Die
Arbeit wurde gemäß den Gaben und Kräften geteilt, die Kinder gemeinsam
erzogen. Mit der Besiedelung des Stammesgebietes durch Hindufamilien und durch
die Erschließung des Landes wurde das
anders. Viele Koyas, wollten sie gesellschaftlich anerkannt sein, mussten sich
an den Zugezogenen orientieren und übernahmen auch deren Rollenverständnis.
Die Frauen, von Arbeitgebern und Beamten kaum ernst
genommen, fügten sich in ihre Rolle und übernahmen neben der ohnehin kräfteraubenden
Hausarbeit und der Kindererziehung anstrengende Arbeiten auf den Feldern der Großgrundbesitzer.
Die Männer genossen das vermeintliche Ansehen und begannen, ihre Frauen zu
unterdrücken.
Noch sind diese Strukturen nicht überall festgefahren. Je
abgeschiedener ein Stammesdorf liegt, desto gleichberechtigter sind Mann und
Frau. Dieses ursprüngliche Bewusstsein zu fördern und so das Selbstbewusstsein
der Frauen zu stärken, hat sich die GSELC zur Aufgabe gemacht.

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Seit vielen Jahren bietet die GSELC den Frauen aus den Stammesdörfern eine berufliche Förderung an. Vor allem die Nähschule mit der Ausbildung zur Schneiderin hat vielen jungen Frauen zu eigenem Einkommen verholfen.
Jährlich haben etwa zwanzig junge Frauen die einjährigen Kurse der "industrial school", einer kleinen Handarbeitsschule in Bhadrachalam besucht. Ein Schneider und zwei ausgebildete Näherinnen haben die Frauen im Nähen an der Maschine, Sticken und Häkeln unterrichtet. Am Ende der Ausbildung bekamen die Frauen eine mechanische Nähmaschine geschenkt, mit der sie in ihren Dörfern selbstständig arbeiten können. Die meisten der Absolventinnen haben heute mit solch kleiner Schneiderei ihr eigenes Einkommen. Leider wurde das Projekt wegen der Leitungskrise in der Kirche eingestellt.

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Immer stärker organisieren sich die Frauen in Indien.
Die kirchliche Frauenarbeit trägt ihren Teil dazu bei, indem sie die Frauen aus
den Dörfern zusammenruft, ihnen gemeinsame Erfahrungen vermittelt und sie durch
Mitarbeiterinnen begleitet.
Immer wieder finden Frauenkonferenzen statt. In vielen Gremien sind Frauen aktiv. Die Kinderheime und Schulen nehmen mindestens zur Hälfte Mädchen auf... Und die Kirche setzt Zeichen: Frau Katakshamma Paul Raj wurde zur ersten Bischöfin Asiens ordiniert. Nach ihrem plötzlichen Tod, im Oktober 1997, wurde Esther Rani, eine ehemalige Stammespriesterin, die sich 1981 taufen ließ und später Pastorin wurde, zur Präsidentin gewählt. Mit Esther Rani ist erstmals eine Angehörige der Koyas in die Leitung der Kirche berufen worden. Auch in der Shepard Kirche ist Esther Rani seit zwei Wahlperioden Präüsidentin der Kirche.

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Die Evangelisch Lutherische Kirche des guten Shepards arbeitet z.Zt. in insgesamt 40 Kirchengemeinden. Etwa 60 Prozent der ca. 20.000 Gemeindeglieder sind Koyas. Das Arbeitsgebiet der Kirche ist die ca. 150 x 150 km große Region auf beiden Seiten des Godavari im Bereich der Tempelstadt Bhadrachalam.
Die Pastoren, Bibelfrauen, Diakonissen und Evangelisten der Kirche kommen
oft selbst aus den Dörfern in denen sie arbeiten. Sie betreuen meist fünf bis
zwanzig Dörfer, in denen sie Familien besuchen, helfen, wenn jemand in Not ist
und Andachten halten. In den Kirchdörfern wird sonntags Gottesdienst gefeiert.
Dies geschieht in Kirchenhütten oder in einer von inzwischen acht festen
Kirchen, die von den Dorfbewohnern gleichzeitig als Versammlungsräume genutzt
werden. Die GSELC ist Mitglied im Verband der lutherischen Kirchen Indiens (UELCI), im südindischen Kirchenbund, im lutherischen Weltbund und in verschiedenen Einrichtungen zur Ausbildung von Pastoren.

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Paul Raj, ehemals Lehrer an einem südindischen College,
konvertierte 1971 zum christlichen Glauben. Kurz darauf begann er, im
Stammesgebiet der Koyas vom christlichen Glauben weiterzusagen und gewann das
Vertrauen der Koyas durch selbstlose Hilfsbereitschaft in allen ihren Problemen.
Paul Raj erkannte schon früh die bedrohliche Situation der Einheimischen
und kämpfte seitdem für eine gesunde Entwicklung der Region, die der Kultur
und Geschichte der Koyas gerecht wird und ihnen für die Zukunft eine
gesellschaftliche und wirtschaftliche Existenz sichert. Paul Raj hat die Kirche
nach dem biblischen Gleichnis vom guten Samariter benannt, weil er darin
den wichtigsten Ausdruck christlichen Glaubens sieht: In der Zuwendung zum armen
und unterdrückten Nächsten.
Paul Raj verstand es, andere christliche Missionare, darunter Esther Rani und Prabudas und die von diesen gegründeten Gemeinden zu vernetzen. So konnte er Mitte der 80er die "Ev. luth. Good Samaritan Church" gründen. Im Laufe der Jahre ist so aus mehreren kleinen Missionsbewegungen eine anerkannte einheimische Kirche geworden. Mit dem Wachstum und der Ausdehnung der Gemeinden wuchs auch die Sozialarbeit der Kirche, besonders im Bildungsbereich.
... und wie es weiterging
2002 wurde eine Kirchenleitung unter Präsident Amos gewählt und sowohl den indischen als auch den deutschen Partnern vorgestellt. Paul Raj hatte längst alle Posten aufgegeben und sich für eine politische Laufbahn entschlossen. Dennoch zog er im Hintergrund die Fäden und nichts in der Kirche lief ohne seine Zustimmung. Zu Beginn des Jahres 2003 forderte die neue Kirchenleitung und die gesamte Mitarbeiterschaft die Offenlegung der Bücher durch den Geschäftsführer K.Abraham und Paul Raj. Dies wurde ihnen verweigert. Mehr noch: Den Aufwieglern wurde das Gehalt nicht ausgezahlt. Zwanzig der Mitarbeiter gaben daraufhin nach und stellten sich auf die Seite von Paul Raj. Dieser ernannte Pastor Johnson zum neuen Präsidenten - und spaltete so die Kirche. Mehrere Friedensgespräche unter der Begleitung der UELCI scheiterten. Die Synode änderte dann den Namen, von "Samaritan" in "Shepard" und beschloss die Gründung eines neuen Rechtsträgers, da das Büro in Bhadrachalam die Herausgabe der Unterlagen verweigerte. Das Hauptbüro der Kirche ist jetzt in Ashwaropeta im Süden des Stammesgebietes. Nach wie vor sollen Gerichte klären, welcher der Gruppen die Rechtsnachfolge der GSELC berechtigt zusteht. (siehe Zeitleiste)

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Ein wichtiges Ziel der kirchlichen Arbeit ist die
Inkulturation der Botschaft von Gottes Liebe zu den Menschen in die Lebenswelt
der Stammesvölker. Die GSELC möchte exemplarisch verdeutlichen, dass eine
Gesellschaft ohne Kastensystem und gesellschaftliche Diskriminierung möglich
ist.
Besonders deutlich wird dieses Ziel an der Praxis der Fußwaschung: Wenn
Abendmahl gefeiert wird und ebenso bei Hausbesuchen, waschen die Christen
einander die Füße. Der Farmer wäscht die Füße des Kulis, der Pastor die des
Kirchenvorstehers, ein Mann die einer Frau, ein Hindu dem Koya ... im indischen
Kastendenken unmöglich! Hier wird es praktiziert und die Kirche ist dabei, die
Volks- und Kastengrenzen zu überwinden.
Abgesehen von praktizierter Nächstenliebe und den
Hilfsprogrammen der Kirche ist ihr Ziel auch die Weitergabe christlichen
Glaubens. Es zeigt sich schon jetzt, dass die Koyas gerade dadurch, dass sie
sich mit der christlichen Kirche identifizieren, ein neues Selbstbewusstsein
entwickeln und so den Veränderungen besser gewachsen sind. Dieses
Selbstbewusstsein ist nicht nur ein christliches , sondern vor allem auch
der Stolz, ein Koya zu sein. Die Kirche unterstützt diesen Prozess, indem sie
in ihrer Glaubens- und Gottesdienstpraxis Lieder, Tänze, Gedankengut und Gebräuche
der Koyas aufnimmt. So ist die GSELC eine durch und durch einheimische Kirche
ohne jede westliche Prägung.

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Auf vielfältige Weise unterstützt die GSELC die Bevölkerung im
Stammesgebiet: Landwirtschaftliche Projekte werden durchgeführt, mit der
medizinischen Versorgung wird begonnen, bei Eigentums- und Landbesitzfragen
erfahren die Stammesleute Beratung und Unterstützung und immer wieder wird
Einzelnen in persönlicher Not geholfen.
Über dreißig landwirtschaftliche Kooperativen konnten gegründet werden.
Das Land wurde den Kleinbauern zur Verfügung gestellt, Brunnen wurden gebohrt,
Bewässerungsanlagen angelegt, Buschland urbar gemacht, die Bebauung schlechten
Bodens durch entsprechend genügsame Pflanzen durchgeführt und Vieh gekauft.
Fachleute der GSELC beraten die Stammesleute in Agrar- und Rechtsfragen. Die
Bebauung der Felder und die Vermarktung der Ernte erfolgen gemeinsam. So werden
aus rechtlosen Kulis wieder selbständige Kleinbauern, die Ihre Familien ernähren
können.
Nicht so erfolgreich sind die medizinischen Projekte der
Kirche verlaufen, da es immer wieder an qualifizierter Leitung fehlte. Gute Ärzte
wollen nicht in dieses abgelegene Gebiet also hat die GSELC versucht, mit einigen Krankenschwestern den Kranken zu helfen und vor allem Schwangerschafts- und Hygieneberatung zu leisten. Zur Zeit bleibt es bei einer Art Diakoniekasse, aus der Fahrtkosten zum Arzt oder ins Krankenhaus und erste Behandlungen incl. Medizin finanziert werden.

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Die GSELC ist keine reiche Kirche. Ihre Mitglieder gehören zu den Ärmsten
der Armen. Dennoch gelingt es den Verantwortlichen, die Kosten für
Gemeindearbeit und Gehälter weitgehend selbst aufzubringen. Auch einige der
Projekte beginnen, sich selbst zu finanzieren. Bis zur gänzlichen Unabhängigkeit
von ausländischer Hilfe ist es aber noch ein langer Weg.
Die Gemeindearbeit der GSELC finanziert sich inzwischen teilweise selbst. Jede Familie zahlt ein geringes Kirchgeld und in den Gottesdiensten werden Geldspenden und Naturalien gesammelt, um den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ein ausreichendes Einkommen zu garantieren. Für die Kosten der Kirchenleitung und für immer noch nötige Gehaltszuschüsse und humanitäre Hilfe stellt der FMD über das ELM einen jährlichen Betrag zur Verfügung.
Vor allem die Bildungsarbeit der Kirche bedarf der Hilfe aus Deutschland und kann ohne diese nicht laufen.

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Vertreten durch das Evangelisch Lutherische Missionswerk in Hermannsburg
(ELM) sind seit 1985 die evangelisch lutherische Landeskirche Hannover,
Braunschweig und Schaumburg-Lippe durch einen Partnerschaftsvertrag mit der
GSELC verbunden. Der Freundeskreis Missionarische Dienste (FMD) unterstützt und
fördert die indischen Partner seit 1978.
Alle Entscheidungen bezüglich der Begleitung der GSELC und ihrer Projekte
werden gemeinsam von ELM und FMD getroffen. Für die Weiterleitung und
Verwendung der Gelder ist das ELM als Missionswerk der Landeskirchen
verantwortlich. Der FMD, ein gemeinnütziger Verein innerhalb der Landeskirchen,
kümmert sich um die einzelnen Projekte, um die Kontakte nach Indien und zu den
Spendern und Spenderinnen in Deutschland. Der FMD informiert über die Arbeit,
stellt Spendenbescheinigungen aus und leitet die Spenden über das ELM nach
Indien weiter.

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Partnerschaft ist mehr als die Förderung durch
finanzielle Mittel. Vor allem ist sie ein lebendiger Austausch von Erfahrungen
und Einsichten, die alle Partner in ihrem Kontext gewinnen. Deshalb wird die
Beziehung der Partner durch gegenseitige Besuche gepflegt und wo immer möglich
miteinander kommuniziert.
Es wurden in der Vergangenheit mehrere internationale Jugendbegegnungen sowohl in Indien als auch in Deutschland durchgeführt. Die Jugendarbeit der GSELC bekommt Anregungen von deutschen Jugendarbeitern die deutschen in Indien bringen
ihre Eindrücke mit zurück und lernen durch die Begegnung mit den Stammesleuten
in ihrem eigenen Lebensbereich Verantwortung zu übernehmen.
Gleiches gilt für
Begegnungen zwischen Erwachsenen in Indien und Deutschland.
Darüber hinaus sind die
Verantwortlichen im ständigen Gespräch miteinander und tauschen sich über
Entwicklungen in sozialen, wirtschaftlichen, politischen und theologischen
Fragen aus.

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Die Bildungsarbeit unter den Koyas in Indien ist auf ausländische
Unterstützung angewiesen. Ein Freundeskreis hat sich bereitgefunden, diese zu
übernehmen und fördert sie durch einmalige und regelmäßige Spenden. Dabei können
Sie helfen.
Für 30,--Euro im Monat ermöglichen Sie einem Kind im Teachers for Tribals Projekt Schulbesuch, Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und kindgemäße Betreuung.
Damit zuverlässig kalkuliert werden kann, sind besonders
die regelmäßigen Spenden (Patenschaften) hilfreich. Ebenso willkommen sind natürlich
auch Einzelspenden, die durch Aktionen, Veranstaltungen und einzelne Personen
zur Verfügung gestellt werden.
Weil der Freundeskreis Missionarische Dienste (FMD) alle
Kosten für Transfer und Verwaltung trägt, ist gewährleistet, dass jede
gespendete Mark ohne Abzüge in Indien ankommt.
Regelmäßige Überprüfungen vor Ort garantieren die
zweckgebundene und sachgemäße Verwendung.

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Für die Informationen über die Projekte und die Begleitung der Förderer
ist der Freundeskreis Missionarische Dienste (FMD) zuständig. Dies geschieht
durch die Zeitung FMD-impulse, unregelmäßige Briefe und Besuche in Gruppen und
Gemeinden.
Wenn Sie zu den regelmäßigen Förderern gehören, bekommen Sie viermal im
Jahr die FMD-Impulse. Darin informiert der FMD über seine Arbeit in
Deutschland, setzt sich mit aktuellen Fragen aus Kirche und Gesellschaft
auseinander und informiert in fast jeder Ausgabe über die indische
Partnerkirche.
Alle ein bis zwei Jahre bietet der FMD eine Studienreise nach Indien an, in der auch das Stammesgebiet der Koyas und die Bildungseinrichtungen besucht werden. FMD und vor allem die indischen Partner heißen Sie herzlich willkommen!
Kontaktadresse: FMD-Büro
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