news GSELC 2016

Dezember 2016 Überlegungen zur partnerschaftlichen Beziehung

Seit dem Sommer gibt es wenig Infos aus der GSELC. Unter Regie des ELM werden vom Kirchenkreis Rhauderfehn Verhandlungen wegen des Teachers for Tribal Programms geführt. Der Haushalt darüber wird abgestimmt. Er erhöht sich enorm. Die Kirchengemeinden Elstorf/Moisburg wollen und können das Heim in G.K.Padu unter diesen Bedingungen nicht weiterführen. Das ELM will mit diesen Sponsoren nur zusammenarbeiten, wenn der Haushalt akzeptiert wird. Nach Verhandlungen willigt die GSELC in eine separate Partnerschaft mit den Förder-Gemeinden des Hostel G.K.Padu ein. Ein Besuch durch Dieter Pintatis wird vereinbart. Im Januar wird dieser mit  H.Brünjes in die GSELC reisen, Gemeinden besuchen und Gespräche zur spirituellen Partnerschaft führen. 

10. November 2016 Convention mit Suspendierungen

Die GSELC hat in einer überraschend einberufenen Convention drei der erst im Januar gewählten Mitglieder des Leitungskreises (Executive) vom Leitungsamt suspendiert. Dem vorigen Präsidenten John Kant, Saibabu und Rev. Philip (Serapaka) wird vorgeworfen, das Kinderheim Serapaka in 2015 ohne Beschluss der Executive oder der Synode an den Betreiber eines Altenheimes vertraglich vergeben zu haben. Nun sind zur Sicherung des Heimes Gerichtsverfahren anhängig und viele Probleme wurden verursacht. Die drei Suspendierten bleiben Pastoren ihrer Gemeinden, sind jedoch von der Executive ausgeschlossen.

So verständlich der Ärger über die damalige Entscheidung auch ist, so zeigt sie doch, dass alte Praktiken und das Gruppendenken nicht überwunden sind. Ausgerechnet die alte Kirchenleitung, also die Opposition wird von der Kirchenleitung ausgeschlossen. So werden die kleinen Hoffnungszeichen der Wahl vom Januar, dass sich die Gruppen in der Kirche wieder verbinden, zerstört. Dem FMD wird dies erst sehr spät mitgeteilt.

20. Mai 2016 geistliche Partnerschaft mit der GSELC

Am 20. Mai hat sich der Arbeitskreis Weltmission getroffen. Kurz zuvor wurde das Angebot des FMD, die geistliche Partnerschaft mit der GSELC weiter zu gestalten, schriftlich angenommen. Die Kirchenleitung möchte die gewachsenen Beziehungen durch Gebet, Besuche und Informationen weiterführen. Wenn auch viele Fragen offen bleiben, haben wir uns bei den Partnern bedankt und zugesagt, die Einladungen (z.B. zu einer Jugendkonferenz) anzunehmen.

Georg Collmann, Vorsitzender des Missionsausschusses im Kirchenkreis Rhauderfehn und ebenfalls Mitglied im AK Weltmission des FMD, hat von den Beschlüssen und der Situation bezüglich der Kinderheime im Programm TfT (Teachers for Tribals) berichtet. Außerdem anwesend war der Missionsdirektor des ELM (Ev. Luth. Missionswerk), Pastor Michael Thiel.
Alle zusammen haben die bisherige Zusammenarbeit reflektiert, sich jedoch vor allem auf einen gemeinsamen Umgang mit den Partnern für die Zukunft geeinigt.

Es ist auf Grund des Beschlusses im FMD e.V. vom 5. März 2016 klar, dass der FMD seine finanzielle Partnerschaft beendet. Dies bedeutet, dass keine regelmäßigen Zahlungen mehr erfolgen. Es bedeutet nicht einen völligen Abbruch der Beziehungen. Wenn im Rahmen der geistlichen Partnerschaft und bei Besuchen eine direkte Förderung von einmaligen Projekten (z.B. Jugend- und Frauentreffen, Mitarbeiterschulung) hilfreich und erforderlich ist, will der FMD punktuell gerne zu einer missionarischen Gemeinde- und Kirchenentwicklung in Indien beitragen.
Auch Studienreisen nach Indien mit Besuchen im Stammesgebiet sind weiterhin möglich.

Die Kinderheime und das TfT-Programm werden ab sofort allein vom Kirchenkreis Rhauderfehn in Zusammenarbeit mit dem ELM verantwortet. Durch Spenden aus Ostfriesland werden die Hostel Vinnayakapuram, Serapaka und Yedavalli weitergeführt, durch Gelder aus befreundeten Gemeinden auch G.K.Padu.
Das ELM hat die Indienbeauftragte Ute Penzel damit beauftragt, die Arbeit wieder anzuschieben, zu begleiten und für sachgerechte Durchführung und Abrechnung zu sorgen.
Wir bitten Sie alle, für diese wahrlich nicht einfache Aufgabe zu beten und hoffen sehr, dass die Hostel wie von den Freunden in Ostfriesland geplant, zumindest bis 2019 weiterlaufen können.

Verabredet wurde, dass der FMD mit dem TfT-Programm ab sofort nichts mehr zu tun hat. Wenn Sie diesbezüglich also Fragen haben, bitten wir Sie, sich an den Kirchenkreis Rhauderfehn zu wenden.

Alle für die entsprechenden Kinderheime aufgelaufenen Spenden überweist der FMD nach Ostfriesland. Darüber hinaus für TfT bestimmte Rücklagen stehen für ein Jahr als Nothilfe zur Verfügung. Danach wird der AK Weltmission über die weitere Verwendung im Sinne der Spender entscheiden.
Die uns allgemein anvertrauten Spenden werden wir für die geistliche Partnerschaft und Projekte der Missions- und Gemeindearbeit in der GSELC einsetzen.

Wir gehen also davon aus, dass wir auch in Zukunft Ihre Unterstützung brauchen und freuen uns, wenn Sie darauf ansprechbar sind und der GSELC die Treue halten.
Wir alle haben aus der Beziehung zur GSELC viel Segen erfahren. In allen Herausforderungen: Gott baut seine Kirche auch in Indien. Und daran wollen wir gerne weiter teilnehmen.

26. März 2016 Rev. M.Pauleiah verstorben

hbr 

Uns erreicht eine traurige Nachricht: Am 26.März verstarb Pastor Pauleiah, einer der Gründer der GSELC. Er wurde 74 Jahre alt und lebte mit seiner zuletzt kranken Frau in Rudramakota, seinem Heimatort.
Pastor Pauleiah gehörte zum „Urgestein“ der GSELC. Er war bereits Christ als Paul Raj in die Gegend kam – und hatte bereits begonnen, Gemeinden zu gründen. In den siebziger Jahren sind Prabudas, Pauleiah und K.Manoharam durch die Dörfer entlang der Godavari gezogen. Prabudas war der Anfang. Er gewann Pauleiah. Zusammen gründeten sie in diesen beiden Jahren die Stammgemeinden der GSELC: Kukunuru, Arukuru, Repaka, Rayagudem, V.R.Puram, Moddikunta, Lachigudem, Rudramakota, Chakkarapalli, Rapagommu, G.K.Padu, Kashavaram. Im Januar 2011 hat Pastor Pauleiah gesagt: "Keine dieser Gemeinden wurde von Paul Raj gegründet. Er führte vielmehr die durch uns gegründeten Gemeinden zur Kirche zusammen."
Pastor Pauleiah war ein fröhlicher, durchweg positiv gestimmter Mensch, der mit seinem Lachen und seinem Humor andere ansteckte. Als er seine Gemeinde abgab und offiziell zu den Alten gezählt wurde, wurde er gebeten, einen Wunsch zu äußern. Erwartet haben wir damals alle, dass er sich ein Haus und eine kleine Pension wünscht. Aber er meinte nur: „Ein Fahrrad und ein Megaphon.“ Pauleiah wollte weitermachen, was er immer tat: Durch die Dörfer fahren und von Jesus erzählen. Er war Evangelist und liebte es, von Jesus Christus und seiner befreienden Kraft weiterzusagen.

Die Familie des alten Pastors ist recht groß, allerdings nicht immer vereint. So hat das alte Ehepaar zeitweise wenig Unterstützung erfahren. Es fehlte an Geld für Medikamente und Unterhalt. Nun aber, zum Ende hin, lebten die beiden Alten in Rudramakota, umgeben von Kindern und Enkeln. Bitte beten Sie für die kranke Frau Pauleiahs und dafür, dass der „Geist“ dieses auf die Weitergabe ihres Glaubens ausgerichteten Ehepaares viele in der Kirche ergreift und ansteckt.

22.März 2016 Kirchenkreis Rhauderfehn führt Kinderheime weiter

Gestern hat der Missionsausschuss des Kirchenkreises die GSELC informiert, dass die Kinderheime Vinnayakapuram, Serapaka und G.K.Padu weitergeführt werden. Wegen der Wiedereeröffnung von Yedavalli wartet man auf eine Erklärung der Kirchenleitung. 

Die Hostel werden in enger Koopertion mit dem ELM (Ev.luth.Missionswerk, Hermannsburg) weitergeführt und das Geld gemäß den Vorgaben der indischen Partner über die UELCI (United Ev.luth. Chruches of India) geleitet. Die Zusage des Kirchenkreises Rhauderfehn an die indischen Partner gilt, vorbehaltlich ordentlicher Abrechnung und Führung der Kinderheime, bis 2019.

13.3.2016 Pastor Asheervadam verstorben

sp

Rev. Philip, kurz darauf auch die neue Kirchenleitung, informiert uns, dass Pastor P. Asheervadam aus dem kleinen Dorf Murmuru (bei G.K.Padu) plötzlich und überraschend verstorben ist. Er hatte von Geburt an Nieren-Probleme. Seine Frau und seine zwei Töchter sind nun in großer Not, da es keine weiteren Ernährer in der Familie gibt. Wir werden sie für eine gewisse Zeit unterstützen und hoffen, dass auch die Kirche und die Gemeinde hilft.

P. Asheervardam war seit vielen Jahren Mitglied in der Executive, also in der Kirchenleitung. Zwar hat er keine leitende Position bekommen, genoss aber großes Vertrauen und wirkte ausgleichend. Er hat sich in der Leitung immer für den Kurs des FMD eingesetzt und für eine verantwortliche Führung der Kirche und der Projekte. In Kürze berichten wir mehr ... 

Seiner Familie haben wir unsere Anteilannahme ausgesprochen. Bitte denken auch Sie im Gebet an die beiden und alle, die um P. Asheervadam trauern.

5. März 2016 FMD e.V. kündigt finanzielle Partnerschaft

Der Entschluss ist dem FMD e.V. nicht leicht gefallen. Dennoch hat der Verein in seiner Mitgliederversammlung einstimmig den Beschluss gefasst, zu dem Pastor Krause als Vorsitzender des AK Weltmission folgenden Brief verfasst hat und der auch in den nächsten FMD-Impulsen abgedruckt wird. 

Liebe FreundInnen und Freunde der Indien-Partnerschaft. Am 5. März 2016 hat die Mitgliederversammlung des FMD auf Antrag des Arbeitskreises Weltmission beschlossen, nun auch die finanzielle Unterstützung der Teacher for Tribal-Arbeit in der Ev.-luth. Kirche des Guten Hirten (GSELC) gänzlich einzustellen. Im Juni 2014 hatten wir bereits die Förderung der Kirchenarbeit durch ein Moratorium ausgesetzt.

In den letzten Jahren mussten wir immer wieder feststellen, dass die für die Hostel-Arbeit zweckgebundenen Gelder teilweise für andere Dinge in der Kirche verwendet wurden. Außerdem waren wir mit dem Umgang der Gelder durch die Vereinigten Luth. Kirchen in Indien (UELCI) unzufrieden. Daraufhin hatten wir mit der Kirche im Juni 2012 einen Vertrag geschlossen, dass die TfT-Arbeit zukünftig zwar in der Kirche, aber nicht unter der Verwaltung der Kirche weitergeführt werden sollte. Die Hostel-Leiter waren einem Sozialarbeiter gegenüber verantwortlich, welcher uns monatlich zu berichten und alle Abrechnungen zu übersenden hatte. Die Gelder wurden von uns über die Emmanuel Church von Pastor Philip geleitet, der dem FMD gegenüber rechenschaftspflichtig war.
Um Korruption einzudämmen, hatte übrigens schon in den 80er Jahren die Kindernothilfe aufgrund ihrer Erfahrungen einen ähnlichen Vertrag mit ihrer Partnerkirche geschlossen.

Die am 7. Januar 2016 neu gewählte Kirchenleitung hat in Absprache mit der UELCI diesen Vertrag einseitig gekündigt und verlangt, dass nun wieder ausschließlich die Kirche die finanziellen Mittel für die TfT-Arbeit verwaltet und die Leitung der Hostels wieder durch die Pastoren geschieht. Durch diese einseitige Vertragskündigung musste der FMD e.V. schweren Herzens entscheiden, die finanzielle Partnerschaft einzustellen, weil wir unseren Spendern, also Ihnen, nicht mehr garantieren können, dass Ihre Spenden zweckgebunden verwendet werden.

Der Missions-Ausschuss des Kirchenkreises Rhauderfehn, der schon seit Beginn des Moratoriums die Verantwortung für die Hostel-Arbeit (TfT) übernommen hatte, wird in seiner nächsten Sitzung entscheiden, wie er sich angesichts der neuen Situation verhalten wird. Sollte er die Hostel-Arbeit weiter unterstützen, wird der FMD die dafür zweckgebundenen Spenden für den Kirchenkreis bereithalten.

Spender und Spenderinnen von außerhalb des Kirchenkreises Rhauderfehn haben einen Brief zum Umgang mit ihren Spenden aus 2015 erhalten.

Der FMD hat der GSELC eine geistliche Partnerschaft angeboten. Das bedeutet, dass wir weiterhin füreinander beten, punktuell bei konkreten missionarischen- oder gemeindefördernden Projekten auch finanziell helfen und, wenn gewünscht, auch gegenseitige Besuche ermöglichen.

Wir sind dankbar für all die Hilfe, die wir in über 35 Jahren leisten durften und für viele geistliche Impulse, die wir in der GSELC sowohl empfangen haben als auch geben konnten. Wir bleiben vielen Menschen in Indien, denen wir in all den Jahren begegnet sind, herzlich verbunden. Mit uns gemeinsam haben auch Sie über so viele Jahre der Indien-Arbeit die Treue gehalten und sie erst ermöglicht. Danke! Wir hoffen und bitten, dass wir auch mit Ihnen weiterhin verbunden bleiben!
Im Namen des Arbeitskreises Weltmission im FMD, Ihr Eckard H.Krause.

7. Januar 2016 Convention mit Neuwahlen

hbr 

Nach diversen Auseinandersetzungen zwischen den Gruppierungen wird am 7.Januar in Rajamundhri unter Begleitung durch die United Ev. Luth. Church of India (UELCI) eine neue Kirchenleitung gewählt. Neuer Präsident ist Rev. K.Daniel, bisher Pfarrer in Vinnayakapuram. Die UELCI erkennt die neue Kirchenleitung an - und so gratuliert auch der AK Weltmission der neuen Leitung - auch wenn die Wahlen nicht auf für uns erwünschtem demokratischen Niveau liefen. Immerhin: Alle Gruppen sind in der neuen Leitung vertreten.

Der neue Präsident ist Pastor K.Daniel. Er ist einer der ältesten Mitarbeiter der GSELC, hat schon unter Paul Raj begonnen, ist dann in diversen Auseinandersetzungen bei der Kirche geblieben und hat als ordinierter Pastor seinen Dienst zunächst in seinem Heimatort Nadipadu und dann in Vinnayakapuram und als Evangelist in vielen Dörfern getan. Er ist über viele Jahre eine geistliche Stütze der Kirche gewesen und hat Gemeindearbeit und Mission mit Engagement betrieben. Allerdings besteht durchaus die Gefahr, dass die Herkunft bei ihm eine größere Rolle spielt als es einer Kirche gut tut: K.Daniel ist stolzer Koya und als solcher träumt er von einer vitalen Stammeskirche. 

Der Kirchenleitung gehört er seit vielen Jahren an. Mit der Vereinbarung von 2012, dass die Projekte "in, aber nicht unter" der Kirche laufen, hat er große Probleme. Der AK Weltmission fasst am 10.2.2016 den Beschluss, jetzt wieder Gespräche über die zukünftige Zusammenarbeit aufzunehmen, verlangt jedoch zur Sicherung der zweckbestimmten Spenden, dass die Verträge von 2012 eingehalten werden. Erst wenn diese Garantie vorab gegeben wird, macht ein Besuch mit Gesprächen Sinn.